Oman-Reisebericht :Oman - Land zwischen Tradition und Moderne

Provinz Ash Sharqiyah (östl. Hadjargebirge)

Wegen der Infrastruktur in der genannten Provinz müssen wir einen Fahrtag einlegen und etliche Kilometer bis zum nächsten Ziel - der Wahiba Sandwüste - zurücklegen.
Die 35 km zurück nach Birkat-al-Mauz sind dank der voll ausgebauten Teerstraße schnell geschafft und im nahen Izki suchen wir nach einer speziellen Konstruktion - einem Siphon - eines Falaj-Systems, mit dem der Bewässerungskanal unter einem Wadi hindurch geführt werden kann.

Leider finden wir trotz einer detaillierten Beschreibung und zahlreicher Nachfragen diesen Siphon nicht. Doch trotzdem lohnt die Suche:

Fort in Izki

Fort in Izki

Bei der Durchquerung einer der vermuteten Wadis stoßen wir auf ein verfallendes Fort.

Auch die Straßenbeschilderung in Izki ist erstmals nicht hinreichend. Die Ausfallstraße Richtung Ibra ist nicht ausgeschildert. Wir fragen in einer Schule nach dem Weg und nach einiger Zeit wollen 7 Lehrer uns gleichzeitig erklären, wie wir weiterfahren sollen. Vier entschließen sich spontan, uns den Weg in ihrem Audi 100 vorausfahrend zu zeigen. Nach 7 km verlassen sie uns dann und wir begeben uns auf die Strecke Richtung Sinaw, von der unsere Straße abbiegen soll.

Provinzgrenze

Provinzgrenze

Bei Überschreiten einer Provinzgrenze stehen an den ausgebauten Teerstraßen beidseitig große 'Begrüßungsgebäude' im Stile omanischer Bautradition.

Vorsicht vor freilaufenden Kamelen

Vorsicht vor freilaufenden Kamelen

Auch die Beschilderung an der Straße wechselt:

Sand kann die Straßen blockieren

Sand kann die Straßen blockieren

Beide Schilder kommen uns zunächst eine ganze Weile überflüssig vor.

Wartehäuschen für Überlandbusse am Straßenrand im 'Niemandsland'

Wartehäuschen für Überlandbusse am Straßenrand im 'Niemandsland'

Ibra

Ibra

Die beiden Teile von Ibra werden überragt von zwei Türmen. Da wir bei der Planung unserer Reise leider nicht berücksichtigen konnten, am richtigen Wochentag in Ibra zu sein, können wir den dort stattfindenden Frauenmarkt natürlich nicht sehen (nur Frauen können in das Areal des Marktes eintreten - die Männer sitzen in den umliegenden Cafés und warten auf die Dinge , die da kommen werden). Ansonsten gibt es nicht viel zu sehen.

Höchstens ein paar vornehme Häuser, die den Wohlstand der hiesigen Bevölkerung dokumentieren.

Ein kurzer Spaziergang führt uns noch zur alten Moschee und zum Friedhof. Dann müssen wir weiter Richtung Wüstenabenteuer.

Vor Al Wasil, wo wir von Beduinen abgeholt werden sollen, gibt es noch zwei Stops:

Al Gulaji - eine Oase mit Stadtmauer und zwei Stadttoren, durch die man hindurchfahren kann, sofern man kann (Breite des Wagens)

und Al Mudarib eine Stadt, die aus lauter Türmen zu bestehen scheint. Ein kleines Mädchen begleitet uns diesmal den ganzen Erkundungsweg durch den alten Stadtteil, wo wir wieder die unterschiedlichsten Türen finden.

In al-Wasil angekommen, warten wir dann zur verabredeten Zeit auf die Wahiba-Beduinen. Beschreibung folgt im nächsten Kapitel.

© Herbert S., 2006
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Unsere zweiwöchige Omanreise im Toyota-Landcruiser führte uns durch herrliche abwechslungsreiche Landschaften mit vielen Eindrücken und Begegnungen mit freundlichen, unaufdringlichen Menschen.
Details:
Aufbruch: 25.12.2005
Dauer: 14 Tage
Heimkehr: 07.01.2006
Reiseziele: Oman
Vereinigte Arabische Emirate
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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Herbert über sich:
Bin begeisterter Reisender - teils mit Leihwagen in Mexiko, USA, Indonesien, Thailand, Arabien, Namibia, Südafrika, Türkei,... teils mit kleinem Wohnmobil in ganz Europa, aber besonders in Großbritannien und Skandinavien. Es gibt also noch viel zu berichten. Aber es kommt soviel hinzu.