Hongkong-Reisebericht :Hongkong und Thailand - diesmal ausgiebig

16./17.01. Anreise

Selten bin ich so angenehm in den Urlaub gestartet wie heute. Mein Flug geht erst um 19.00, so kann ich erst ausschlafen, dann noch einiges Erledigen, meinen Wohnung in Ordnung bringen und dann um 16:00 aufbrechen. Bereits30 Minuten später bin ich am Flughafen. Der Stuttgarter Flughafen ist nicht sehr groß und die Check In Schalter gleich schräg rechts wenn man die Rolltreppe von der S-Bahn hoch kommt. Es sind 4 Schalter geöffnet und nur an einem steht jemand. Der Business Schalter ist der nächste und nachdem die Dame mich freundlich anlächelt denke ich mir, ich geh einfach mal gleich hierher. Gestern Abend habe ich noch ein Online-Check In gemacht. Sozusagen als Notfallplan damit ich überhaupt einigermaßen sitzen kann. Plätze am Notausgang ließen sich wieder einmal nicht reservieren. Umso erfreulicher, als die Dame von sich aus frägt, ob ich nicht eine Platz am Notausgang habe möchte. Na selbstverständlich. Und was noch wichtiger ist, auch für den anschließenden Langstreckenflug hat sie einen Platz am Notausgang für mich.
Der Flug ging pünktlich und es gab das gewohnt gute Essen. Räucherlachs und dann Köfte mit Bulgur. Als Nachtisch eine Art Käsekuchen.
Der Flughafen Istanbul war derart überlaufen wie ich es bisher noch nicht erlebt habe. Andererseits war ich bisher auch immer eher tagsüber hier und Turkish Airlines boomt auf der Asienstrecke. Das Problem ist, dass es viel zu wenige Sitzplätze hier gibt (nicht nur in Kneipen sondern überhaupt.) So bi ich über eine Stunde auf dem Flughafen immer auf und ab gelaufen bis endlich bekannt war, an welchem Gate es los geht. Dann ging es allerdings ziemlich schnell. Der Weg war richtig weit und unterwegs kam dann auch plötzlich schon "Last Call". Da hieß es dann sputen.
Leider sind wir dann trotz pünktlichem Check in aus irgendwelchen Gründen in der Startwarteschlange gestanden.
Bis auf ein paar kleineren Turbulenzen war der Flug recht ruhig. Diesmal gab es Käse, Marinierte Artischockenboden und ich habe das marinerte Hähnchenbrustfilet gewählt mit Käseravioli und Blattspinat. Die kleinen Ravioli waren etwas angetrocknet aber abgesehen davon war es wieder lecker. Vor der Landung gab es wieder das übliche Frühstück - nur mit Burek zum Ei.
In Hongkong ging es erst einmal über ewig lange Rollbänder zu einem Pendelzug und mit dem dann zur Migration und Gepäckausgabe. Vor der Passkontrolle haben drei Chinesen die anströmenden Massen so geschickt zwischen den offenen Schaltern hin und her geschleust, dass die Zollkontrolle trotz dem heftigen Ansturm in kürzester Zeit durch war. Und trotzdem war das Gepäck noch schneller. Auf dem Weg zum Gepäckband sah ich meinen Koffer wie er beinahe schon wieder am Verschwinden war.

Direkt wenn man durch die Zollkontrolle durch ist, ist links gleich der große Schalter für den Expresszug nach Hongkong. Ich hatte mich allerdings kurzfristig auf dem Flug entschieden, doch einen der Flughafenbusse zu nehmen weil ich mit dem Zug noch einmal umsteigen muss, der A12 aber wohl ziemlich direkt bei meinem Hotel hält. Dazu ist er noch um einiges günstiger. Ein paar Meter weiter gibt es eine kleine Hongkong Information. Dort frage ich, wo ich die Octopuscard bekomme, die aufladbare elektronische Fahrkarte für die Hongkonger öffentlichen Verkehrsmittel. Sie schickt mich zum Schalter vom Expresszug zurück. Da bekomme ich ihn, Allerdings kann man nicht mit Kreditkarte oder so zahlen, sondern nur bar. Schade dass es da keinen Hinweis auf die Karte gibt. So gut wie sonst alles durchorganisiert ist würde das den Ankömmlingen auch helfen. Die Karte kostet 150 $, davon sind 50 Kaution. Der Zug 100 $, der Flughafenbus 45 $. Ein bisschen was sehe ich noch von Hongkong bevor es dunkel wird. Dafür gibt es dann umso mehr Lichter zu sehen. Es ist leider ziemlich trübe diesig, Hoffentlich wird das die nächsten Tage noch besser.
Tatsächlich hält der Bus in unmittelbarer Nähe vom IBIS North Point. Es wird sogar bei der Haltestelle in der Busanzeige mit aufgehführt. Allerdings laufe ich erst ein kurzes Stück in die verkehrte Richtung bis ich jemanden Frage der mich wieder zurück schickt.
Mein Zimmer liegt im 25. Stock mit Hafenblick. Soweit so schön. Dann aber die unangenehme Überraschung. In Europa gilt für alle Ibis, dass es nur eine Zimmerart, nämlich mit Doppelbett gibt. Hier aber nicht. Ich habe ein Einzelzimmer mit ziemlich kleinem Bett. Ich hoffe dass ich trotzdem die vier Nächte einigermaßen überstehe. Doppelzimmer zum Tauschen gibt es ärgerlicherweise keine. Die sind alle belegt.
Ich habe mich eingerichtet und bin wie üblich zu einem ersten Erkundungsgang ausgezogen. Gleich ein paar Meter weiter geht es zur Metro North Point und ringsum wimmelt es von 7Up, anderen Läden wo man was kaufen kann und kleine Restaurants und Garküchen. Zum Frühstücken habe ich zwar noch nichts gefunden, aber nachdem ich Hunger hatte schon eine kleines Restaurant getestet. Nudeln mit sehr leckeren Garnelenbällchen, dazu eine kleine Flasche Wasser, ein Teller grünes Gemüse und eine Suppe für insgesamt 43 $, also etwa 4,5 €. Auch eine richtig gute Kneipe habe ich schon gefunden. In der Java Str. nur vielleicht hundert Meter vom Ibis weg. Das gezapfte Asahi war mit 71 $ für ein großes Glas zwar teuer, aber das ist es mir im Urlaub wert.
Inzwischen ist es 22:22 und Zeit schlafen zu gehen.

Mein Zimmer im Ibis

Mein Zimmer im Ibis

© Stefan Böhm, 2014
Du bist hier : Startseite Asien Hongkong Hongkong-Reisebericht
Die Reise
 
Worum geht's?:
Es ist soweit, meine jährliche Reise für 2014 steht an. Dieses mal geht es erst nach Hongkong, von dort mit der Fähre nach Macau und von Macau mit Air Asia nach Chinag Mai in Nordthailand. Hier in Nordthailand habe ich vor etwa 4 Wochen lang kleinere Städtchen wie Mae Hong Son, Lampang, Prae, und andere im Isan zu besuchen. Am Ende geht es dann noch nach Bangkok mit kurzem Abstecher nach Hua Hin. Auf dem Heimweg werde ich dann schon traditionelll drei Tage Stop in Istanbul einlegen.
Details:
Aufbruch: 16.01.2014
Dauer: 6 Wochen
Heimkehr: 27.02.2014
Reiseziele: Thailand
Hongkong
Macau
Der Autor
 
Stefan Böhm berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Stefan über sich:
Hallo zusammen,

seit 1989 unternehme ich jedes Jahr eine 4-6-wöchige Reise auf eigene Faust. Dabei zieht es mich bevorzugt Richtung Asien.
Als Junggeselle bin ich meistens alleine unterwegs, was mir Flexibilität bei meinen Planungen gibt. So schmeiße ich so gut wie auf jeder Reise irgendwann einmal vorgeplante Routen um.
Weitere Interessen sind
WOW, kochen (und essen), Lesen, Filme (insbesondere Eastern + Anime)