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Eine Reise quer durch Südostasien. Los geht's auf Borneo und auf Umwegen nach Bangkok
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Welcome to the third world, welcome to Cambodia!
Ich bin von Bangkok per Bus nach Siem Reap gefahren. Nach drei Stunden Fahrt hat ein Reifen den Geist aufgegeben. Die Panne konnte schnell und fachgerecht behoben werden. Nach einem weiteren Kilometer ist der Reifen entgueltig explodiert. Der Innenraum der Busses hat sich etwas mit Staub gefuellt. Dieses Mal waren drei Stops noetig um einen neuen Reifen zu finden. WIr sind dann just in time an der Grenze angekommen. Wir wurde von dem Fahrer ueber die Grenze begleitet und wurden ermahnt auf unsere Taschen und Rucksaecke aufzupassen. Also sind wir ausgereist, kurz im Niemandsland gestanden und nach Cambodia eingereist.
Das Land leidet immer noch unter den Folgen der Khymer Rouge Herrschaft. Als Folge des Vietnamkrieges kam in Kambodscha ein Mann, der sich selbst Pol Pot (steht fuer Political Potential!?!) nannte an die Macht. Er hat in dem Westen die Ursache allen Uebels entdeckt und sich eine Loesung ausgedacht. Kambodscha soll wieder ein Agrarstaat nach kommunistischem Vorbild werden. Gebildete Leute wurden auf das Land geschickt, um dort 'umerzogen' zu werden. Jeder, Frauen Kinder und Maenner sowieso wurden zur Feldarbeit gezwungen. Kranke oder Behinderte gibt es bereits nach kurzer Zeit nicht mehr, da sie nicht arbeiten koennen und daher fuer die Gemeinschaft wertlos sind. Das 'Umerziehen' ist in einem reinen Masaker geendet. Viele Menschen haben sich selbst das Leben genommen, andere sind verhungert oder in Arbeitslagern umgekommen. Schliesslich wurde jeder, den man fuer gebildet hielt, das ist man bereits als Brillentraeger oder wenn man weiche Handflaechen hat, in Lager exportiert und systematisch umgebracht worden. Bedenkt man das Kambodscha damals zwischen sieben und acht Millionen Einwohner hatte und zwei Millionen die Khymer Rouge nicht ueberlebt haben, kann man das Ausmass dieses Wahnsinns erahnen. Jede Familie hat ihre Geschichte zu erzaehlen. Das Ganze liegt erst 30 Jahre zurueck. Das Land ist bis in die letzte Ecke vermient. An vielen Strasse sind Schilder zu sehen, die einen darauf hinweisen, dass sich in wenigen Meter Entfernung Minenfelder befinden.
Man trifft haeufig Minenopfer. In meinem Bus ist ein Junge mitgefahren, der erst kuerzlich ein Bein verloren hat. Trotz der schrecklichen Vergangenheit sind die Menschen sehr lebensfroh und freundlich.
Die Grenzstadt hat uns einen ersten Eindruck vermittelt. Es scheint keine Muellbeseitigung zu geben, so sieht es zumindest aus. Tuetten, Plastikfalschen, alte Flip Flops oder Autoreifen liegen am Strassenrand und zwischen den Wellblechhuetten. Der Muell wird manchmal vor Ort angezuendet.
Wir sind von der Grenze aus sechs Stunden nach Siem Reap gefahren. Wir haben dabei eine Strecke von 150 km geschafft. Die Strasse ist ehr eine Sandpiste und so wie ich das verstanden habe, zahlt eine grosse thailaendische Fluggesellschaft der Regierung in Kambodscha eine Menge Geld damit das auch so bleibt. Die Fluege von Bangkok nach Siem Reap sind dafuer etwas teurer als ueblich.
Auf der Fahrt habe ich dann drei Maedels und einen Schweden kennen gelernt. Wir haben die naechsten Tage zusammen verbracht. Markus war frueher Snowboardprofi und hatte damit bereits alle Sympathiepunkte auf seiner Seite. Ein absolut cooler Typ. Die naechsten Tage geht's Tempel bestaunen an Angkor Wat!
Unsere erste Reifenpanne
Kind aus Kambodscha
Das Ganze steht auf einem einfachen Holzkarren und ist so hoch wie ein LKW
Wir mussten ihnen einfach einen Dollar geben...
An der Grenze
Caro, ich, Dilini und Markus bei Angkor Wat
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