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Malaysia - Eintauchen in eine faszinierende Kultur und fremde Religionen, pulsierende Großstädte, einsame Eilande mit palmengesäumten Stränden, üppiger Dschungel, Teeplantagen...
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Hurra, auf geht es nach Malaysia!
Nachdem ein guter Freund und ich uns erst drei Wochen zuvor zu einer Reise in das südostasiatische Land entschlossen hatten, startet jene am 19.09.2006, allerdings zunächst mit kleinen Aufregungen. Am Check-in des Dresdner Flughafens wird uns mitgeteilt, dass es unsicher sei, ob wir mit der Maschine von Frankfurt nach Singapore mitkommen würden, da diese überbucht sei und man uns demzufolge keine Bordkarten aushändigen könne. Na, das sind ja wirklich tolle Aussichten! Auch der Übergang in Frankfurt ist äußerst knapp, nur 35 Minuten bis zum Start. Im Dauerlauf hetzen wir von einem Terminal zum nächsten, erreichen knapp das Gate, haben Glück und erhalten doch zwei Plätze. Nun haben wir 12 Stunden Zeit, wieder zu Puste zu gelangen.
Nach einem kurzen Stopp in Singapore geht es mit dem nächsten Flugzeug weiter nach Kuala Lumpur. Als wir das Flughafengebäude verlassen, schlägt uns eine feuchte Hitze entgegen, die man förmlich körperlich spürt. Das Betreten einer Dampfsauna dürfte ähnliche Empfindungen hervorrufen.
Kuala Lumpur - Gewürzladen
In Kuala Lumpur spielt ein Kontrastprogramm: Strassenrestaurants, Garküchen, Lebensmittel- und Gewürzläden, Geschäfte jedweden coleurs, ein Gewimmel von Menschen unterschiedlichster Nationalitäten; unweit daneben Banken, Hotels, Shoppingmalls und Firmengebäude mit hypermodernen Glasfassaden. Überall wird geköchelt und gebraten, der Duft nach Curry, Majoran und anderen Gewürzen steigt in die Nase, immer neue Gerüche. Eine Mischung aus Ost und West.
In den Strassen von Kuala Lumpur
Petronas-Twin-Towers
An den beiden Tagen in Kuala Lumpur legen wir alle Distanzen per pedes zurück. Für uns als passionierte Wanderer ist dies nicht wirklich schwierig.
Zuerst geht es zum Wahrzeichen der Metropole, den Petronas-Twin-Towers. Ehrfürchtig stehen wir vor diesem bei seiner Eröffnung 1996 mit 452m höchsten Gebäude der Welt. Beide Türme sind im 41. und 42. Stock durch eine Brücke miteinander verbunden.
Wir erhalten aus dem begrenzten Kontingent kostenlose Karten für eine Besichtigung, welche für 16 Uhr vorgesehen ist. Also haben wir noch fast sechs Stunden Zeit.
Nun begeben wir uns zum Menara-Tower, mit 421m einer der höchsten Fernsehtürme der Welt. Mit einem Aufzug erreichen wir die Aussichtsplattform, von welcher man die gesamte City überblicken kann. Über 12 Fenster der Glaskugel erhält man mittels eines Audioguides Informationen zu den Highlights der Stadt.
Auf dem Merdeka-Square, wo 1957 die Unabhängigkeit des Landes ausgerufen wurde und auf dem ein 100m hoher Fahnenmast (der höchste der Welt) hindrappiert wurde, machen wir erstmal siesta. Sengende Hitze läßt uns immer wieder zur Wasserflasche greifen.
Petronas-Twin-Towers
Jamek-Moschee am Zusammenfluß des Sungai Klang und Sungai Gombak
Vorbei am Sultan Abdul Samad Building, dem heutigen Supreme-Court, stoßen wir auf den Zusammenfluß von Sungai Klang und Sungai Gombak. Hier befindet sich die im orientalischen Stil erbaute Jamek-Moschee. Umgeben von modernen Hochhäusern wirkt sie ziemlich pittoresk.
Vor der Besichtigung der Petronas-Towers erhaschen wir noch einen ersten Eindruck von dem riesigen Kuala Lumpur City Centre, einem Einkaufs- und Wirtschaftskomplex.
In den Petronas wird uns zunächst ein Film über die Konzeption und Erbauung dieses monumentalen Werkes gezeigt. Dann muss sich unsere Gruppe von ca. 15 Personen einem Sicherheitscheck unterziehen, bevor die Fahrt in den 42. Stock zur Verbindungsbrücke beginnt. Hier haben wir etwas Zeit, die Umgebung von oben zu betrachten. Leider ist dies aber auch der höchste für Besucher zugängliche Punkt.
Diesen ersten Tag im fernen Malaysia lassen wir in Chinatown ausklingen, schlendern über den Nachtmarkt mit den zahlreichen Ständen, an denen die unterschiedlichsten Waren feilgeboten werden, besichtigen den Sri Mahamariamman-Tempel und lassen in einem Straßenrestaurant bei einem leckeren Mahl das pulsierende Leben ringsum auf uns wirken.
Universitätsgebäude
Tags darauf unternehmen wir eine Wanderung quer durch die halbe Stadt, streckenweise an einer Autobahn entlang, zur Nationalmoschee. 75 m hoch ragt das Minarett aus einem Wasserbecken empor. Die Hauptkuppel mit dem 18-zackigen Stern symbolisiert die 13 Staaten Malaysias und die 5 Grundpfeiler des Islam. Unterhalb des Eingangs an einem Springbrunnen ruhen wir unsere heißgelaufenen Füße erstmal aus, bevor wir uns zur nahegelegenen "grünen Lunge" von Kuala Lumpur aufmachen.
Nationalmoschee
Im Orchideenpark in Kuala Lumpur
Im Orchideen- und Hibiskuspark bewundern wir die üppige Vegetation und die liebevoll angelegten Blumenrabatten. Der weitläufige Lake-Garden bekommt nicht unbedingt unseren Beifall - ein Mittelding zwischen naturbelassener Wildnis und von Menschenhand errichteter Ordnung, gestört von dem einen oder anderen kleinen "Müllhaufen". Aber es läßt sich auch hier wunderbar entspannen, kaum einem Menschen begegnet man. Ruhe pur und das inmitten einer solchen Metropole.
Ganz in der Nähe, zwischen Nationalmoschee und den Parks, befindet sich das Islamic Arts Museum, das einen Überblick über die islamische Kultur in aller Welt verschafft. Leider hat man die Klimaanlage derart heruntergefahren, dass wir es ohne Jacken nicht lange aushalten und die Keramiken, Messingarbeiten, Textilien, Bilder und anderen Ausstellungsstücke nur sehr grob betrachten können. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich jemals nach der Hitze draußen sehnen könnte.
Im Orchideenpark in Kuala Lumpur
Den Abend genießen wir an den Springbrunnen unterhalb der Petronas-Towers, tief bewegt von einer eigentümlichen Mixtur aus der Bewunderung für dieses wundervoll illuminierte Meisterwerk menschlicher Baukunst, dem tropischem Klima, fremdartigen Gerüchen, der Unbeschwertheit des Spiels der Kinder, dem Gefühl von Freiheit und nicht zuletzt der Wirkung der Tiger-Biere.
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