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Jaaa... Haben zum 4ten Mal einen Flug nach Bangkok gebucht (danke, meine liebe Susi!!!) und hoffen, daß es genauso gut wird wie schon dreimal davor.
Thailand, das Land der Kontraste - wir wissen sicherlich noch nicht sehr viel über das Land, obwohl wir schon mehrmals dort waren; trotzdem: dieses Mal vielleicht auch mal nach Laos? Oder Kambodscha? Oder Vietnam? Egal - Urlaub ist für uns, NICHT zu wissen, was am nächsten Tag passiert oder wo wir sein werden...
Wir werden berichten! Bis dahin...
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Montag, 21. Januar 2008
Die Rumtreiber sind in Kambodscha! Man hat uns tatsaechlich einreisen lassen, und wieder gab es ein schoenes, buntes Visum und diverse Stempel in den Pass. Man koennte meinen, wir sind Stempelsammler... Nur: muss leider sein. Der Flug war klasse - mit 15 Minuten Verspaetung abgeflogen, dafuer 15 Minuten vor der planmaessigen Ankunftszeit gelandet - wenn das immer so waere! Aber an den langen Heimflug wollen wir jetzt noch nicht denken.
Erste Feststellung in Kambodscha: es ist SEHR warm hier, den dicken Pulli kann ich wahrscheinlich wegpacken.
Vor dem Flughafen die uebliche Szenerie: "Taxi, Sir, Madame...!" Okay, in die Stadt wollten wir, also nahmen wir eines. Gaben unser gewuenschtes Ziel an, der Fahrer kannte das auch, und los ging's. Wir waren gespannt, wo wir dieses Mal ausgesetzt werden wuerden! Am Ende sind wir aber tatsaechlich dort gelandet, wo wir hinwollten; um das zu erreichen, bediene man sich folgender Tricks:
Auf die Frage des Fahrers, ob man schon einmal in Kambodscha gewesen sein, immer mit JA antworten. "Hm... in welchem Gasthaus habt ihr denn da uebernachtet?" Antwort: "Im gleichen, zu welchem wir jetzt hinfahren wollen." Nochmal nachgefragt: "Ja, vielleicht wollt ihr dann ja dieses Mal etwas anderes ausprobieren? Ich kenne da ein sehr gutes Hotel..." Wuerden wir natuerlich gerne machen, aber wir haben leider in dem Gasthaus reserviert... Dazu so tun, als wuerde man sich auskennen: mussten wir ja, nachdem wir schon 2mal in Kambodscha waren!!!
Okay, eigentlich soll man nicht luegen - all dies bereitete jedoch der Fragerei ein Ende, und wir mussten keine weiteren nett gemeinten Angebote mehr abwehren.
Das von uns zuerst angesteuerte Gasthaus hatte tatsaechlich noch ein Zimmer frei, sehr muckelig und sauber. Winzigkleiner Haken: es liegt im 5ten Stock, natuerlich ohne Lift! Unsere Aussicht vom Balkon ist folgende:
Blick zum Royal Palace, von unserem Balkon aus (WIRKLICH!!!)
Es war eine ganz schoene Schlepperei mit dem Gepaeck da hoch, zumal die letzte Treppe gar nur so eine Art Huehnerleiter ist (Vorsicht mit dem Alkohol...
), aber allein fuer die Aussicht hat es sich schon gelohnt.
Die Atmosphaere in der Stadt: kein Vergleich zu Vientiane. Das merkte man sogar schon, als wir noch im Taxi sassen - dabei hatte uns unser Fahrer sogar "eingesperrt" und waehrend der Fahrt von innen die Tueren verriegelt; er wird gewusst haben, wieso. Trotzdem war die Stimmung spuerbar eine andere, hier fuehlten wir uns auf Anhieb wohl. Vermutlich war es absolut richtig, trotz der relativ hohen Kosten fuer den Flug, die so nicht geplant waren, nicht in Laos zu bleiben. Eine Autowaschanlage haben wir auch schon gefunden, obwohl wir hier kein Auto haben; ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:
Die polieren nicht - das ist der Trockner!!!
Das Strassenbild ist allerdings stark von Armut gepraegt; gerade bettelnde Kinder gibt's in grosser Zahl. Alle paar Minuten steht so'n Zwerg am Tisch, guckt mit grossen Augen und streckt die Haende aus. Einige von denen sehen echt schlimm aus. Mike hat beobachtet, wie ein kleiner Junge die Cola-Dose eines Restaurant-Gastes "ausgequetscht" hat, nachdem dieser gegangen war. Wirklich schlimm; trotzdem hatten wir da noch keinem etwas gegeben - waren da erst 3 Stunden in der Stadt. Zudem kann man nicht allen helfen; dazu muesste man hierbleiben und entweder Millionaer sein oder soziale Arbeit leisten. Mama, das waere nichts fuer Dich: Du wuerdest die alle mitnehmen wollen, glaub's mir! Das ganze ist allerdings ein Problem, welches mich manchmal bisschen traurig macht. Wuerde mich interessieren, wo und wie diese Kinder leben. Ich glaube nicht, dass HIER die Eltern mit dem Mercedes hinter der naechsten Ecke stehen. Andererseits wuerde es mich dann vielleicht gar nicht mehr loslassen, also will ich es doch nicht wissen??? Keine Ahnung; auf alle Faelle ist es nicht leicht, die Augen vor alldem verschliessen zu muessen. Und teilweise muss man es - anders geht es nicht, glaube ich.
Wenn ich mir vorstelle, dass der arme Kerl uns dicke Farang durch die Gegend strampeln soll...
Sind aber nicht nur die Kinder, denen es schlecht geht: ich nehme an, der Riksha-Fahrer gehoert ebenfalls nicht zum reichen Teil der Bevoelkerung. Heute vormittag liefen wir durch eine Strasse, da hockte eine junge Frau am Boden. Sah bisschen komisch aus, was sie da machte; kurze Zeit spaeter wussten wir es: Wasser lassen, einfach so auf'm Gehsteig. Danach aufstehen und weiterlaufen...
Ein Boot auf dem Tonle Sap, Arbeitsstaette und Lebensraum zugleich
Noch mehr davon...
Und auf unseren weiteren Erkundungen entdeckten wir dann noch dieses:
???
Keine Ahnung, was man in diesem Etablissement so macht; wir wollten allerdings auch nicht hineingehen, um es herauszufinden...
Genug fuer heute; Mike sitzt die ganze Zeit geduldig neben mir und wartet, bis ich mich meinen Berichten fertig bin. Sollte mich wohl wieder etwas um ihn kuemmern!
Na dann, weitere Kapitel folgen... Bis dann!
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