Kambodscha-Reisebericht :Kambodscha und Vietnam - auf ein Neues

Kambodscha - Siem Reap: Siem Reap - Tag 2

Angkor Wat, Prea Khan, Pre Rup... und früh ins Bett

Heute haben wir wieder spät gefrühstückt und sind um 10:30 Uhr mit unserem TukTuk-Fahrer von gestern am Hotel gestartet, um den heutigen Tag am Angkor Wat zu beginnen.

Wir haben für diese Besichtigung wirklich lange gebraucht, da wir jede der drei Ebenen besichtigt und uns viel Zeit gelassen haben. Andreas und ich sind nun schon zum dritten Mal am Angkor Wat und er ist auch beim dritten Mal so majestätisch, dass er einen fast erschlägt (im Positiven). Während am Haupteingang (Westen) noch sehr viele Touristen waren, waren wir an der Ostseite des Tempels fast alleine, was traumhaft war. Jeder, der den Tempel geniessen möchte, sollte diese paar Extra-Schritte auf sich nehmen und bis zur viel ruhigeren Ostseite laufen. Die meisten Reisetruppen werden eher durch die Westseite gejagt, wie wir festgestellt haben. Dieses Mal haben wir auch die Treppe hoch zur obersten Ebene nehmen können, die einen tollen Ausblick über das Gelände des Tempels sowie den Dschungel bietet. Bei den recht steilen Treppen in die obere Ebene ist Schwindelfreiheit allerdings eine Voraussetzung. Übrigens wurde hier akribisch auf knielange Hosen und Schulterbedeckung geachtet - es ist schliesslich eine heilige Stätte.

Anschliessend sind wir zu dem im Wald liegenden Tempel Prea Khan gefahren und entgegen der Reiseführerempfehlung nicht durch das schöne Osttor, sondern durch das Westtor eingetreten. Diese Reihenfolge erweist sich eigentlich als vorteilhaft, denn während der Westeingang anfangs relativ unspektakulär ist, steigert es sich bis zum Osttor stetig an Imposanz. Der Prea Khan ist relativ verfallen und viele der langen Korridore sind mit Steinmassen zugeschüttet und nicht betretbar. Zum Osten hin öffnet sich jedoch die Anlage und gibt einen Eindruck davon, wie grosszügig dieser Tempel wohl mal gewesen ist. Auch hier sind zum Teil riesige Bäume über die Tempeldächer gewachsen, was ebenso fasziniert, wie beim Ta Prohm. Man kann fast überall umher laufen und durch die Ruine klettern, was für den Zustand des Tempels möglicherweise nicht zuträglich jedoch ein sehr authentisches Erlebnis ist. Einzig die vielen, vielen, vielen dicken Spinnennetze, die sich über die gesamte Anlage verteilen (ist auch bei anderen Tempeln der Fall, hier jedoch wirklich extrem) sind ein kleiner Horror für Arachnophoben und halten einen eher auf den stärker frequentierten Pfaden.

Nach dem Prea Khan waren wir so fertig, dass wir zwar die grosse Tempelrunde zu Ende fahren, jedoch nicht mehr für den Sonnenuntergang aus dem TukTuk aussteigen wollten. Als wir jedoch in der Abenddämmerung auf dem Heimweg an dem Tempel Pre Rup vorbei fuhren, änderten wir spontan unsere Meinung. Wir wollten dann doch noch diesen imposanten Tempel bis ganz nach oben klettern und von dort den Sonnenuntergang über dem Dschungel sehen. Gesagt, getan. Wir stiegen die wirklich steilen und hohen Treppenstufen hinauf und überlegten auf der mittleren Plattform, ob wir es wohl unbeschadet wieder runter schaffen. Aber da wir es schon bis über die Hälfte geschafft hatten, sahen wir letztlich keine Veranlassung, den Sonnenuntergang nur aus halber Höhe zu sehen, wenn wir uns doch auch bei dem Abstieg schon das Genick brechen könnten. So stiegen wir ganz hinauf und genossen mit vielen, vielen anderen Menschen den Blick über den Dschungel und sahen der Sonne dabei zu, wie sie sich vom Orangenen in einen roten Ball wandelte um dann in den Bäumen unterzugehen. Man hat vom Pre Rup (welcher übrigens definitiv einen Besuch wert ist!) eine tolle Aussicht über den Dschungel. Im Übrigen entdeckten wir auf der Nordseite des Tempels eine Holztreppe, die uns sicher wieder gen Erdboden brachte - wäre auch für den Aufstieg schön gewesen, wobei unser beschwerlicher Aufstieg auch irgendwo originell war. Auch hier könnte es mit Höhenangst übrigens unangenehm werden, denn die oberste Plattform ist nicht wirklich an den Rändern gesichert. Der Pre Rup gehört meiner Meinung nach unbedingt auf die Liste der To Dos, wenn man in Angkor ist und mehr als einen Tag Zeit hat!

Anschliessend ging es zurück zum Hotel und nach einem erneuten tollen Abendessen in unserem Hotel und noch zwei Flaschen Angkor Beer in einem unserer drei Zimmer geht es nun früh ins Bett, denn morgen möchten wir doch noch einen Sonnenaufgang miterleben. Auch wenn alle hierfür zum Angkor Wat pilgern, werden wir ihn wieder vom Phnom Bakheng, dem Tempelberg, aus geniessen, da es letztes Mal so leer und schön war. Dafür holt uns unser TukTuk-Fahrer um 4:40 Uhr am Hotel ab.

Angkor Wat - Westseite

Angkor Wat - Westseite

Angkor Wat - Blick von oben in Richtung Westportal

Angkor Wat - Blick von oben in Richtung Westportal

Westportal des Angkor Wat

Westportal des Angkor Wat

Angkor Wat - der oberste Turm

Angkor Wat - der oberste Turm

Angkor Wat - Süd-Ost-Seite

Angkor Wat - Süd-Ost-Seite

Mauer des Prea Khan

Mauer des Prea Khan

Prea Khan

Prea Khan

Prea Khan - mehr Ruine als Tempel aber trotzdem sehenswert

Prea Khan - mehr Ruine als Tempel aber trotzdem sehenswert

Prea Khan

Prea Khan

Pre Rup von unten

Pre Rup von unten

Pre Rup der Weg nach oben

Pre Rup der Weg nach oben

Pre Rup von oben

Pre Rup von oben

Sonnenuntergang über dem Dschungel

Sonnenuntergang über dem Dschungel

Pre Rup - selbst die Holztreppe ist steil

Pre Rup - selbst die Holztreppe ist steil

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir waren im Mai 2016 zuletzt für 4 Wochen zu zweit in Kambodscha und Vietnam unterwegs und werden nun Teile der damaligen Route (Siem Reap, Hanoi, Sapa, Ninh Binh, Halong Bay und Hoian) noch einmal im Rahmen eines Familienurlaubes zu fünft besuchen. Wir wohnen durchweg in den uns bereits bekannten und als super befundenen Hotels und wollen uns so vieles erneut ansehen, was uns bei unserer letzten Reise so gut gefallen hat - und hoffentlich auch noch vieles Neues.
Details:
Aufbruch: 03.02.2017
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 25.02.2017
Reiseziele: Kambodscha
Vietnam
Der Autor
 
Paula & Andreas Soundso berichtet seit 17 Monaten auf umdiewelt.