China-Reisebericht :Transmongolische Eisenbahn 2013

Tag 11, 20.05.2013, Ankunft in Peking

Den ersten Halt des Tages in Cszininnan (KM: 7356) von 05:47 - 05:56 Uhr habe ich überhaupt nicht mitbekommen.

Bei dem Halt in Datong (KM: 7483) von 07:59 - 08:11 Uhr, bin ich kurz vor der Abfahrt wach geworden.

Nach der Morgentoilette und einer Rasur, die mal wieder fällig war, mache ich mir erst mal einen Kaffee mit heißem Wasser aus dem Samowar. Es wird der letzte im Zug sein, da wir in wenigen Stunden in Peking eintreffen.

Etwa 1 Stunde von Datong entfernt entdeckt Jemand ein Stück der Chinesischen Mauer.

Auf den Feldern entlang der Zugstrecke wird gearbeitet.

Unseren letzten Stopp vor Peking in Chjancszyakounan (KM: 7661) von 10:36 - 10:46 Uhr können wir nur auf dem Bahnsteig verbringen, da nicht genügend Zeit ist um in die Bahnhofshalle zu laufen.

Wieder keine Möglichkeit an Chinesisches Geld (Yuan) zu kommen. Werde ich halt am Bahnhof in Peking zuschlagen müssen. Heute Morgen, nach dem Aufwachen, fand ich 2 Essensgutscheine auf dem Tisch. Einer davon war für ein Frühstück im Speisewagen.

Das Frühstück habe ich leider verpasst. Der 2. Gutschein war dann aber für ein Mittagessen im an der Grenze neu angehängten Chinesischen Speisewagen.

Da jeder einen Gutschein bekam, war ziemlich Betrieb und wir (meine Nachbarn aus Abteil IV und ich) gingen erst zum Schluß der Gültigkeit (10:30 - 11:30 Uhr). Es gab eine Kleinigkeit (Reis, Fleischbällchen und Gemüse), nichts Besonderes, aber ok.

Nach dem Essen stand ich dann die meiste Zeit am geöffneten Fenster und schaute auf die vorbeirauschende Landschaft.

In der folgenden Zeit durchfahren wir bis etwa 1 Stunde vor Peking 64 Tunnels.

Auch ein kleiner Tempel ist auf einem Berg neben der Bahnlinie.

Diese Arbeiter müssen von den Gleisen, da wir vorbei wollen.

Den Südbahnhof Pekings (Beijing South Railway Station) passieren wir ohne Halt. Hier fahren hauptsächlich die Chinesischen Schnellzüge ab.

Mit etwa 10 Minuten Verspätung kommen wir im Bahnhof Peking (KM: 7865) (geplante Ankunft 14:04 Uhr) auf Gleis 6 an.

Um 14:22 Uhr bin ich vor dem Bahnhof (Beijing Railway Station) und hier ist die Hölle los.

Bis jetzt habe ich noch keinen Geldautomaten (ATM) entdeckt, aber die riesen Schlange am Taxistand ist mir nicht entgangen. Ich setzte mich erst mal hin, nachdem ich schon X-Mal angesprochen wurde, ob ich ein Taxi brauche. Klar brauche ich eins, aber nicht bei euch denke ich mir.

Nachdem ich sitze schalte ich auf dem Handy Facebook an, um meinen Status anzugeben. Keine Chance es zu laden, obwohl die 3G-Verbindung super gut funktioniert. Keine Ahnung was jetzt wieder los ist. Da ich Taxi fahren will, aber kein Geld habe, halte ich Ausschau nach einem ATM. Gegenüber des Bahnhofes sehe ich ein Bankenschild. Meinen Koffer schleppe ich über die Brücke.

Direkt zu einer Bank, einer der ATM ist sogar frei.

Nachdem ich meine Karte reingesteckt habe, PIN richtig eingegeben (komisch, die wollen 6 Ziffern, hab aber nur 4) und den Betrag eingegeben habe, geht es weiter. Nach einer Weile kommt eine Meldung, dass es ein Problem gibt und ich mit meiner Bank sprechen soll. Ich brauche keine Gespräch, sondern Geld. Mir gehen schon Gedanken den Kopf, was ich mache, wenn meine VISA-Karte in China nicht funktioniert. Ein bisschen Bargeld (Euro) habe ich noch zum Tauschen. Vielleicht bekomme ich auch mit meiner Mastercard in einer Bank Geld, da ich für diese Karte keine PIN habe. Also ein 2. Mal probiert und das Ergebnis ist das Gleiche.

Ich lasse mir die Karte wieder geben. Also, die Karte habe ich noch, dachte schon die wird eingezogen. Am Besten probiere ich es noch an einem anderen ATM, vielleicht von einer anderen Bank. In der Nähe ist ein riesen Shoppingcenter, da wird es doch einen ATM geben.

Ich schleppe (hat zwar Rollen, aber es gibt immer wieder Treppen) meinen Koffer zum anderen Ende und finde tatsächlich einen Automat.

Gleiche Prozedur, Karte rein, PIN eingeben (4 Stellen ist hier ok, gut) und Betrag eingeben. Es rattert und mein Geld kommt. Wo bleibt die Karte? Ach so! Frage, ob ich eine Quittung will noch nicht beantwort. Dann kommt auch meine Karte. Jetzt habe ich erst mal Geld, aber lauter Hunderter Scheine.

1.- Euro entspricht in etwa 8.- Yuan und nach meinen Recherchen dürfte ein Taxi zu meinem Hotel (ca. 6 km entfernt) bei normaler Verkehrslage ca. 25.- Yuan (10.- Yuan Grundgebühr und der erste km, jeder weitere km kostet 2.- Yuan) kosten.

Meistens können Taxifahrer nicht wechseln und es gibt Probleme. Also kaufe ich irgendwo eine Flasche Wasser, die 3,50 Yuan kostet und schon habe ich Kleingeld.

Vor dem Shoppingcenter versuche ich ein Taxi zu bekommen, keine Chance. Ich kann einige Anhalten, keiner will fahren. Die Einen wollen gar nicht und Andere wollen den Taxameter nicht einschalten, für 80.- Yuan würde ich mitgenommen. 10.- Euro sind das, Normalpreis mit Taxameter ist ca. 3.- Euro. Peking ist wie überall in Asien, Taximafia, die dich übers Ohr hauen will. Da mache ich nicht mit. Wenn ich doch nur weniger Gepäck hätte, dann würde ich die Metro nehmen. Metro fahren in Peking ist superbillig. Egal wo man hin will kostet es 2.- Yuan (ca. 25 Cent).

Also wieder über die Brücke zurück zum Bahnhofsvorplatz, die Schlange am Taxistand ist immer noch genauso lang und kaum dort spricht mich einer an. Er habe ein Taxi mit Meter. Ok sage ich, wo ist der Haken denke ich. Er fragt wo ich hin will. Nachdem ich es gesagt habe, meint er das die Fahrt dorthin mit dem Taxameter 150.- Yuan kostet, er aber billiger ist. Also doch kein Meter, ich laufe wortlos weiter und entschließe mich doch mit der Metro zu fahren. Ich gebe auf meinem Handy bei Google Maps mein Ziel ein und schon bekomme ich alles anzeigt.

Ich schleppe meinen Koffer in die Metro (Station: Beijing Railway Station), die natürlich wieder auf der anderen Seite ist. Zurück über die Brücke, Treppe runter und beim Securitycheck alles durchleuchten lassen. Am Ticketschalter sind mehrere Schlange, es geht aber überraschend schnell und ich habe meine Fahrkarte (Einheitspreis 2.- Yuan).

Mit der Linie 2 (Ringlinie) fahre ich 2 Haltestellen bis zur Station Chaoyangmen, dort wechsle ich in die Linie 6.

Nach kurzer Wartezeit steige ich ein und die nächste Station Dongdaqiao wieder aus. Ganz schön voll, aber ging besser als ich gedacht habe. Nur wenige Minuten Fahrzeit und das Ganze für 25 Cent.

Jetzt sind es noch etwa 200 Meter die Straße entlang, einmal kurz links abbiegen und nach 50 Metern auf der rechten Seite ist das Hotel. Daneben ist auch direkt ein Supermarkt (7eleven), praktisch kann man sich gleich was zu Trinken holen.

Es ist schon kurz vor 16 Uhr, als ich in der Lobby eintreffe.

Meine Reservierung geht in Ordnung und nach Durchziehen meiner Mastercard (Deposit), bekomme ich ein Zimmer in 2. OG. Sieht ganz gut aus hier.

Das Bad ist auch in Ordnung. Im Zimmer stinkt es nach Rauch, zum Glück kann man die Fenster öffnen.

Nach einer Dusche und frischen Kleidern mache ich mich auf den Weg um einen der berühmten Nachtmärke zu suchen. Der Donghuamen Nachtmarkt ist in den Seitenstraßen der Wangfujing Straße, der bekanntesten Shopping-Meile Pekings.

Am Besten man fährt mit der Linie 1 zur Station Wanfujing und läuft in die Wanfujing Straße, dann geht es nach einem Stück links rein. Es ist nicht zu übersehen, rote Lampions und Menschenmassen.

Weitere Stände gibt es auch noch wenn man die Fußgängerzone bis zum Ende durchläuft und dann links rein. Hier gibt es wirklich exotisches Essen (nicht mein Geschmack) Hund, Schlange, Innereien usw. Ich hole mir einfach Nudeln mit Gemüse, das Ganze sehr scharf. 30.- Yuan (3,75 Euro), kein Schnäppchen für Nudeln oder abgezockt worden, aber es war lecker. Im Anschluss fahre ich wieder mit der Metro zurück zum Hotel.

Zwischenzeitlich weiß ich auch was das Problem ist, warum Facebook nicht funktioniert. Die Chinesen habe eine Menge ausländische Webseiten gesperrt, unter Anderem auch Facebook und diverse Blogseiten.

© 1000 Baht, 2013
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Mit dem Zug von Frankfurt/Main über Bratislava nach Moskau und weiter mit der Transmongolischen Eisenbahn durch Russland und die Mongolei nach Peking
Details:
Aufbruch: 10.05.2013
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 24.05.2013
Reiseziele: Deutschland
Österreich
Slowakei
Ukraine
Russland / Russische Föderation
Mongolei
China
Vereinigte Arabische Emirate
Der Autor
 
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