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Michael's Reise im Januar und Februar 2007.
2. Januar in Hamburg. Ein Grossraumflieger von Emirates ist gerade aus New York gekommen und fliegt mit uns weiter nach Dubai. Sechs Stunden dauert das.
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Immerhin, die Ueberschrift steht. Der Rest ist leider beim final "Klick" auf dem Airport Dubai verloren gegangen. Soll ich etwa alles noch mal schreiben? Nee.
Der Duft, das ist das Wichtigste. Dubai riecht nach Fragrance, weil alle Passagiere zum Duty Free laufen und entweder eine Probe verspruehen oder sich einen Liter guenstig einkaufen. Boss, Homme, Dior, Chanel, Himbeereis? Ich kenn mich da nicht aus, aber es riecht bemerkenswert. Als wollten alle einander betoeren.
Grossartig: Einen Costa Kaffee trinken und die endlose Schlange der Fluggaeste vorbeiflanieren sehen. Morgens um 2 wohlgemerkt. Araber, Inder, Tamilen, Mongolen, bleiche Australier, bleiche Europaer, bleiche Buren, wenige Schwarze.
Wieder Steppenasiaten, Skandinavier, Ceylonesen, teils bleich und braun Arm in Arm, jeder in seiner Tracht, kurze Hose und weisse Beine, Schleier, golddurchwirkte Puffhosen, armer, wuerdevoller Anzug. Ein echter Melting pot. Mehr als New York, wo am Ende ja doch alle Amerikaner sind. Hier trifft sich was in Dubai.
Unsere jungen Stewards und Stewardessen auf dem Flug von Hamburg konnten zusammen zehn Sprachen, sogar Suaheli - wurde stolz durchgesagt.
Und hier am Heimatairport von Emirates dann die Einheimischen, in scheuen, kleinen Gruppen. Drei Maenner im Kaftan, klobige Sandalen, weisse Tuecher spaerlich um den Kopf, einer mit kaputtem Auge, laufen rum in einer fremden Welt. Ist es ja auch.
Der Airport ist wie Stansted in teuer - sehr europaeisch, sehr westlich. Ich dachte: Was machen denn diese Maenner hier? Die passen hier gar nicht hin. Haben die auch Tickets? Transitsnob ich.
Das taeuscht. Dubai ist ein ober-chicer Flughafen. Nur nachts, wenn Emirates Passagiere aus Asien, Europa und sonstwo ablaedt und wieder einlaedt, sieht es ein bisschen aus wie auf dem Basar: Teppich mit Wuestenflair und Kunstpalmen. Aber der Flughafen wird ausgebaut.
Dann am aeussersten Ende des Terminals (ca. 1 km Fussmarsch) eine Frau im Sari mit farbenfrohen, violetten Motiven. Steht am Check in. Nickt freundlich. Wird auf einen Wartesitz geschickt.
Sie zeigt mir ihr Ticket. Abflug in Hyderabad um 22 Uhr. Die will gar nicht weg. Die ist schon vor Stunden angekommen.
"Bus" sagt sie. Mehr kann sie nicht. Spricht irgendeine seltsame Sprache - und das am Check In fuer Osaka. Eine Inderin, vielleicht zum Geldverdienen hierher gekommen, weiss aber nicht wohin.
Dann nimmt sich doch eine Stewardess ihrer an. Was aus der wohl wird?
Wie im KaDeWe, nur reicher und ethnischer.
Morgens um 5:15 Weiterflug nach Delhi. Ein Katzensprung. Einmal den Golf am Iran entlang, nach Pakistan eingebogen und kurz hinter der Grenze geht schon der Sinkflug los in die grosse Stadt.
Der Mann auf dem Sitz neben mir spricht Hindi mit seinem Nachbarn. Zwischendurch merke ich immer wieder auf, lausche und weiss nicht warum. Dann merke ich, es sind deutsche Satzteile dazwischen.
Der Mann hat eine sehr dicke Brille. 80 Dioptrien oder so was. Mitte 50 Jahre alt, traegt einen Sikh-Turban. (Wie heisst das auf Sikh?) Ich spreche ihn an.
Er ist Sikh aus Afhanistan, vor dreissig Jahren zum Studium nach Deutschland gekommen, lebt in Muenchen und handelt mit
bayrischen Lederhosen. Die macht sein Bruder in Delhi. Er sagt, was er braucht und in zwei Tagen sind die Lederhosen per Flugzeug bei ihm - just in time.
Sein Bruder und er haben eine Fabrik in Delhi: 100 Angestellte. "Woh", sage ich. Er winkt ab. Ein anderer Zweig seiner offenbar grossen Familie, ebenfalls in Muenchen beheimatet, hat in Delhi eine Fabrik mit 500 Arbeitern. Alle machen bayrische Lederhosen. Seltsam.
So jetzt landen wir aber.
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