Ab September gehts durch Suedostasien und hoffentlich auch durch Afrika, mit vielen Workcamps zwischendurch :)
Auf israelischer Seite ging dann der Preiskampf mit den Taxifahrern los, nachdem ich entdeckt hatte dass ich mal eben 50NIS irgendwo beim Grenze uebequeren verloren hatte. Na super. Die Fahrt ins 6km entfernte Beitshean erschien mir zu teuer, und so fing ich an zu laufen. 6km, sengende Hitze, kein Problem...Gluecklicherweise erbarmte sich ein Taxifahrer und nahm mich kurzerhand unentgeltlich mit. Aufgrund dessen dass ich die 50NIS verloren hatte musste ich erstmal in die kleine Mall in Beitshean laufen um mir Geld zu besorgen fuer den Bus den ich nach Jerusalem nehmen wollte. Wie im FLughafen wurde mein Gepaeck durchleuchtet- komisch am Anfang, aber man gewoehnt sich dran!!!
Da ich nicht wusste wann der naechste Bus nach Jerusalem abfuhr fragte ich 2 Israelis, die mir direct anboten mit ihnen zu trampen da sie in dieselbe Grossrichtung wollten. So kam es dass ich meine erste Tramperfahrung direct nach der Grenze machte- und es sollte erstaunlich einfach und effizient sein. Unser erstes Auto brachte uns bis 20km oestlich von Jerusalem, und von dort wurde ich direct von 2 Kerlen in einem anderen Auto mitgenommen. Yeha, das ging schnell 
Die beiden (Yehonatan und Yair) stellten sich als supernette Menschen heraus, die mich sogar direct bei meinem ausgesuchten Hostel absetzen wollten. Zu bloed dass ich den Zettel mit der Adresse verloren hatte und nur grobe Adressstueckchen im Kopf hatte.
So landete ich dann im Endeffekt mit den beiden an der Klagemauer, in einer Bar im Zentrum Jerusalems, und am Ende nahmen sie mich mit in ihre Siedlung, Alon, oestlich Jerusalems. (damit in der westbank liegend)
Yairs Familie nahm mich superlieb auf, und nach einigen Unterhaltungen ueber Israel und Palaestina und das "juedisch sein ansich" wurde ich fuer den anstehenden shabbat in eine religioesere Familie verfrachtet, damit ich den vollen Einblick bekam.
Es war unglaublich toll!
waehrend meiner ersten 3 Tage in Alon dachte ich noch die ganze Zeit drueber nach wo ich als naechstes hinziehen wuerde und wie cool und gleichzeitig unrealistisch meine Zeit in Alon war- doch nachdem mich Julie, eine amerikanische Mutter von 4 Kindern bei sich aufgenommen hatte und immer wieder bekraeftigte: Bleib so lange du willst!!!
....blieb ich einfach.
Ich verbrachte wohl mitunter die 2 wertvollsten Wochen meines Trips hier, bekam einen super guten Einblick in das Leben der Menschen, die man aus dem ARDfernsehen nur als Siedler kennt, und trotz einiger Frustrationen ob der Tatsache, dass diese so superlieben Menschen gleichzeitig immer wieder betonen, dass "die Araber" eben doch anders sind und ich mal lieber nicht mit denen in einem Auto sitzen sollte, hat mir die zeit dort doch geholfen, das Ausmass der Probleme in der Westbank zu verstehen.
wer jetzt denkt ich waere nur in Alon geblieben, oh nein. Trampen hat Kultur in Israel, und so bin ich jeden Tag in eine andere Stadt in oder ausserhalb der Westbank getrampt und habe auch einen kleinen Trip in die Golanhoehen unternommen. Denn waehrend oestlich Jerusalems wirklich einfach alles trocken und sandig-gelb ist, ist der Norden und die Kuestenregion satt gruen und blau- sehr sehr schoen 
Die Israelis im allgemeinen bleiben mir als die mitunter gastfreundlichsten Menschen in Erinnerung, und in meiner kurzen Zeit dort habe ich mir durchgehend gewuenscht, ich haette mehr Zeit fuer all diese interessanten Bekanntschaften und Gespraeche!
Trotz aller positiven Erfahrungen dort ist mir nun doch noch mehr bewusst als zuvor wie verzwickt die Lage ist und wie schwierig es ist, dort zu sein und sich nicht anstecken zu lassen von dem schwarz-weissen "die Juden" und "die Araber"...