Kambodscha-Reisebericht :Bilderbuch Indochina

Siem Reap: Angkor Thomm

5 min Fahrt bringen uns dann zum Angkor Thomm. Eine Brücke vor dem Eingangstor ist gesäumt von zahlreichen Skulpturen, auf der linken Seite lauter Figuren mit freundlichen Gesichtern – manchmal auch ohne Kopf, oder total verwittert oder gar neu – dies sind die Götter . Auf der gegenüberliegenden Seite befinden sich die Dämonen mit z.T. furchterregenden Fratzen.

Angkor Thomm ist kein Tempel, sondern eine Stadt mit 54 Türmen, die dem Laien wir die von Angkor Wat vorkommen. Mit dem Unterscheid, dass auf jedem dieser Türme ein Gesicht zu erkennen ist. Von außen davorstehend kommt einem die Anlage wir eine große graue Masse vor. Erst bei genauerem Hinsehen fallen die vielen Details auf.

Auch hier machen wir einen Rundgang um die Flachreliefs an der Außenseite zu sehen und steigen danach in die Stadt ein, die man wieder über steile Treppen erreicht.

Hier ist das erste Mal zu spüren, dass es wohl Heerscharen von Touristen gibt, die Siem Reap besuchen. Die Hitze man hat uns schon zu schaffen, und wir schleichen von Schatten zu Schatten. Auch hier gibt es wieder Tipps von Mr. Sen für die besten Fotografierpositionen. Auch was man zu fotografieren hat, erfährt man so, nämlich ein Bild der besterhaltenen Apsara. Nett gemeint, aber ...

besterhaltene Apsara

besterhaltene Apsara

Immer wenn wir zum Auto kommen werden wir von Mr. Piep wieder mit kaltem Wasser versorgt, das wir meist im Nu wieder ausgetrunken haben. Es steht für heute – und da sind wir bei der totalen Hitze durchaus nicht unangenehm überrascht – nur noch die Elefantengalerie an. Wie so häufig in diesem Urlaub habe ich mir das wiederum ganz anders vorgestellt. Es handelt sich dabei nämlich um eine freistehende Galerie, die als eine Art Bühne eines Theaters diente. Die Kamera hat gerade noch soviel Akku, das ich ein paar Bilder machen kann und dann muß ich auf die Möglichkeit der Ballonfahrt allein wegen der Akkus verzichten.

Freiraum vor der Elefantenterrasse

Freiraum vor der Elefantenterrasse

Die Elefantenterrasse ist eine 300m lange und 2,5m hohe Plattform, die dem König und seinen Untertanen wohl als Tribüne diente. Hier wurden Prozessionen, Zeremonien und Wettbewerbe veranstaltet.
Die Vorderseite des Fundaments der zweistöckigen Terrasse ist mit fast lebensgroßen berittenen Elefanten. Löwen und Garuda geschmückt. An der südlichen Treppe wachen dreiköpfige Elefanten, die Lotusblumen in ihren Rüsseln halten, während die mittlere Treppe mit Garuda-Statuen bestückt ist, welche die Treppe zu stützen scheinen.

Aber für den Ballon haben wir ja morgen auch noch Zeit. Wir beauftragen Mr. Sen mit der Bestätigung unserer Flüge, deren Kopie er natürlich nicht hat. Eine solche machen wir dann im Hotel. Den Nachmittag verbringen wir weitgehend relaxend auf dem Balkon bzw. Im Zimmer ( kühler), bis wir uns zum Abendessen wieder anziehen. Heute bekommen wir tatsächlich den Weißwein, den wir gestern schon haben wollten. Meine Frau hat nur noch Hunger auf einen Croque Madame und ich hatte für mich ‚Amok-Fisch’ ausgesucht, der eigentlich in einem Bananenblatt gegart werden soll und mit Kokosmilch zubereitet wird. Im Lokal ist dies im Prinzip wohl auch so, nur wird er nicht im Blatt serviert, sondern in einer Schüssel. Es ist ein sämiger Fischgulasch mit tollen Gewürzen, die ich aber nicht zuordnen kann. Heute sind wir unmäßig und bestellen jeder noch ein zweites Glas Wein. Das Zubettgehen gestaltet sich mit den - in der Horizontalen liegend - beginnenden Hustenanfällen als wenig angenehm.

© Herbert S., 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir wollten keine vorgefertigte Reise, aber aufgrund unseres Alters auch nicht als backpacker vor Ort alles organisieren müssen. Nach längerer Suche fand ich eine Adresse in Hanoi, die ein individuelles Programm nach unseren´Vorstellungen zu 'stricken' in der Lage war.
Details:
Aufbruch: 07.11.2016
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 27.11.2016
Reiseziele: Vietnam
Kambodscha
Laos
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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Herbert über sich:
Bin begeisterter Reisender - teils mit Leihwagen in Mexiko, USA, Indonesien, Thailand, Arabien, Namibia, Südafrika, Türkei,... teils mit kleinem Wohnmobil in ganz Europa, aber besonders in Großbritannien und Skandinavien. Es gibt also noch viel zu berichten. Aber es kommt soviel hinzu.