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Nun ist es endlich soweit und ich werde ein Jahr lang dem trüben Alltagstrott entfliehen. Hongkong, Australien, Neuseeland und Thailand stehen auf dem Programm. Fremde Kulturen, überwältigende Gegenden und neue Eindrücke satt.
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Samstag, 07.05
Heute morgen gleich nach dem Aufstehen um neun Uhr habe ich erstmal mein Zimmer bis Montag verlaengert. Dummerweise hat mein Vermieter noch gepennt und war nicht gerade erfreut, dass ich ihn geweckt habe. 
Bin dann mit zum Central District gefahren und zum Busbahnhof gelaufen, weil ich dachte, dass ich von dort zum Ocean Park komme. Fehlanzeige. Ein freundlicher Busfahrer hat mich laechelnd darauf hingewiesen, dass der Bus zum Ocean Park DIREKT beim Star Fairy Pier abfaehrt. Geil! 15 Minuten umsonst gelatscht. Also zurueck getrampelt, 209 $ fuer Busticket und Parkeintritt hingeblaettert und ab in den Ocean Park.
Der Park ist in zwei Ebenen aufgeteilt und im grossen und ganzen vergleichbar mit dem Europapark. Mit ein paar kleinen Ausnahmen. Er hat das groesste simulierte Meerhabitat Asiens. Ich also die ganzen Achterbahnen links liegen gelassen, in die Gondel gesprungen (der Seaworld verschnitt ist auf der anderen Seite des Berges) und zum Aquarium. Unterwegs bin ich ueber ne Delphinshow gestolpert. Da sie in gerade anfing habe ich sir mir noch schnell angesehen. Erstaunlich, was man aus Robben und Delphinen alles rausholen kann.
Nach der 30minuetigen Show gings dann ins Haibecken. Besser gesagt vor das Haibecken. Etwa 10 verschiedene Haiarten tummeln in einem Becken. Mich wundert es, dass die sich nicht gegenseitig fressen. Hammerhaie, Riffhaie, Rochen und noch zwei komische Haie, die aussehen wie der grosse Weisse, doch ein bisschen kleiner sind. Begegnen wollte ich ihnen dennoch nicht.
Nach dem Haiaquarium gings dann in das kuenstliche Riff. Das Riff ist ueber drei oder vier Ebenen aufgebaut und wirklich fantastisch anzusehen. Grob geschaetzt wuerde ich sagen, dass sie mindestens 200 verschiedene Arten darin haben. Auch wieder viele Haie, Rochen und anderes "Schwimmzeugs". Danach habe ich mir noch die Pandas angesehen. Die armen Viecher. Sie haben zwar ein grosses Gehege, doch sind sie getrennt. In jedem Gehege einer. Permanent von starrenden Menschenmassen bedraengt. Einer stand vor einem Gitterfenster an der Wandseite und wippte lethargisch hin und her. Erinnerte mich irgendwie an "Instinkt". Haette ihn am liebsten eingepackt und mitgenommen. Dummerweise ist er genau so gross wie ich...
Bin dann noch durch die kleineren Attraktionen wie Schmetterlingshaus, Dinosaurierland und Japanese Garden gesprungen und habe mich nach etwa 4 Stunden Ocean Park wieder auf den Heimweg gemacht.
Irgendwie ueberkam mich das Beduerfnis, noch nach Lamma Island zu fahren und mir die Inseln anzuschauen. Also ab in Faehre, 40 Minuten fahrt zur Insel und dann feststellen: "Scheisse, wo bin ich denn hier?". Lanna Island ist ne Insel mit, ich nenne es mal Slum, zwei Slums und zwei Anlegehafen fuer Faehren. Ich bin dann einfach mal blind drauf losgelaufen und quer ueber die Insel gewandert. Hauptsaechlich leicht bewachsener Berg, mit sporadischem Urwald in den Taelern. Nach etwa eineinhalb Stunden Wanderung und einem Sonnenbrand an beiden Armen kam ich in dem kleinen Dorf auf der anderen Seite an und musste feststellen, dass mich diese ignoranten Faehrleute nicht auf die Faehre lassen wollten. Sie meinten ich haette das Ticket fuer diese Faehre schon im Central District kaufen muessen. Bitte was?? Wie dem auch sei, ich zum zweiten Pier in dem Doerfchen und umgeschaut. Die naechste Faehre ging erst um 19:20. Na dann halt knappe ZWEI Stunden im nichts verbringen. Habe ja eh nichts zu tun...
Habe dann einen Mann, der am Pier stand etwas gefragt, dass ich inzwischen wieder vergessen habe. Er hat irgendwie sofort erkannt, dass ich aus Deutschland komme. Spricht nicht unbedingt fuer mich
. Es stellte sich raus, dass er auch aus Deutschland ist und hier gerade Urlaub mit seiner Frau macht. Er hat mich dann in der Zeit, in der wir warten mussten, zu einem leckeren chinesische Essen eingeladen. Also zig verschiedene Sachen bestellt, und jeder hat von dem gegessen, was ihm am besten geschmeckt hat. Es gab irgend ne Riessenmuschel oder sowas in der Art, Haehnchen in suesser Sosse, irgendwelche Schalentiere, die etwas groesser waren wie Scampis (sorry, kenne mich mit dem Krabbendingelings nicht aus
) und Reis mit Garnelen oder so etwas. Alles sehr lecker, wobei der Scampi verschnitt verdammt schwer zu essen war.
Nach dem Essen gings mit der Faehre wieder zum Central District und schliesslich trennten sich unsere Wege in Kowloon.
Soviel zum Tag...
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