Endlich ist es soweit. Rucksack packen und raus in die weite Welt.Fremde Kulturen kennen lernen.wunderbares Essen geniessen.Atemberaubende Natur.relaxen am Strand.Schnorcheln.In der Hängematte liegen und einfach nichts tun.Trekking Touren, Vulkane besteigen.und und und.Wir freuen uns riesig, obwohl uns der Abschied unserer Liebsten nicht leicht fällt.
Wir hoffen, dass ihr hier ein wenig an unserer Reise teilnehmen könnt.
3.5.08
Am zweiten Tag besuchten wir einen grossen Wochenmarkt wo es viel zu sehen gab. Ueber Fruechte, Gemuese, Gewurze, Kaffee und Fleisch gab es auch Kleider, Kochgeschirr, Leder, Werkzeug und vieles anderes.
Die Frauen welche ihre Ware verkaufen sitzen am Boden und kauen Tabakblaetter gemischt mit einem anderem Stoff. Auf jeden Fall hatte das Zeugs seine Wirkung, denn viele sassen etwas abwesend da und schauten uns boese an. Anis erzaehlt uns, dass es ein nauterliches Amphetamin sei... aha 
Wir besuchten dann noch einige Felsengraeber.
Hier eine Beschreibung der Felsengraeber.
Erst nachdem alle Totenriten ausgeführt wurden ( wie vorher in der Zeremonie beschrieben) ist der Verstorbene nach dem Glauben der Toraja endgültig tot und kann dann, sofern er der obersten Kaste angehörte, in den Felsengräbern der Toraja beigesetzt werden. Diese Felsengräber werden in senkrechten Felswänden in beträchtlicher Höhe errichtet. Dazu wird ein Schacht in den Fels getrieben, der den einbalsamierten Leichnam des Verstorbenen aufnimmt. Neben diesem Schacht, der auch mehrere Tote aufnehmen kann, befindet sich meist eine in den Fels geschlagene Veranda auf der hölzerne Puppen aufgestellt werden, die die Toten repräsentieren. Diese Puppen (tau-tau) werden regelmäßig mit neuen Kleider eingekleidet.
Stirbt ein Kleinkind bei den Toraja, so wird dieses nicht in den Felsgräbern beigesetzt sondern in einem Baum. Dazu wird eine rechteckige Öffnung in einen Baumstamm getrieben in die die Kinderleiche gelegt wird. Diese Öffnung wird danach durch eine Türe aus Bambusstangen und Lianen verschlossen. Diese besondere Form der Bestattung hat sich entwickelt, da die Toraja glauben dass die Seele des Kleinkindes noch nicht vollständig entwickelt ist und sie mit dem Baum gemeinsam noch wachsen müsse bevor sie in den Himmel eingehen könne.
Am dritten Tag war ich leider krank und wir mussten unsere 2 Taegige Trekkingtour auf den naechsten Tag verschieben.
Wir gingen dann am Abend trotzdem noch ins Dorf und versuchten das traditionelle Essen. Huhn im Bambusrohr gekocht mit Schweinefleisch in einer schwarzen Marinade. Zusaetzlich gab es roten und schwarzen Reis mit Gemuese. War ziemlich lecker...
Einen Tag spaeter fuehlte ich mich wieder etwas besser und wir starteten unsere Trekkingtour.
Zuerst ging es noch zu einem Schweine- und Bueffelemarkt wo wir einige wunderschoene Bueffel bestauenen konnten. Anis erzaehlt uns, dass manche besonders viel Wert haben.
Die Schweine liegen eng beeinander angefesselt an einem Bambusgestell und warten auf ihren Kaufer.
Mit einen Bus soll es weiter gehen Richtung Ausgangspunkt unserer Wanderung.
Wir stauenen nicht schlecht, wie viele Menschen in einen Minibus passen. Als wir denken, dass hier jetzt keiner mehr reinpasst, sollen noch 4 Personen kommen. Da wird es uns zu viel. Hinten eingeklemmt bekommen wir schier eine Platzangstattake. Alle muessen wieder raus damit wir aussteigen koennen.Wir suchen nach einer Loesung, zahlen fuer 2 weitere Plaetze und so haben wir einigermassen Platz. 1h dauert die Fahrt und wir sind froh heil angekommen zu sein, denn die Strassen und vorallem der Zustand vom Auto liess zu wuenschen ueberig.
Die Wanderung stellte sich schwerer heraus als gedacht. Wir dachten uns 5 Stunden wandern ist easy....Aber nach 15 min waren wir schon schweissgebadet und kamen maum noch voran. Die Hitze und die Schwuele war so enorm, dass wir innert kurzer Zeit wieder eine Pause einlegen mussten.
Wir ueberlegten uns schon wieder umzudrehen, als zum Glueck Wolken aufzogen und es etwas kuehler war. Kurz darauf setzte der Regen ein und wurde immer wir heftiger. Ich schlug mich mit meinem Regenschirm durch welchen ich vorher fuer 1 Fr. auf dem Markt gekauft hatte, da ich meine Regenjacke vergessen hatte.
Zum Glueck fanden wir bei einem Torajadorf Unterschlupf und wir konnten uns mit Tee, welche uns die Leute gaben, aufwaermen und abwarten bis der Regen wieder stoppte.
Die Gegend war atemberaubend. Ueberall Reisterassen, eingebetet in Felsen und die Traditionellen Toraja Hauser mit den speziellen Daechern.
Die Kinder sprangen uns hinter her und riefen "Gula Gula". Suessigkeiten sind hier sehr beliebt und nach kurzer Zeit waren unsere Vorraete aufbebraucht. Unglaublich wie sich die Kinder ueber ein Bonbon gefreut haben.Die Menschen hier sind sehr freundlich und neugierig. Wir wurden ueberall herzlich empfangen.
Nach 5h kamen wir an einem Schoenen Ausssichtspunkt an, wo sich ein herrlicher Ausblick ueber eine weite Reisterassen Ebene ergab. Dort uebernachteten wir in einem einfachen Losmen. Am Abend wurde es ziemlich kalt und wir gingen frueh schlafen.
Am nachsten Tag wanderten wir wieder 3h durch Reisterassen und dann nahmen wir fuer den Rest den Bus zurueck.
Im Hotel angekommen organisierten wir noch die Busfahrt zurueck nach Makassar und den Flug zurueck nach Bali.
Eigentlich waere ein laengerer Aufenthalt in Sulawesi geplant gewesen.
Die Reise zu unserem naechsten Zielort hat sich aber aus ziemlich muehsam dargestellt. 2 Tage Busfahrt mit ueber 24h und dann noch mal 6 Stunden mit dem Boot und wieder 2 Tage reisen zum naechsten Punkt. Daher entschlossen wir uns zurueck zu fliegen und uns auf den Gili Island etwas zu erholen.
Wir haben den Nachtbus zurueck nach Makassar genommen. Am Morgen um 5.00 Uhr frueh sind wir dann angekommen und wir gingen mit einem Taxi zum Bruder von Anis. Dort konnten wir am Boden auf einer Matratze noch 1 Stunde schlafen. Dann machten wir mit einem Privatauto und Fuehrer eine Stadtrundfahrt, bis wir am Abend mit dem Flieger nach Bali flogen.