Kambodscha-Reisebericht :Südostasien

Du schon wieder

Da unser Visum für Vietnam nach über vier Wochen leider auslief, war es am Sonntag 'time to say good-bye'. Dr Grenzübergang verlief zwar schleppend, aber wenigstens gab es keinerlei Komplikationen oder seltsame Gebühren, was ja sonst in diesen Ländern nicht ganz unüblich ist. Abends erreichten wir dann Phmon Penh, die Hauptstadt Kambodschas. Eigentlich dachten wir, dass wir uns mit den alltäglichen Dingen mittlerweile ganz gut auskennen, doch als wir dann das erste Mal durch die Stadt streiften, hat er erneut und gnadenlos zugeschlagen: der Kulturschock. Kambodscha ist noch wesentlich ärmer als Vietnam und vor allem in Phnom Penh kann man die Spuren der grausamen Vergangenheit noch deutlich erkennen.
Am Montag wollten wir dann die Botschaft von Myanmar aufsuchen, um unser Visum ändern zulassen (schließlich hatte sich ja der Typ in Berlin beim Datum vertan). in der brütetnden Hitze liefen wir durch die Stadt und gelangen endlich an unser Ziel ... Doch am Tor hing ein Zettel: geschlossen. Na toll, wir planten spontan um und streunerten einfach so durch Phnom Penh. Zufällig kamen wir bei den königlichen Palästen vorbei. Natürlich wollten wir gerne einen Blick hinein werfen ... Doch: geschlossen (aber immerhin nur Mittagspause) Ein Tuk Tuk Fahrer sprach uns an und zeigte uns auf einer Karte die verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Wir entschieden uns für das Tuol-Sleng-Genozid-Museum. Hier wurden von 1975 bis 1979 die Gegner der Regierung von Pol Pot auf brutale Weise eingesperrt, gefoltert und ermordet. Insgesamt starben in den knapp vier Jahren schreckensherrschaft fast 2 Millionen Menschen ... 1/4 der gesamten Bevölkerung. Das erdrückende Gefühl, was einem überkommt wenn man durch das Gefängnis läuft, kann man nicht beschreiben.
Später brachte uns der Tuk Tuk Fahrer wieder zurück zu den königlichen Palästen. Allerdings wurde uns nahe gelegt, dass wir nicht dementsprechend gekleidet waren, lange Hosen und lange Shirts waren ein Muss. Beides konnte man sich natürlich auch am Eingang kaufen, aber das war uns dann wirklich zu teuer. Außerdem hatten wir eh genug an diesem Tag gesehen und zogen es vor, nach einer kleinen Runde auf dem Markt, den Heimweg anzutreten.
Gestern haben wir die Botschaft dann erneut aufgesucht. Allerdings kann man das Datum nicht einfach ändern. Dafür müsse man einen neuen Antrag stellen, die kompletten Gebühren bezahlen und natürlich drei Tage warten. So lange wollten wir allerdings nicht in Phnom Penh bleiben. Wir werden uns also in Laos nochmal darum kümmern müssen.
Gestern Abend sind wir dann in Sihanoukville angekommen, der bekannteste aller Badestrände in Kambodscha. Von hier aus soll es dann auf eine der ruhigen und wunderschönen Inseln gehen. Mal sehen, ob wir diesmal den ultimativen Strand mit weißem Sand und türkisfarbenem Wasser finden ...

Phnom Penh 
Schade, dass die Bilder nicht auch die Gerüche einfangen können

Phnom Penh
Schade, dass die Bilder nicht auch die Gerüche einfangen können

Unser Zimmer in Sihanoukville

Unser Zimmer in Sihanoukville

© Melissa Brehm, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
ein halbes Jahr Auszeit ohne Stress, Arbeit und Lernerei und voll von Eindrücken und Erlebnissen
Details:
Aufbruch: 08.10.2015
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 19.03.2016
Reiseziele: Vietnam
Kambodscha
Laos
Thailand
Myanmar
Malaysia
Der Autor
 
Melissa Brehm berichtet seit 26 Monaten auf umdiewelt.
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