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Nun ist es endlich soweit und ich werde ein Jahr lang dem trüben Alltagstrott entfliehen. Hongkong, Australien, Neuseeland und Thailand stehen auf dem Programm. Fremde Kulturen, überwältigende Gegenden und neue Eindrücke satt.
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Mittwoch, 04.05.
Der Flug nach Hongkong verlief geruhsam wie erwartet, wobei ich kaum geschlafen habe. Die Zeitumstellung tat ihr uebriges. Als ich dann noch mein Hostel sah war dann Schicht im Schacht und ich habe mich am Dienstag nur noch ins Bett gelegt und gehofft, dass der morgige Tag besser wird. Pech gehabt. Jet lag sei dank, habe ich die ganze Nacht nur etwa zwei Stunden geschlafen und bin heute noch schlechter drauf gewesen, als gestern. Habe mich dann um acht Uhr morgens in den Kowloon Park gesetzt und den alten Leuten beim Tai-Chi zugesehen. Sogar die wirken noch gehetzt.
Um zehn Uhr habe ich mich dann ins Hong-Kong Museum of Art geschlichen und die Austellung angesehen. Gluecklicherweise war Mittwoch und der Eintritt frei. Mir hat so ein komischer Buddha Anhaenger fuer eine neue Tempelanlage zuvor schon 200 $ abgeluchst. Und dabei bin ich niemand, der schnell Geld rausrueckt. Naja immerhin beten sie jetzt fuer mich. Oder sowas in der Art...
Aber zuerst mal zurueck zum Museum. Die Ausstellung war hauptsaechlich von alten Landschaftsbildern gepraegt. Die Chinesen haben dafuer irgendwie einen faible. Zwischen den ganzen Landschaften fand man dann nach kurzem orientieren noch eine Abteilung fuer alte Gegenstaende. Manch einer nennt es auch Kunstobjekte. Der Teil fuer moderne Kunst war der Beste. Hauptsaechlich Farbdrucke, die im vergleich zum traditionellen Landschaftsbild beinahe rebellisch wirkten.
Nach dem Museum hab ich mich dann noch ne Weile in der Stadt rumgedrueckt und bin dann ins Museum of Space. Gewidmet der menschlichen Raumfahrt. Oder so aehnlich...
Neben alten Bildern der Raumfahrtgeschichte und Versuchen, die die Raumfahrt praktisch naeher bringen sollen gabs noch einige Filme. Dummerweise waren mehere Horden uniformierter Schulkinder im Museum und haben es irgendwie lustig gefunden, alles auf chinesisch ablaufen zu lassen. Die kleinen Goeren wollten mich aergern!!
Naja vielleicht lag es auch daran, dass es ihre Muttersprache ist... wobei ich das fuer einen Vorwand halte!
Nach dem Museumsbesuch, der mir nicht wirklich viel gezeigt hat, dass ich nicht bereits wusste, ging ich dann noch ne Stunde in mein Loch (Ich betitel diese Absteige vortan weiter so, da es am naechsten rankommt. 2x2m, ein Doppelbett, eine Klimaanlage, keine Fenster und sonstigen Luxus) um ne Runde zu pennen. Als ich um drei dann wieder Aufstand fuhr ich mit der Bahn zum Flugplatz und habe versucht abzuklaeren, ob ich mich nun fuenf Tage frueher aus diesem Irrenhaus verziehen kann, oder ob ich die ganze Strafe absitzen muss. Leider konnte mir die freundliche Dame am Empfang nicht helfen und so musste ich unverrichteter Dinge, jedoch mit ihrer Telefonnummer, wieder abziehen, um es Freitag nochmals zu versuchen. Supi!
Wieder in Kowloon angekommen (so heisst der Stadteil, in dem ich untergekommen bin), habe ich erstmal den Hausverwalter angeschissen und nach einem Zimmer mit Fenster verlangt. Der halbe Meter hat sich angestellt, als wolle ich eine Horde Freiberuflicher Freudenmaedchen auf meinem Zimmer. Wobei das hier wahrscheinlich noch einfacher ist. Naja schliesslich meinte er, dass er morgen um 12 mal vorbei kommt. Dann wird sich zeigen, was Sache ist.
Ich muss nochmal kurz auf meine tolle Unterkunft zu sprechen kommen. Sie befindet sich ueber einer riesigen Mal, die vornehmlich von zwielichtigen Gestalten beherrbergt wird. Ueberall stehen pseudo Sicherheitsbeamte, die mir gerade mal bis zum Kinn gehen und versuchen die Ordnung aufrecht zu erhalten. Naja bis jetzt scheint das ganz gut zu klappen. Mein Zimmer liegt im 17. Stock und der Fahrstuhl, welcher chronisch besetzt ist, faehrt nur bis zum 15. Lustig oder?
Naja man kann ja nicht alles haben.
War dann nachdem ich mit dem Vermieter geredet habe thailaendisch essen. Nennt mich ignorant, aber einen krassen Unterschied zu unserem Chinesen daheim habe ich nicht erkennen koennen. Und Hund gabs keinen auf der Speisekarte, genau so wenig wie Schlange. Musste mich dann mit Huhn begnuegen. Hat aber sehr gut geschmeckt.
Letztendlich gabs noch nen leckeren Cafe von Starbucks und am Starfairy Peer wurde das Feuerwerk ueber Hongong Central bewundert. Zusammen mit halb Hongkong!
Das war die Zeit bis Mittwoch Abend 21 Uhr. 15 Uhr MEZ
Ich hoffe niemand hat den Bericht gelesen, der hier vorher stand. Er war zu kurz, formal schlecht und einfach bescheiden...
Ach noch kurz ein Wort zu diesen aeusserst penetranten Strassentypen, die zu hunderten an der Strasse entlang lungern und auf pasanten warten, die sie mit irgendwelchen Offerten belaestigen koennen. Diese >Gassenkreaturen< tragen massgeblich zu meiner schlechten Laune bei. "Hey, my friend! Haschisch?", ist eine der vielen Alternativen. Oder: "Come in and watch my shoes" "Wanna fake watch?" "Hey you are a luky man! Come inside and watch my nice shirts!"
Mitlerweile ignoriere ich sie gekonnt, aber bis etwa 20:00 waere ich gerne mit ner Kettensaege durch sie durch gelaufen. Oder ner Flasche Salpetersaeure. Diese Grossstadtterroristen.
Naja genug der Hasstiraden. Vom Essen, der Aussicht und der Mentalitaet (bis auf Hotelbesitzer und Strassenirgendwas), ist Hongkong cool. Und auch einkaufen kann man hier sicher gut. Doch die Luft ist so dick, dass ich probleme mit dem Atmen habe (sollte mir vielleicht ein paar Zigaretten kaufen, um die Luft zu sieben). Und der Laerm und das ewige gestresse auf den Strassen nervt auch ziemlich.
Sorry ist nochmal so rausgerutscht. 
so long....
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