Indonesien-Reisebericht :CARLA FERNWEH, wo bist du jetzt?

iNDONESiA - jAVA: Jakarta

morgens um 7.00 Uhr bin ich dann auf nach Jakarta, der Hauptstadt von Indonesien. Was ich so darüber gehört habe klingt nicht so toll, aber ich habe versucht mich überraschen zu lassen und mir mein eigenes Bild zu machen.

Im Zug waren dieses Mal viele weitere Backpacker. Leider ist es die letzte Stunde kaum noch auszuhalten gewesen, ständig kommen die Locals mit anderen Dingen herein und versuchen alles zu verkaufen. Essen und Trinken kann ich ja noch verstehen, aber dann hört es auch auf. Ein paar Mal kamen unterschiedliche Leute, oft auch Kinder und fangen an vor deinen Füßen zu fegen oder sprühen Duftspray durchs Abteil und möchten dann natürlich Geld dafür haben. Hat mich am Ende schon ziemlich genervt, denn die Fahrt ist ohne hin schon sehr lang und es ist anstrengend brav auf seinem Po zu sitzen. Mir tat schon alles weh und ich fühlte mich wie 4. Hätte am liebsten jede Miunte gefragt "wie lange noch?" und "krieg ich ein Eis?"

Lustigerweise kamen wir punktgenau um 16.37 Uhr an, genau wie voraus gesagt, soetwas passiert ja noch nicht mal mit der "Deutschen Bahn". Sehr löblich

tja-ha, Challenge, geh hier mal aufs Klo während der Fahrt, wenn alles schön ruckelt

tja-ha, Challenge, geh hier mal aufs Klo während der Fahrt, wenn alles schön ruckelt

Die Arbeiter auf dem Reisfeld und wirklich mit Spitzhut

Die Arbeiter auf dem Reisfeld und wirklich mit Spitzhut

Was mir aufgefallen ist beim aus-dem-Fenster-gucken ist, dass egal wie klein und verfallen ein kleines Dörfchen scheinen mag, die meisten Häuser kunterbunt angestrichen sind. So kommt mir alles sehr fröhlich und sympatisch vor. Und ich denke sie haben nicht gerade viel Geld übrig für so einen schnick-schnack. Vll wäre das eine Idee für Deutschland, dann wären nicht alle so muffelig sondern würden sich über die Farben freuen. Also ich wäre dabei!

Hab beim Aussteigen 2 Mädels kennen gelernt und wir haben uns ein Taxi ins Zentrum geteilt. Danach haben wir verzweifelt versucht eine schöne und nicht zu überteuerte Unterkunft zu finden, was sich leider als fast unmöglich heraus stellte. Haben dann genommen was noch frei war. Hatte gehofft das es daran liegt, dass wir so spät angekommen sind und hab mich dann nochmal auf den Weg gemacht um was besseres für die weiteren Tage zu buchen. Aber - nix hier, nada. Die Stadt ist wirklich nicht so schön und die anderen hatten wohl recht. Bin wieder mal in der Backpacker-Straße und es ist mit Yogyakarta überhaupt nicht zu vergleichen. Die Unterkünfte sind hässlicher und leider auch teuerer. Naja, werde es für die paar Tage überleben.

Entdeckungstour

Am nächsten Tag hab ich mich mit den beiden Mädels nochmal getroffen um etwas von der Stadt zu sehen. Jeder mit seinem "Lonely Planet" bewaffnent (in den Sprachen spanisch, französisch und deutsch, haha) haben wir dann versucht einen schönen Fleck zu finden.

Wir haben uns dann entschieden nach "Kota" zu fahren, was ein wenig interessant klang. Dieser Stadtteil wurde von den Holländern gebaut und das wollten wir gerne sehen. Dort angekommen war die Enttäuschung groß. Es ist nur ein großer Platz, drum herum Museen und wir waren nicht in der Stimmung für °History° und schon gar nicht für °Eintritt zahlen°

Über die holländischen Fahrräder hab ich mich aber doch schon ein wenig gefreut, haha!

mit Julia und Macca

mit Julia und Macca

kein Plan was das mit dem Hut soll, hab bei meiner holländischen Freundin nach gefragt und sie hat mir versichert das es in Holland nicht üblich ist, hihi

kein Plan was das mit dem Hut soll, hab bei meiner holländischen Freundin nach gefragt und sie hat mir versichert das es in Holland nicht üblich ist, hihi

wir haben dann um die Ecke ein Eis-Café entdeckt und ein kleines Päuschen eingelegt, noch einmal einen Blick in den Lonely Planet geworfen und uns gedacht - heute ist ein perfekter Tag fürs Freibad!

Also ins nächste Taxi gehüpft, zurück ins Hostel, die Schwimmsachen gepackt und uns in dieses wunderschöne erfrischende Freibad gechillt

Ich bin sogar ein paar Bahnen geschwommen, tue ja sonst nichts sportliches auf der Reise und fühle mich schon sehr schlecht deswegen.
Ansonsten wirklich mit dem Buch in der Hand entspannt und das laute, dreckige Jakarta um mich herum vergessen!
Das war eine der besten Entscheidungen die wir treffen konnten!

dies hatten wir viele Stunden für uns alleine

dies hatten wir viele Stunden für uns alleine

Die Mädels waren am nächsten Tag leider auch schon wieder weg. Ich habe somit meinen letzten Tag als *Allein-Reisende* auch alleine verbracht.

Bin froh, wenn ich aus Jakarta raus bin, diese Stadt macht mich traurig. Bin total geschockt von dem Verkehr hier, man kommt viel schneller voran, wenn man läuft, allerdings ist es in dem Gedränge viel zu gefährlich. Vll sollte das mal jemand den Einheimischen erklären. Wir haben auch kaum den Himmel sehen können, da alles so versmogt ist.
Nein, nein, Jakarta, wir sehen uns sicher nicht wieder.

War am Abend etwas deprimiert und hab mit Marc, meinem Freund aus Darwin, geschrieben, was mir auch wirklich gut tat und es ist schon komisch gute Freunde zurück lassen zu müssen, aber ich denke mal das ist halt *Reisen*!
"Hello" und "Goodbye" liegen nah bei einander und ich habe festgestellt das trotz allem die traurigen Abschiede immer die schöneren sind, denn dann weiß man, dass man echt liebe Menschen kennen gelernt hat

In diesem Sinne,
bye bye *Allein-Reisen*
hello °Carola°

Alles Liebe,
Carla Fernweh, letzter Tag in Freiheit, haha!

Mittwoch, 26. Sept. 2012

© Carla F., 2011
Du bist hier : Startseite Asien Indonesien Indonesien-Reisebericht
Die Reise
 
Worum geht's?:
- sie kann nicht weit sein, auf der Liste stehen Asien, Australien und Neuseeland...
Details:
Aufbruch: 06.09.2011
Dauer: 18 Monate
Heimkehr: März 2013
Reiseziele: Deutschland
Vereinigte Arabische Emirate
Thailand
Singapur
Australien
Fidschi
Neuseeland
Indonesien
Malaysia
Laos
Kambodscha
Vietnam
Der Autor
 
Carla F. berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt.