13.11.07: Noch 3 Wochen und dann geht's los, wow. Höchste Zeit für die letzten Vorbereitungen. Und auch ein Online-Tagebuch soll her - für alle, die ab und zu mal schauen möchten, wo wir gerade stecken. Herzlich Willkommen!
Ich hatte vergessen, das letzte Gibbon-Kapitel freizugeben, heute also gleich ein Bericht-Doppelpack.
Nach dem tollen Dschungel-Erlebnis sind wir wieder in ein Boot gestiegen fuer 2 Reisetage. Diesmal aber ein groesseres: die hiesige Faehre. Bootsfahren ist in Laos einfach angenehmer, als stundenlang durch die Berge im Bus zu kurven. Die Fahrt war ruhig, die Landschaft unveraendert schoen und sehr aehnlich zum Norden. Wir haben wieder viele kleine Nackedeis an den Ufern erblickt. Ab 16.00 Uhr ist grosse Waschzeit, alles schrubbt sich.
Es ging Richtung Sueden zur Weltkulturerbe-Stadt "Luang Prabang". Und von dieser Stadt waren wir wirklich sehr getan. Sie ist super gemuetlich und in sehr angenehmer Art und Weise auf Tourismus eingestellt. Viele suesse Cafes und Restaurants. Um das Essen haben wir uns umsonst Sorgen gemacht, alles sehr lecker. Das eigentlich bezaubernde aber sind die Moenche, die einem auf Schritt und Tritt in ihren orangenen Roben (meist mit Sonnenschirm) begegnen. Hier in Luang Prabang werden die Moench-Novizen geschult, zahlreiche alte und neue Tempel saeumen die Strassen. Wir sind 2 Tage einfach nur durch die Gassem geschlendert, haben die Maerkte besucht, Handwerksarbeiten und eine Auffuehrung des Royal Ballett Lao bestaunt und den ein oder anderen Tempel besichtigt.
Mathias Neugier verdanken wir nun unser bislang schoenstes Erlebnis: Etwas abgelegen lugte er einfach mal in ein Tempelseitengebaeude hinein - ein Moench-Schulsaal, wie sich heraus stellte. Der einzig anwesende junge Moench war nicht etwa veraergert, sondern sprach Mathias gleich an. Schon bald fragte er, ob wir ihn abends in Englisch unterrichten koennten.... Hui. Klar konnten wir.
So kam es also, dass wir gestern abend in einem winzigen kargen Moench-Zimmer sassen. Die Waende waren mit lauter Schriften bepflastert. 3 junge Moenche erwarteten uns genauso gespannt wie wir sie. Und los ging's, ein Kauderwelsch an Grundzuegen englischer Grammatik, Fragen ueber das Moenchleben (die muessen jeden Morgen um 4 h aus den Federn) und ihren Fragen ueber unser Leben wogte ueber den Abend. Wir waren ganz verzaubert. Das sind die Momente, die man nicht bestellen kann, die das Reisens aber so einzigartig machen.