Kambodscha-Reisebericht :Thailand & Kambodscha

Kambodscha

Abreise in Chiang Mai per Tuk Tuk zum Flughafen. Beim Check in traf ich unerwarteterweise wieder auf Greg & family. Man begrüßte sich wie alte Freunde im kanadischen Stil. Ein Chiang Mai begeisterter Reisebericht wurde mir sehr blumig auf englisch von Greg ausgemalt. Greg & family waren auf den Weg nach Krabi - ich nach Kambodsscha. Bei den Flügen gab es weiter keine Probleme. Bangkok Airways is sehr gut, nach 1 Stunde Flug kam ich dann in meinem eigentlichen Reiseziel dieser detailliert geplanten Reise in Siem Reap an. Endlich angekommen. Kambodscha, da ehemalige Kampuchea, hat mir sofort die Augen geöffnet. Siem Reap war nicht so sauber wie ich das von Thailand oder Laos gewöhnt war. Müllberge, im Dreck spielende Kinder. Ich war zunächst alles andere als begeistert und von der teilweise absoluten Armut mitgenommen. Ich startete dann am nächsten Tag mit einem Reiseleiter per Tuk Tuk durch in die größte sakrale Tempelanlage der Welt - Angkor.

Der erste Stop war Ta Phrom

Ta Phrom liegt leider nicht mehr ganz vergessen im Tropenwald und ist mit der allerhöchsten Wahrscheinlichkeit der beeindruckendste Tempel in Angkor. Mein Reiseleiter erläuterte mir vieles und die Lernkurve war sehr hoch.

Ta Phrom ein ehemaliges buddistisches Kloster, von ca. 10.000 Menschen bewohnt. Nach 1000 Jahren nunmehr komplett vom Tropenwald überrant. Eine spektakuläre Sehenswürdigkeit, heilig für jeden Hinduisten. Apsara Reliefs, blinde Türen - kühle überdachte Gänge. Ta Phrom muss in der Blütezeit des Angkorreiches atemberaubend schön gewesen sein. Ta Phrom ein Ort zum Erleben mit einer sehr besonderen Atmosphäre. Schön zum einfach nur Erleben, zum Meditieren oder zum Erholen. Für Fotographen kann man hier das Motto "Sport frei" ansetzen. Bäume, Steintrümmer, Wände, Flachreliefs mitten im Tropenwald.

Ta Phrom ist ir als unvergeßlich in Erinnerung geblieben.

Angkor Wat

Angkor Wat ist vom kosmischen Ozean umgeben. Die Zahl 4 ist die Zahl der Perfektion der Hinduisten. Deshalb ist Angkor Wat in 4 Flügel aufgeteilt.

Erstaunliche Flachreliefs in den Seitengängen des Heiligtums die hinduistische Epen erzählen, Könige in den Kampf ziehen lassen, Gut und Böse gegeneinander kämpfen lassen. Das 12. Weltwunder kann sich sehen lassen.

Weiß gekleidete buddistische Nonnen, orange gekleidete Mönche bringen das Heiligtum Angkor Wat zur Lebendigkeit. Kein Angst vor kambodschanischen Mönchen oder Nonnen, man kann sie ansprechen und wer englisch spricht ist ein interessanter Gesprächspartner.

Das Innere von Angkor Wat duftet nach Räucherstäbchen und Jasmin.

Sanskrit

Die antike Schriftform des Sanskrit in Stein in Angkor Wat gemeißelt zu sehen - erstaunlich. Sanskrit eine der ältesten ehemals lebendigen Sprachen der Welt von Buddisten und Hinduisten bis heute studiert. Sanskrit wurde ursprünglich von den Brahmanen in Indien gesprochen. Hindi und Marathi sind Sprachverwandte des altertümlichen Sanskrits. Erstaunlich Sanskrit überall in der größten Selbstverständlichkeit an den Wänden in Angkor Wat eingemeißelt zu sehen. Sanskrit zum Anfassen - ein erstaunlicher Asuflug in die geschichte des asiatischen Kontinents.

Vorsicht Angkor Wat befindet sich in den Tropen - Vorsicht vor Schlangen.

Bantey Srei - die Zitadelle der Frauen

Bantey Srei ist eine sehr intikrate Sehenswürdigkeit - die Zitadelle der Frauen ist wunderschön. Der Tempel ist sehr intikrat ganz klein und voller absoluter Schönheit.

Die kleine Anlage wurde im späten 10. Jahrhundert zu Ehren der Shiva als Hindutempel erbaut und beinhaltet die besterhaltenen Detailstrukturen des gesamten Ruinenkomplex von Angkor. Von Interesse sind diesbezüglich die drei Haupttürme in der Mitte der Anlage, die mit männlichen und weiblichen Göttlichkeiten sowie diversen weiteren phantastischen, filigranen Reliefarbeiten geschmückt sind.

Die Zitadelle der Frauen liebe ich ganz besonders.

Angkor Thom

Angkor Thom

Angkor Thom ist weder filigral schön, dafür aber robust und riesig.

Angkor Thom ist eine 10 qkm große Anlage von Angkor's größtem König, Jayavarman VII, die eine Vielzahl von Einzeltempeln umfasst. Allein das Tor selbst ist eine Attraktion. Ca. 20 m hoch und in jeder Himmelrichtung von mehreren ca. 3 m hohen Gesichtern geschmückt, wirkt es erhaben und majestätisch. Die Zufahrtsstrasse säumen zusätzlich rechts und links eine Vielzahl von Statuen.
Der größte und wohl beeindruckendste Tempel von Angkor Thom ist der Bayon. Das beeindruckende an diesem ca. 200 x 150 m großen Tempel sind die ca. 50 Türme, die in jeder Himmelsrichtung mit einem kalt lächelndem Gesicht der Avalokiteshvara dekoriert sind.

An jedem Standpunkt inmitten des Tempels wird man gleichzeitig von mehreren Gesichtern aus der Höhe unter die Lupe genommen. 36 Gesichter insgesamt symbolisieren jeden Landesteil des ehemaligen Großreiches Kambodscha.

Die Tempelstadt Angkor wird jedem Besucher ohne Frage lange in Erinnerung bleiben. Kambodscha ein kleines Schatzkästchen für jeden Kulturindividualtourist.

Die Armut und das Leiden der Menschen kann man jedoch auch sehen und Kambodscha öffnet die Augen für die wirklich wichtigen Sachen im Leben. Folgen des Pol Pot Regimes und des Vietnam Krieges sind präsent und sichtbar. Ich habe Kambodscha mit gemischten Gefühlen verlassen.

Die Tempelstadt Angkor Wat jedoch ist absolut beeindruckend und jeder Besucher wird mit unvergeßlichen Erinnerungen das Land wieder verlassen.

© Konstanze G., 2008
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Thailand & Kambodscha Juni 2008 Tropische Beachträume mit dem größten sakralen Tempelkomplex der Welt kombiniert - Angkor Wat
Details:
Aufbruch: 30.05.2008
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 16.06.2008
Reiseziele: Thailand
Kambodscha
Der Autor
 
Konstanze G. berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.
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Konstanze über sich:
Am liebsten stopfe ich meinen üblichen Reise Plunder in meinen grünen Rucksack und treibe mich in der weiten Welt herum.