Wowowo, nun haben wir den 07.08. und haengen fest hier in Ha Long Stadt. Da wollten wir den Touritouren hier entgehen und haben uns per Bus auf den Weg hierhin gemacht, um die angeblich deutlich weniger ueberfuellte und genausoschoene bis noch viel schoenere Bai Tu Long Bay zu bestaunen und dort ein paar Tage auf Quan Lan zu entspannen. Nun gibts aufgrund Sturms keine Faehrfahrt heute. Vielleicht morgen hiess es. Wir warten. Chris, der sich dann doch noch im letzten Moment fuer mein Vorhaben und gegen die Tour entschieden hat, hat sich eben auf den Rueckweg nach Hanoi gemacht. Will nicht warten, aber ich hatte ihm gesagt, dass es grandios oder oder ein Reinfall werden koennte. Nun sitz ich hier und verbringe den Tag mit Internet, lesen, Liverpooltrikotfuer3,50EURkaufen. Gibt spannenderes, sicher. Aber ich erzaehl Euch dann mal ein bisschen ueber meine Reise durch den Sueden Laos, auch wenn sich ja dann doch wieder fast keiner einer gemeldet hat Danke Kai!
Suedlaos und Vientiane: Don Det, 15.07. bis 17.07. Pakxe, 17.07. bis 20.07.
Nadine und Steffi begleiteten mich ueber die Grenze, die uns statt ausgefallenem Bus geschickten Motos waren dann nur leider nicht so dolle. Bir mir war die ganze Zeit immer wieder der Reifen platt (aber es gibt ja genug Moeglichkeiten an der Strasse, wieder aufzupumpen), bei Nadine sprang permanent die Kette ab. So brauchten wir ein Weilchen mehr, bis wir am Boetchen nach Don Det ankamen. Don Det gilt als die gemuetlichste und rucksacktouristischste der Inseln, viel los war aber nicht. Nichtsdestotrotz war es nett da. Wir fanden einen Bungalow auf der Sunset-Seite fuer zweieinhalb Dollar (but sunset no have, have clouds, sunset no have) mit haertestem Bett. Hat aber fuer drei gereicht. Und die Maedels lernten ein bisschen Vokabeln. Pluemmo und Fimsche. Und Floenz. Hat aber was gedauert bis sies drauf hatten. Ich sag nur: "Also ohne Pluemmo zu sein, ich finds schon ein bisschen hart hier.." Mittlerweile ham sies drauf.
wieder ne internationale Grenze, vorne Laos, hinten Kambodscha
1. Motopanne, im Hintergrund die Grenze
s.u.
immer wieder lustig das Englisch hier, nicht zu toppen aber die Fried French
Am naechsten Tag starteten wir eine Radtour nach Don Khon. Wir waren spaet dran und der Weg war schwieriger als gedacht. Durch Reisfelder, zum Teil durch halben Meter tiefes Wasser, 2 km ueber die ehemalige Eisenbahnstrecke, nur Geholper auf all den Steinen. Bald war mein Reifen platt und - wie schon mit den Mopeds - Nadines Kette immer wieder runter. Wir konnten nicht schwimmen und wurden auf dem Rueckweg dazu noch klitscheklatschenass, aber ich fand es war ne tolle Tour. Auch wenn der Beach aufgrund des Braeunitat des Gewaessers sich weniger anregend zeigte.
Ja der Wasserfall hier auf Don Det war nicht so Knueller, trotzdem schoene Tour
durch Reis und Matsch
ja so ungefaehr sieht ein Mekong Beach dann in der Regenzeit aus
Es war insgesamt nicht viel los auf der Insel, wenig Leute waren da, daher gings dann nach zwei Naechten auch schon wieder weiter nach Pakxe. Haett noch einen Tag bleiben koennen musst es aber nicht. Und zu dritt reist es sich dann ja auch ein bisschen besser, auch finanziell gesehen.
Am Morgen gings frueh mit dem Boot zum Bus, um neune sollt der starten. Laotischer Zeit versteht sich. Aber das ist ja auch ok. Er war propevoll der Minibus, die Backpacks auf dem Dach. Ohne Plane, da ja nur fuer 20 Minuten, wie uns gesagt wurde. Auf der schlammigen hubbeligen Wackelpiste zur Hauptstrasse kam Nadines Rucksack schon vom Dach. Dann haben sie sie nochmal festgemacht, richtig diesmal. Auf der Hauptstrasse ist dann nur noch ein einzelner Koffer runtergekommen, so bei 100 etwa, und im Wassergraben gelandet. Und bis der Fahrer mal gehalten hatte, sind locker 200 bis 300 Meter vergangen. Bin mir nicht sicher, ob es an den Bremsen lag oder ob der Fahrer der nun ja mittlerweile wirklich festen Konstruktion da oben auf dem Dach insgeheim vielleicht doch weniger traute als er zugab. Wir sind dann raus aus dem Bus, der war ja eh, wie wir inzwischen festgestellt hatten, nicht Richtung Norden nach Pakxe, sondern Richtung Sueden kambodschanische Grenze unterwegs. Und da es ja nicht so viele Strassen gibt, musste er dann ja wieder vorbeikommen. Also entschieden wir uns zu warten, dann konnten die anderen ihre Sachen vor weiterem bewahren und ins Fahrzeug packen. Mit uns warteten Romain und Bets (wenn ich die nun richtig schreiben). Die waren auf dem Weg auf die (ihnen mitgeteilt) nur 20 Minuten von Don Det entfernte Insel Don Khong.
Wie dem auch sei, es wurde sich unterhalten, so gut es mit Franzosen eben geht. Ich glaube sogar, recht ausgiebig insgesamt. Die 10 laotischen Minuten, in denen der Bus zurueck sein sollte, kamen mir jedenfalls ein kleines bisschen laenger vor. Und als wir wieder drin sassen und uns nun auf der Fahrt in Richtung Pakxe waehnten, bog der Fahrer ploetzlich wieder links ab Richtung Faehrort zu Don Det. Seine Schwester hatte ihn wohl grad angerufen und wollte mit. Jaja. Viele Schwestern die da in den Wagen stiegen. Alte junge maennliche weibliche. Und nun als wir dann wirklich endlich Richtung Don Khong und Pakxe starteten, war es schon halb 12. Weltzeit, nicht laotischer...
Nun wollten die Franzosen natuerlich nicht mehr nach Don Khong, da es ja nun lediglich einen Nachmittag fuer sie da bedeutet haette. Also wurde gross diskutiert, und am Ende mussten sie doch draufzahlen, um dann mit uns bis Pakxe weiterzufahren. Ganz zuegig uebrigens ab dann.
wie Walnuss schmeckts
hab mich an die Monster aus Commander Keen 1 und 2 erinnert, wer den noch kennt. Die mit den Stielaugen
Ja, dann mussten wir uns trennen. Nach 7 Jahren wars dahin. Schmutzig, stinkig, und -das war das Problem- zerrissen
Dort gings nach der ersten Nacht mit den beiden Fried French und und zwei weiteren davon (Pauline und Thomas) ueber Champasak nach Vat Phou. Ein weiterer Khmer-Tempel, aber bis etwa 100 Meter hoch am Hang. Und er hat uns alle beeindruckt, obwohl wir alle Angkor schon gesehen hatten. War weit weniger erhalten, aber viel ruhiger und aussichtsreicher. Meinekleineflaschebier, natuerlich war sie auch mit. Klar, ging doch zum Tempel. Wir hatten ein absolutes Partytuktuk, richtig laute Mucke. Und sogar mit Haengematte (hab jetzt auch eine in Hanoi gekauft , damit der Fahrer sich das Warten auf uns etwas gemuetlicher machen kann. Und waehrend es Romain immer schlechter wurde mit Magenschmerzen und diarrhoeischer Flitzekacke (Durchfall (medizinisch auch die Diarrhoe oder Diarrhö von altgriechisch διάρροια diárrhoia "Durchfall" aus διά- diá- "durch-" und ῥέω rhéo "ich fließe") ist der öfter als dreimalige Stuhlgang am Tag, wobei der Stuhl ungeformt ist und bei Erwachsenen ein Gewicht von 250 g pro Tag überschritten wird. - ich weiss ob er diese Grenze wirklich geknackt hat, glaub aber schon. Hab jedenfalls nicht weiter nachgefragt), wollte ich Meinekleineflaschebier auf der Faehre gegen ne lecker Pepsi tauschen. Sie hats wirklich ernst genommen, hab dann aufgehoert zu aergern. Sie hatte wirklich Panik.
Schaukelflaschenbaby
PartyTukTuk mit der Haengematte, leider meine Fahrt nur auf Video...
sogar TUV haben die hier, unten links
Faehrfahrt ueber den Mekong bei Champasak
Nein, war doch nicht ernst gemeint. Wie koennte ich...
Ja, dann hat Micha seinen TukTuk-Fuehrerschein gemacht. 200 Meter Praktische Pruefung, und bestanden. Ist gar nicht so schwer, nur meine Beine hindern mich ein bisschen am lenken. Ist hier aber eh nicht so wichtig, so lange denn die Hupe funkt.
Nach dem Tempel und dem Museum gabs dann noch was zu Essen, auch um den Regen abzuwarten, der genau puenktlich nachdem wir fertig waren kam. Ich hab dann endlich mal Papayasalat probiert, aus gruener Gemuesepapaya mit Chili, kann ganz schoen hot sein. Und am Ende des Tages konnt ich dann laotisch zaehlen. Hatte genug Zeit gehabt auf der Fahrt. Vietnamesisch lern ich aber nicht. Da muesst ich viel zu viel lernen, da die hier eh immer doppelt aufschlagen.
Vat Phou von unten
dann sind wir hoch, die waren ganz schoen langsam die drei...
oben ganz oben
Buddha hat komische Fuesse
und von oben...
Am naechsten Tag wollte ich eigentlich mit den vier Franzosen eine Radtour Richtung Osten ins Bolavenplateau machen, soll sehr schoen sein da und wir haetten uns 75 km auf dem Rad bewegt. Natuerlich nicht ganz vorhersehbar alles, aber Plan waere gewesen am naechsten Tag abends zurueck zu sein. Dazwischen kam, dass es Romain immer schlechter ging und dann doch es so langsam Richtung Malaria zu deuten schien. Hat sich im Krankenhaus nachher erledigt. Aber so fiel die Tour aus und ich startete meine zweite grosse Tour der Reise, diesmal mit Franzosen, Pauline und Romain. Kaffeeplantage (Ich hab sogar ein bisschen Kaffee und Zucker in meine Kondensmilch getan!), Wasserfaelle...
Los gings mit dem Songtheau (?), nem kleinen Lkw grosser Pickup Verschnitt, auf dem ich hinten auf den Reissaecken sass. Wir halfen, die Saecke auszuladen und sie waren alle ganz begeistert, wie einfach es fuer uns war und wie hoch wir sie stapeln konnten. Sind nunmal ein bisschen groesser als Laoten. Dann gings zum Wasserfall und es gab die erste Begegnung mit den kleinen Blutegeln, die Dich ganz schoen zum Bluten bringen koennen, wenn Du sie beim trinken stoerst. Ich wuerd Euch gerne ein Video zeigen von dem Wasserfall Tad Yeouang, aber das kann ich hier nicht hochladen.
unser Sontheau Richtung Wasserfaelle, ich durf hinten auf den Saecken sitzen
Tad Yeuang, dahinter 50 MEter runter
unterhalb des Wasserfalls
Ich bin soooo nass geworden, toll! Die Gischt war so stark, dass ich gar nichts mehr sehen konnte. Und im Anschluss gings nach Lonely Planet Geheimtipp rechts an dem Toilettenhaeuschen vorbei durch den Dschungel zum Tad Fan, dem hoechsten Wasserfall. Ist aber ein Zwillingswasserfall, und wir kamen zwischen den beiden Fluessen raus. Und da diese dort an diesem Wasserfall ein bisschen tiefer fallen (150 Meter gehts nach unten), haben wir dann nicht mehr weiter gekonnt. Aber wir waren zwei Meter von der Klippe weg, weiter war dann zu gefaehrlich Und zurueck gings nur mit Rhomas Hilfe. Ich musste einsehen, dass die FlipFlops das falsche Schuhwerk waren fuer diesen Trip. In all der Matsche mit Stacheln, Dornen und Egeln und ohne Baeme, an denen ich mich wenigstens zu Beginn noch hochangeln konnte, brauchte ich Thomas Fuesse samt Schuhe als Stufen. Allein haett ichs zwar geschafft, waer aber weitaus schmerzhafter geworden. Und ich hab die Stacheln ja auch jetzt so schon noch in Fingern und Fuessen - nach 3 Wochen! So langsam kommen sie alle raus...
Tad Fan, mehr als 150 Meter ueber dem Tal...
auf dem Rueckweg von Tad Fan
oben das dunkle der Blutegel
Zueruck gings dann p.a., war aber auch kein Problem. Grad an die Strasse gekommen und den ersten Wagen erblickt, hielt er auch schon an. Fuer lau zurueck nach Pakxe, damit hat der TukTuk Driver, der uns zu Wucherpreisen nach haus bringen wollte nicht gerechnet. Ganz um sonst wars dann nicht. Wir haben dem ein ganz kleines bisschen Deutsch sprechenden Fahrer in seinem Restaurant dann noch zwei Bierchen ausgegeben, bevor es dann zu Fuss zum Duschen ging. War ja auch angebracht...
Pauline, Thomas und ich, hinten auf dem ersten Wagen, der vorbeikam
Und der Fahrer sprach dann auch noch Deutsch, die DDR war ueberall. Nicht nur in Cuba...
Nudeltrocknung
Der naechste Tag war superheiss. So wie es die ersten Tage noch ertraeglich war auch mit ein bisschen Regen zwischendurch, so unertraeglich war er dann. Ich hatte mich fuer den Nachtbus nach Vientiane entschieden, der startete entsprechend erst abends. So hiess es essen, trinken, Internet, der Sonne aus dem Wege gehen...
Im Bus traf ich dann Zack, den Tokyoter, der sich mit dem Bus nach Afrika reisen will. Nach Bangkok ist er eingeflogen, hat sich an den Straenden Thailands mal schnell ein bisschen verbrannt und ist dann nach Laos. China, Tibet, Nepal, Indien, Kirgisistan, Pakistan, Georgien, Armenien, Tuerkei, Jordanien, Israel, Aegypten und dann weiss er nicht mehr so genau. Vielleicht am Mittelmeer entlang. Alles jedenfalls in ein bis eineinhalb Jahren. Cooler Typ! Er sollte mich auch noch die naechsten Tage begleiten, neben einigen andern in Vientiane, Vang Vieng und Luang Prabang...
mein Nachtbus nach Pakxe, und ich hatte Glueck mit hinten 2. von rechts und Tokyoter Zack neben mit...