Zur Kirschblüte nach Japan - oder - in Japan ist alles anders

Reisezeit: März / April 2016  |  von Herbert S.

Nara: Tōdai-ji Tempel und Kasuga-Schrein

Tōdai-ji-Tempel

Der Tōdai-ji (jap. 東大寺, wörtlich: „östlicher großer Tempel“) ist ein buddhistischer Tempel. Uns erwartet das größte Holzbauwerk der Welt mit Japans größten Buddha, flankiert von eben zwei weiteren nur unwesentlich kleineren.

Zugang zum Eingangstor

Zugang zum Eingangstor

das Eingangstor (Nandaimon) stammt aus dem Jahr 1199 - die beiden Wächterstatuen (Niô) sind beachtlich groß

das Eingangstor (Nandaimon) stammt aus dem Jahr 1199 - die beiden Wächterstatuen (Niô) sind beachtlich groß

die zwei Wächterstatuen sind 8,5 Meter hoch.

die zwei Wächterstatuen sind 8,5 Meter hoch.

Die Haupthalle ist mit einer Breite von 57,01 Metern, einer Tiefe von 50,48 Metern und einer Höhe von 48,74 Metern das größte rein aus Holz gebaute Gebäude der Welt.

Haupthalle

Haupthalle

Die angesetzten 50 min zur Besichtigung reichen, obwohl massives Gedränge herrscht und die Motive zahlreich sind.

Die Statue des Großen Buddha (daibutsu) stellt Buddha Vairocana (jap. Birushana, bzw. Dainichi) dar. Sie befindet sich in der größten Halle des Tōdai-ji, Daibutsuden (大仏殿), welche 1708 neu aufgebaut wurde, ursprünglich aber noch um ein Drittel größer gewesen sein soll. Die aus Bronze gegossene Figur ist alleine 15 m hoch und 452 t schwer. Die große Buddhafigur wurde im Jahr 751 fertig gestellt. 450 Tonnen Kupfer, 500000 Zimmerleute und 37000 Schmiede wurden benötigt um diese gewaltige Statue im Inneren des Tempels zu errichten.

Die Figur hat eine Höhe von 16,2 Metern und wiegt 452 Tonnen. Der Sockel ist noch einmal 3 Meter hoch.

Die Figur hat eine Höhe von 16,2 Metern und wiegt 452 Tonnen. Der Sockel ist noch einmal 3 Meter hoch.

Die Anlage des Tōdai-ji zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Der Tempel wurde 745 in der Nara-Zeit im Auftrag von Kaiser Shōmu erbaut, die Buddhafigur wurde 751 fertiggestellt.
Putzig ist eine Holzsäule mit großen Loch, durch das man kriechen soll (sofern der Bauchumfang es zuläßt) um ein langes Leben zu erlangen.

Bemerkenswert ist auch die verwitterte Holzstatue des Arhat Pindola-Bhāradvāja direkt neben dem Tempeleingang. Sie stammt aus dem 18. Jahrhundert. Da sich Pindola mit Zauberei beschäftigt haben sollte, musste er vor dem Tempel bleiben. Die Legende besagt, dass man einen Körperteil der Figur reiben soll und anschließend über den eigenen ebenfalls reiben soll. Dann bleibt dieser Körperteil von Krankheiten verschont.

Des Weiteren befindet sich in der Anlage auch ein Shinto-Schrein, der der Gottheit Hachiman geweiht ist. Zur Nara-Zeit galt dieser als Schutzgott des großen Buddhas.

Osaka Säule zum Gedenken an den 'thousand-priests-service' an Buddhas Geburtstag

Osaka Säule zum Gedenken an den 'thousand-priests-service' an Buddhas Geburtstag

Bereits auf dem Weg zur nächsten Sehenswürdigkeit begegnen uns ganze Horden von uniformierten und vor allem disziplinierten Schulklassen.

durch einen schönen Wald mit  interessanten stark ausufernden Baumwurzeln führt der Weg zum Kasuga Schrein

durch einen schönen Wald mit interessanten stark ausufernden Baumwurzeln führt der Weg zum Kasuga Schrein

Der Weg zum Schrein geht durch den Nara Park, einem sehr schönen Wildpark. Hier leben zahme frei Hirsche.

Der Weg zum Schrein geht durch den Nara Park, einem sehr schönen Wildpark. Hier leben zahme frei Hirsche.

Über tausend steinerne Laternen säumen den Weg dorthin.

Über tausend steinerne Laternen säumen den Weg dorthin.

Kasuga Taisha Schrein

Der Kasuga Taisha ist ein Shinto Schrein. Er ist am Fuße der zwei heiligen Berge Kasugayama und Mikasayama gelegen. Ursprünglich befand sich der Hauptschrein auf dem Mikasa Berg. Später wurde er an dessen Fuß verlegt. Der Kasuga Taisha Schrein Nara gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Er war der Schrein der Familie Fujiwara und wurde zu Beginn der Nara-Zeit (710-794) erbaut, obwohl die Legende besagt, dass er 768 erbaut wurden sein soll. Des Weiteren stehen im Botanischen Man'yo Garten sehr viele alte Pflanzen und Bäume. Auf dem Gelände des Kasuga Taisha Schreins befinden sich auch noch einige Nebenschreine.

‚Schreine’ lösen inzwischen bei uns schon keine Extremreize mehr aus. Entsprechend kurz ist die Verweildauer.

© Herbert S., 2016
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Unser langehegter Wunsch wird wahr. Nach langen Recherchen wählen wir den unbequemen Weg - nicht mit dem Touristenbus, sondern mit Zug, Linienbus, Ubahn und zu Fuß. Dafür aber teilorganisiert.
Details:
Aufbruch: 25.03.2016
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 15.04.2016
Reiseziele: Japan
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 18 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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