Laos-Reisebericht :Ich bin dann mal weg - 3 Monate Südostasien und 3 Monate Zentralamerika

Laos

24.10.2011
Wieder charterten wir ein Songtheow (1500 baht), um zur Grenze nach Laos zu kommen. An der Grenze war nicht viel los, so dass wir ruckizucki drüben waren. Ausreisestempel der thailändischen Behörden auf der einen Seite, mit einem kleinen Boot über den Mekong und dann Visa für Laos auf der anderen Seite. Für Deutsche kostet es nur 30$, für die Holländer und die Engländerin 35$. Warum auch immer. Da ich meine extra dafür angefertigten Passfotos nicht finden konnte, musste ich mir in Chiang Rai welche machen lassen. Nun bin ich im Besitz von Fotos, die mich aussehen lassen, wie eine Insassin des örtlichen Gefängnisses. Houay Xai ist ein kleiner Ort, wo niemand länger bleibt, als nötig. So versuchen die Einheimischen, aus den Übernachtungsgästen so viel Geld wie möglich rauszuquetschen. Das fängt bei den Übernachtungspreisen an und hört beim Essen auf. Also nix wie weg mit dem Boot 2 Tage den Mekong stromabwaerts richtung Luang Prabang.

Speisekarte

Speisekarte

Blick von Laos nach Thailand

Blick von Laos nach Thailand

Boot nach Pakbeng

Boot nach Pakbeng

26.10.2011 Luang Prabang
Raus aus dem überfüllten Touriboot, vorbei an den Schleppern der Guesthäuser und rein in die beschauliche Altstadt. Wir checken im Silichith Gh für 50000 Kip ein. Nach einer Nacht ziehen wir um, da das Zimmer, vor allem das Bad an den Wänden voll Schimmel waren. Dafür gibts kostenlos wlan, was will man mehr. Luang Prabang präsentiert sich äußerst sauber und nett. Der französische Einschlag ist nicht zu übersehen. Angefangen von den Kolonialbauten bis zur französischen Küche allerorts. Ein frisches Baguette zum Frühstück, das ist doch mal was. Der Nachtmarkt ist groß, allerdings verkaufen alle das Selbe. Mich beschleicht der Verdacht, dass 95 % der angebotenen Waren chinesischer Herkunft sind. Der Sonnenuntergang soll am schönsten vom Phou Si aus zu beobachten sein. Leider war es an dem Abend zu diesig, um die Sonne überhaupt sehen zu können. Trotz allem haben wir die Aussicht auf die Tempel und die Flüsse Mekong und Nam Khan bei einen Beer Lao in Gesellschaft von einer lärmenden Schulklasse und Millionen von Moskitos genossen. Beim Abstieg war es schon dunkel und keiner hatte eine Taschenlampe bei sich. So hatten wir eine sehr lustige Nachtwanderung, einzig erhellt durch das Display von Ralphs Handy. Auf halben Wege sprach uns ein Mönch an, er bräuchte Geld für einen Englischkurs. Hannah und ich waren sehr skeptisch und wollten nichts geben. Es war einfach der falsche Zeitpunkt, um Menschen auf soetwas anzusprechen (im dunkeln auf einer verlassenen Treppe). Weiterhin hatten wir unsere Zweifel an der Echtheit des Mönchs. Ralph und Ed sind dem Charm der gelben Kutte erlegen und haben ihm etwas Geld gegeben. Es blieb ein fader Nachgeschmack auf beiden Seiten (der skeptischen Mädels und der nachgiebigen Jungs).

Frau reist mit viel zu viel Gepaeck.

Frau reist mit viel zu viel Gepaeck.

Aufstieg zum Phu Si.

Aufstieg zum Phu Si.

Nette alte Oma, die Touristen nappt, indem sie...

Nette alte Oma, die Touristen nappt, indem sie...

... Touristen Opfergaben vor einem Tempel verkauft. In den Tempel kommt man aber nur rein, wenn man Eintritt bezahlt.

... Touristen Opfergaben vor einem Tempel verkauft. In den Tempel kommt man aber nur rein, wenn man Eintritt bezahlt.

Am Abend hatten wir dann das Abschiedsabendessen mit unseren Boys im Utopia. Einer hippen Bar mit lauter jungen hippen Menschen und sehr netten Terassenplätzen zum chillen und relaxen. Das Essen war phantastisch und die Sicht auf den langsam dahinfließenden Nam Khan ist ein Traum. Die Reiserouten unserer Viererbande trennen sich ab morgen und Hannah und ich müssen Abschied nehmen von 2 wirklich tollen Menschen. Wiedersehen garantiert, egal ob in London, Rotterdam oder Erfurt!
Da wir uns dann doch nicht so einfach trennen konnten, haben wir mit den Boys noch ein letztes Frühstück eingenommen, um sie dann gehen lassen zu müssen.

Danach sind Hannah und ich zum vietnamesischen Konsulat, um unsere Visa zu beantragen. 10 Min später und 60$ leichter hatten wir unsere Pässe samt Visum wieder in der Hand. Sodann sind wir über die Sisavangvong- Brücke gelaufen hinein in ein ganz anderes Luang Prabang. Hier gibt es keine Guesthäuser und schicken Restaurants, sondern einfache Marktstände und noch einfachere Behausungen. Ein schickes Restaurant findet man dann doch, normalerweise über den Fluss mit dem hauseigenen Boot zu erreichen. Es heißt dyen sabai und ist sehr zu empfehlen. Gemütliche tiefe Tische, an denen man entweder im Schneidersitz sitzt, oder seitlich liegt. Wieder ein grandioser Blick über den Nam Khan. Wegen der heißen Temperaturen haben wir uns dort eine Laomassage (1h für 60000 Kip) gegönnt und haben es uns bei Bananenshakes und Sticky Reis mit Mango gut gehen lassen. Nach dieser ausgiebigen Siesta waren wir gestärkt, um den Weg weiter zu laufen vorbei an Frauen an Webstühlen und lärmenden Baumaschienen, bis zum kleinen Shop einer alten Frau, die selbstgemachte Wandbehänge verkauft. Als sie für ein Teil 1,50m x 2m 250$ verlangte, sind wir dann doch lieber gegangen. Am Abend haben wir neben dem Nachtmarkt einen Fisch frisch vom Grill gegessen, ein Gaumenschmaus.
Wir haben uns ein Ticket für den 30.11. Zur Weiterreise gen Norden geholt. Die Fahrt geht in einem Minivan Richtung Nong Kiao, 65000 Kip.

Nichs fuer schwache Nerven.

Nichs fuer schwache Nerven.

© Sandy Maletschek, 2011
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Thailand, Myanmar, Laos, Vietnam und Zentralamerika Getreu dem Motto "Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deinen Traum!" werde ich mich nach SOA aufmachen, um mir meine Träume zu verwirklichen. Ich lade Euch ein, mir dabei Gesellschaft zu leisten. Ich freue mich auf Eure Gästebucheinträge. Sandy
Details:
Aufbruch: 05.10.2011
Dauer: 7 Monate
Heimkehr: Mai 2012
Reiseziele: Thailand
Laos
Vietnam
Myanmar
Deutschland
Mexiko
Der Autor
 
Sandy Maletschek berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt.
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