Russland-Reisebericht :Transmongolische Eisenbahn 2013

Tag 4, 13.05.2013, Ankunft in Moskau

Der Zug hält erst wieder um 03:50 Uhr in Brjansk, wo die Grenzformalitäten durchgeführt werden.

Brjansk liegt in der Moskauer Zeitzone (Deutschland + 2 Stunden), weshalb die Uhr wieder 1 Stunde vorgestellt werden muss.

Die Passkontrolle wird von einer Grenzbeamtin durchgeführt. Ich gebe ihr meinen Pass mit dem kleinen Einreiseformular (2 Ausführungen), welches uns durch das Zugpersonal ausgehändigt worden war. Sie checkt meinen Pass, insbesondere das eingeklebte Visa, supergenau und mehrmals, bis ich den Einreisestempel in meinen Pass bekomme.

Auch den zweiten Teil des Einreiseformulars bekomme ich mit einem Stempel versehen zurück.

Kurze Zeit später betritt ein Russischer Zöllner das Abteil. Nachdem er gemerkt hat das ich keine seiner Fragen beantworten kann, da ich nichts verstehe, schaut er kurz unter mein Bett. Koffer oder andere Gepäckstücke will er nicht sehen. Auch muss ich kein extra Formular ausfüllen.

Um 04:25 Uhr ist dann alles erledigt und der Zug setzt sich ca. 35 Minuten Verspätung (Planmäßig 03:52 Uhr) in Richtung Moskau in Bewegung.

Ziemlich pünktlich um 10:00 Uhr kommt mein Zug in Moskau auf dem Kiewer Bahnhof (russisch Киевский вокзал / Kijewski woksal) an.

Mein Koffer ist ziemlich schwer und ich muss ihn mehrfach über die Treppen tragen, um in die Metrostation zu kommen. Die Station "Kievskaja" ist alles andere als übersichtlich, dass überall kyrillische Schriftzeichen verwendet werden ist alles andere als hilfreich für mich.

Nachdem ich zunächst keine Fahrscheinautomaten, sondern nur Kassen mit Menschenschlangen davor gefunden habe, überlege ich mir vielleicht doch ein Taxi zu nehmen. Also halte ich erst mal Ausschau nach einem Geldautomaten. Mit meiner DKB-Visakarte kann ich problemlos Geld bekommen, Gebühren Null. Seitlich neben dem Bahnhofsgebäude finde ich einen Taxistand und spreche den ersten Fahrer an. Er kann natürlich kein Englisch (außer scheinbar Zahlen, vor allem die Tausender-Reihen) und ich zeige ihm die Adresse meines Hotels. Sein Angebot kommt sofort, "two thousand Rubel" (ca. 50. - Euro). Ich lache und sage "never, four hundred", woraufhin er "one thousand" sagt. Ich drehe mich herum und laufe weg in Richtung Metro. Wieder Treppen, also Koffer hoch und die Treppe runter.

Jetzt sehe ich auch Fahrkartenautomaten, die man auch in Englischer Sprache bedienen kann. Es gibt 3 Möglichkeiten (habe ich erst später geschnallt, dachte zunächst es handelt sich um Aufladekarten) zur Auswahl: 1 Fahrkarte 30.- Rubel, 2 Fahrkarten 60.- Rubel und Aufladekarte aufladen.

Ich zog mir 1 Fahrt für 30.- Rubel und bekam eine Papierkarte (Scheckkartenformat), die für 1 Fahrt im Verkehrssystem (Metro, Bus, usw.) berechtigt, also 1 Mal von A nach B.

Nachdem ich meine Fahrkarte hatte, ging ich durch eine Art Schranke, welche mit der Karte geöffnet wird und dann weiter in Richtung Bahnsteig. Auf dem Handy hatte ich den Metro-Linienplan, der die Haltestellen in Kyrillisch und Latein anzeigt. Somit wusste ich, dass ich mit der Linie 3 (Arbatsko-Pokrovskaya Linie) von "Kievskaja" nach "Partizanskaya". Ich konnte aber beim besten Willen diese Linie nicht finden, obwohl ich sicher in der richtigen Station war. Ich fragte zunächst einen Uniformierten, was mir nicht half. Eine junge Dame zeigte mir dann, dass ich ein Stockwerk tiefer gehen musste, da würde meine Bahn fahren. Der Abgang war für mich nicht erkennbar und ohne Hilfe hätte ich ihn nicht gefunden.

Aber jetzt stand ich da und sah eine Rolltreppe nach unten, ewig lang.

Als ich unten ankam, war alles kein Problem mehr. In der Bahn werden die Stationen zwar auch nur in Kyrillisch angezeigt, aber damit kam ich jetzt zurecht und erreichte nach knappen 20 Minuten die Station "Partizanskaya". Um aus der Station zu kommen musste ich wieder Koffer schleppen, da es nur Treppen gibt.

Aus der Station heraus ging ich nach links und da sah ich schon relativ nahe mein Hotel.

Keine 5 Minuten später war ich in der Lobby.

Die Dame war nicht superfreundlich, aber ok und ich bekam gleich, ohne Wartezeiten, mein Zimmer.

Nachdem ich bezahlt hatte (Vorkasse gewünscht), fragte ich, ob das Hotel die Registrierung meines Aufenthaltes bei den Russischen Behörden mache würde. Einen Ausdruck für mich könnte ich in etwa 2 Stunden oder aber auch später abholen.

Hörte sich gut an und ich begab mich mit dem Fahrstuhl nach oben in mein Zimmer, welches mir optisch sehr zusagte.

Alles sehr sauber und gepflegt und gerade ein Katzensprung von der Metrostation entfernt. Ich denke, das Hotel ist für Moskau ein echtes Schnäppchen.

Da ich im 26. Stock einquartiert wurde, gibt es auch eine gute Aussicht, wenn auch nicht schön.

© 1000 Baht, 2013
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Mit dem Zug von Frankfurt/Main über Bratislava nach Moskau und weiter mit der Transmongolischen Eisenbahn durch Russland und die Mongolei nach Peking
Details:
Aufbruch: 10.05.2013
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 24.05.2013
Reiseziele: Deutschland
Österreich
Slowakei
Ukraine
Russland / Russische Föderation
Mongolei
China
Vereinigte Arabische Emirate
Der Autor
 
1000 Baht berichtet seit 4 Jahren auf umdiewelt.
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