OMAN - Unterwegs im Weihrauchland

Reisezeit: September 2011  |  von Thomas K.

MASQAT - Ein neues Abenteuer beginnt: Masqat und der Sultanspalast

Auf der Corniche halte ich ein Taxi an. Wir verlassen Mutrah und folgen der kurvigen Küstenstraße Richtung Muscat. Mit Muscat ist meistens die gesamte "Capital area" mit allen Orten des Einzugsgebietes, was bis nach Seeb reicht, gemeint. Rund achthunderttausend Menschen wohnen hier. Muscat selbst ist nur eine kleine Stadt mit dreißigtausend Einwohnern. Das alte Muscat selbst wäre viel zu klein, um alle Einrichtungen, die zu einer modernen Hauptstadt gehören, beherbergen zu können. Alle wichtigen Ministerien haben hier ihren Platz. Auf dem Weg zum Sultanspalast, erklärt mir der Fahrer genau, in welchem Gebäude sich welches Ministerium befindet. Er nennt keinen Preis für die Fahrt, ich soll ihm geben, wieviel ich für richtig halte. Das ist gar nicht so einfach, wenn man überhaupt keine Ahnung von den Taxipreisen hat, schließlich will man ja nicht zu knapp bezahlen. Ich gebe ihm vier Rial für die kurze Fahrt und er scheint damit zu frieden zu sein.

Ein schweres, schmiedeeisernes Tor grenzt das Gelände des Sultanspalastes Qasr-al-Alam ab. Das Gebäude sieht befremdlich aus, nicht wie ein orientalischer Palast. Das glänzende Gold der beiden Mittelsäulen des Hauptgebäudes erweckt fast den Eindruck eines hochmodernen buddhistischen Tempels, als gehöre der Palast gar nicht hier her. Sicher ist das nur das Empfangsgebäude. Die eigentlichen Räume und Gemächer befinden sich bestimmt in den angrenzenden Komplexen, die mit ihren Spitzbogenverzierungen um die Fenster dann doch einen echten Palast aus Tausendundeiner Nacht abgeben. Von der anderen Seite zeigt sich erst, wie groß das Gelände wirklich ist. Wie gemalt ziehen sich orientalisch anmutende Häuschen, ineinander verschachtelt mit Balkonen und Terrassen verbaut, an der Küste entlang. Drohende Kanonen mit langen, schmalen Rohren sind auf das Meer gerichtet und sollen den Palast schützen.
Ob der Sultan da ist? Oder weilt er noch in seiner Heimatstadt Salalah, wo er sich während der heißen Sommermonate gerne aufhält, weil dort das Klima kühler und erträglicher ist? Wachpersonal ist keines da, bis auf die beiden Soldaten, die dort faul in einer schattigen Nische sitzen und eher den Eindruck machen, als würden sie warten, bis der Tag endlich vorbei ist, als Wache zu halten.

Das Stadttor von Masqat

Das Stadttor von Masqat

Der Sultanspalast

Der Sultanspalast

Die Ministerialgebäude

Die Ministerialgebäude

Stolz sitzen die Forts über de Stadt.

Stolz sitzen die Forts über de Stadt.

© Thomas K., 2016
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Masqat - Nizwa - Salalah
Details:
Aufbruch: September 2011
Dauer: unbekannt
Heimkehr: September 2011
Reiseziele: Oman
Der Autor
 
Thomas K. berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.