Kambodscha-Reisebericht :Kambodscha und Vietnam - auf ein Neues

Kambodscha - Siem Reap

Siem Reap Tag 1

Unsere Reise verlief relativ problemlos bis wir in Siem Reap gelandet sind. Dort haben wir, wie geplant, Visa on Arrival beantragt, was sehr einfach war. Es war lediglich etwas befremdlich, dass unsere Pässe jeweils durch 11 Personen gelaufen ist, bis die Visa darin waren. Jede Person war für nur genau eine Sache verantwortlich, so scheint einer z.B. den ganzen Tag die Visa in die Pässe zu kleben, ein anderer den Datumsstempel auf die Visa zu hauen, wieder einer schreibt die Namen darauf usw. - vermutlich hätten für das ganze Prozedere auch 2 Beamte gereicht aber in Kambodscha ist das ein Job für 11 Personen. Abgesehen von der unverhältnismässigen Mitarbeiteranzahl jedoch ein völlig problemloses Unterfangen - wir würden das in Kambodscha nun immer so machen.

Leider kamen von 5 Koffern 4 nicht an (gestrandet in Bangkok), sodass wir die erste Nacht und den ersten Tag danach etwas improvisieren mussten. Heute Abend standen die Koffer aber an der Rezeption unseres Hotels - sie sind aus Bangkok nachgesendet worden.

Unser Hotel ist wieder das Chronicle Residence & Spa und wir sind genau wie letztes Jahr sehr glücklich hiermit.
Nach der kurzen Nacht (wir waren erst um 22:30 Uhr im Hotel wegen des Gepäcktheaters) haben wir es ruhig angehen lassen und sind nach dem Frühstück erst mal nach Siem Reap-Zentrum zum Markt gefahren, um Unterhosen und T-Shirts zu kaufen für den Fall, dass das Gepäck doch nicht mehr kommt. Anschliessend haben wir einen Grosseinkauf an Wasser getätigt und uns ein TukTuk für unsere heutige Tempeltour gesucht. Wir fanden sofort einen TukTuk-Fahrer, der uns zu fünft mitgenommen hat. Es war zwar sehr eng (zumindest auf der einen Bank) und wir hatten bei jeder Bodenwelle Angst, einen Achsbruch zu erleiden, aber es hat alles geklappt und so holten wir erst die Tickets für Angkor (die übrigens kürzlich extrem erhöht wurden, wie wir feststellen mussten - das 3-Tage-Ticket wurde von 40$ auf 62$ erhöht) und liessen uns dann zum Angkor Thom fahren. Mitten in der Mittagshitze kamen wir bei einem unserer Lieblingstempel - dem Bayon mit seinen 216 Gesichtern - an und waren so begeistert, wie auch schon letztes Jahr. Die chinesischen Reisetruppen konnten unserer Begeisterung nichts anhaben. Da wir allerdings in der absoluten Mittagshitze dort waren (gefühlte 50 Grad, vermutlich waren es aber nur 35 Grad) mussten wir einige Pausen einlegen.

Nach dem Bayon ging es weiter zum Baphuon - Tempel, der in seine Einzelteile zerlegt, numeriert und später wieder neu aufgebaut worden ist. Hier haben wir uns für einen tollen Ausblick die mega-steile Treppen rauf und wieder runter geschleppt - die Hitze tat ihr Übriges um das Ganze zu erschweren. Aber der Ausblick entschädigt für alles. Der Baphuon war auch dieses Mal leerer als der Bayon, auch wenn er unserer Meinung nach auch auf die Liste der top Tempel in Angkor gehört.

Anschliessend ging es durch den Wald, vorbei an diversen Tarantel-Löchern, vorbei am relativ unspektakulären (da auch nicht betretbaren) Phimeanakas Tempel weiter zu den Elefantenterrassen. Diese besuchten wir aufgrund der Hitze und Erschöpfung nur kurz und liessen uns dann von unserem TukTuk-Fahrer zu unserem Lieblingstempel, dem Ta Prohm (Tomb Raider-Tempel) fahren. Der Vorteil an diesem ist, dass er im Wald gelegen und somit um 16:00 Uhr trotz der Hitze hervorragend zu besichtigen ist - gerade wenn man schon Kopfschmerzen von der vielen Sonne hat. Es war auch nicht so voll wie erwartet und manche Ecken hatte man fast für sich. Dieser Tempel ist auch gerade nach unserem zweiten Besuch der absolute Hammer und für mich der beeindruckendste Tempel (neben dem majästetischen Angkor Wat), denn die z.T. 400 Jahre alten Bäume, die über die Tempelanlage wachsen, zeigen, welche Kraft die Natur besitzt, wenn man sie einfach nur gewähren lässt. Dieser Tempel ist ein absolutes Muss für jeden Angkor-Besucher.

Wir waren anschliessend so geschafft, dass wir uns noch vor dem Sonnenuntergang zurück ins Hotel haben fahren lassen, geduscht und ausgeruht haben (die Koffer warteten schon auf uns) und dann im Hotelrestaurant zu Abend gegessen haben - wir waren alle begeistert von den Currys und werden hier wohl morgen wieder essen.

Zu viert (der Jüngste und eigentlich Sportlichste unserer Gruppe hat schlapp gemacht und ist früh ins Bett gegangen) sind wir dann nochmal nach Siem Reap zum Night Market gefahren. Hier war die Hölle los - TukTuks schoben sich über die Kreuzungen und es war ein reges Treiben. Wir waren fassungslos, wie wir dieses originelle Erlebnis bei unserem letzten Besuch auslassen konnten. Es gab viel zu sehen. Neben diversen Spas, in denen einem Fische die Hornhaut von den Füssen futtern, gab es sehr originelle Essensstände - am schönsten war der Stand mit den frittierten Schlangen, Taranteln und Skorpionen, die wir uns gerne angeschaut aber nicht getraut haben zu probieren. Nach einem Grosseinkauf an Schals sind wir dann am Ende müde mit dem TukTuk zurück ins Hotel gefahren und freuen uns auf unsere morgige zweite Tour durch Angkor. Der TukTuk-Fahrer von heute holt uns morgen um 10:30 Uhr wieder am Hotel ab.

Mönche am Bayon

Mönche am Bayon

Die vielen Gesichter des Bayon

Die vielen Gesichter des Bayon

Bayon

Bayon

Baphuon

Baphuon

Blick vom Baphuon

Blick vom Baphuon

Ta Prohm

Ta Prohm

Ta Prohm

Ta Prohm

Ta Prohm

Ta Prohm

Ta Prohm

Ta Prohm

Lecker Essen auf dem Night Market - Taranteln, Schlangen, Raupen,...

Lecker Essen auf dem Night Market - Taranteln, Schlangen, Raupen,...

Fischbecken für die Füsse

Fischbecken für die Füsse

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir waren im Mai 2016 zuletzt für 4 Wochen zu zweit in Kambodscha und Vietnam unterwegs und werden nun Teile der damaligen Route (Siem Reap, Hanoi, Sapa, Ninh Binh, Halong Bay und Hoian) noch einmal im Rahmen eines Familienurlaubes zu fünft besuchen. Wir wohnen durchweg in den uns bereits bekannten und als super befundenen Hotels und wollen uns so vieles erneut ansehen, was uns bei unserer letzten Reise so gut gefallen hat - und hoffentlich auch noch vieles Neues.
Details:
Aufbruch: 03.02.2017
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 25.02.2017
Reiseziele: Kambodscha
Vietnam
Live-Reisebericht: Paula & Andreas schreibt diesen Reisebericht live von unterwegs - reise mit!
Der Autor
 
Paula & Andreas Soundso berichtet seit 10 Monaten auf umdiewelt.