Malaysia-Reisebericht :sieht so aus, als flöge ich um die Welt...?

Penang : 30.01. Penang

Am nächsten morgen kommen wir natürlich eher schlecht hoch. Dennoch sind wir beide pünktlich in der Lobby, heute gibt es Penang im Schnelldurchlauf. Als erstes besichtigen wir den Kek Lok Si Tempel, den drittgrößten buddhistischer Tempel in Asien. Wir fahren direkt nach ganz oben, wo die riesige Lady Buddha Statue beeindruckt. Die Aussicht auf Penang ist auch nicht schlecht. Unser Guide erzählt uns einiges zu dem beeindruckenden Tempel. Er erläutert auch, wie man einen Wunsch macht und ich wünsche mir mit einem grünen Bändchen Gesundheit. Es schmückt immer noch den Wunschständer in Penang.

Zwei "große " Damen... Hüstel

Zwei "große " Damen... Hüstel

Die Aussicht

Die Aussicht

Das Regal der Wünsche

Das Regal der Wünsche

Mein Wunschfähnchen

Mein Wunschfähnchen

Der Wunschständer mit den bunten Wünschen

Der Wunschständer mit den bunten Wünschen

Eins für Mama, die von diesem Garten begeistert gewesen wäre

Eins für Mama, die von diesem Garten begeistert gewesen wäre

Wir fahren den Berg etwas herunter, um uns die Schildkröten anzuschauen, die hier in einem kleinen Teich gehalten werden, das finde ich aber nicht so beeindruckend. Immerhin habe ich die Riesenschildkröten in SriLanka hautnah erlebt.
Nach dem Kek Lok Si halten wir kurz beim Royal Botanic Garden. Auch dort gibt es die obligatorischen Affen, von denen ich mich allerdings fern halte.

Ein Teich voller Schildkröten

Ein Teich voller Schildkröten

Das nächste Ziel ist eine Batikfärberei. Uns wird der traditionelle Stempeldruck gezeigt. Dann können wir die Verkaufsräume betreten, wo eine Menge Verkäufer bereits darauf warten, uns grässlich bedruckte Kleidung zu verkaufen. Die meisten drehen einen Runde und gehen direkt wieder raus. Es geht direkt nach nebenan, in einen Kaffe- und SchokoladenShop. Nun haben wir schon zwei guides, sind die nicht eigentlich dafür da, dass man als Tourist nicht in solche Verkaufsveranstaltungen gerät?
Der in Miniplastiktässchen gereichte Probierkaffee mit verschiedenen Flavours ist allerdings wirklich spitze. Die Schokolade auch. Ich komme fast in Versuchung doch etwas zu kaufen, bis ich die Preise sehe.

Vor dem Shop der Batikfärberei

Vor dem Shop der Batikfärberei

Als nächstes besichtigen wir wieder einen Tempel. Der Wat Chaiyamangalaram ist ein thailändisch buddhistischer Tempel, der ebenfalls einen liegenden Buddha beherbergt. Das Tempelinnere ist wirklich prächtig geschmückt. Vor allem die Wände, die gefliest sind mit lauter Fliesen mit kleinen Buddhaabbildungen. Auch das Bodenmosaik ist wunderschön und sehr alt. Unser Penang Guide erläutert, dass wir hier nicht die Schuhe aus religiösen Gründen ausziehen müssen, sondern um die Bodenplatten zu schonen. Hinter dem Buddha beherbergt die Wand tausende kleine Nischen. Diese kann man kaufen, um die Urne mit der Asche, ein Foto und evtl. eine Plakette mit ein paar Daten dort unter zu bringen. Wenn jemand, für den eine solche Nische gekauft wurde, dann doch nicht hier beigesetzt werden kann, dann bleibt die Nische leer, kein anderer Verstorbenener wird dort untergebracht, denn die Geister sind sehr empfindlich, erläutert unser Führer. Auch die Wandbilder hinter dem Buddha sind beachtenswert, finde ich.
Interessant finde ich auch die Gegensätze der Stadt, die einige Wolkenkratzer besitzt, die man auch vom Hof des Tempels aus sehen kann. Dieses miteinander von sehr alt und sehr neu.

Noch ein liegender Buddha,  wenn auch nicht ganz so lang wie der in Wat Pho

Noch ein liegender Buddha, wenn auch nicht ganz so lang wie der in Wat Pho

Buddhas vor den Nischen für die Verstorbenen

Buddhas vor den Nischen für die Verstorbenen

Die Wandmalereien haben mich sehr beeindruckt

Die Wandmalereien haben mich sehr beeindruckt

Einfach alles ist geschmückt,  auf dem Boden die tollen Fliesen,  tausende Buddhas an den Wänden und der Sockel des liegenden Buddha mit einem Relief

Einfach alles ist geschmückt, auf dem Boden die tollen Fliesen, tausende Buddhas an den Wänden und der Sockel des liegenden Buddha mit einem Relief

Gegensätze...

Gegensätze...

Der nächste Tempel liegt gleich gegenüber. Ebenfalls ein buddhistischer Tempel, aber ein burmesischer und das ist was Architektur und "Style" betrifft ein großer Unterschied.
Toll, dass das so miteinander und nebeneinander geht.
Wir alle gongen in dem burmesischen Tempel dreimal für Gesundheit, Wohlstand und...Das dritte hab ich vergessen.

Doppelte Türwache

Doppelte Türwache

Über Geschmack lässt sich nicht streiten

Über Geschmack lässt sich nicht streiten

Der Gang hinter dem großen Buddha. Vorne läuft unser Führer mit Sophie.

Der Gang hinter dem großen Buddha. Vorne läuft unser Führer mit Sophie.

Hinter dem Buddha die kleinen Abbilder an der Wand sind wohl Spenden für einen besonderen Wunsch

Hinter dem Buddha die kleinen Abbilder an der Wand sind wohl Spenden für einen besonderen Wunsch

Mir haben es vor allem auch die Schnitzereien angetan

Mir haben es vor allem auch die Schnitzereien angetan

Das hat Spaß gemacht

Das hat Spaß gemacht

Dann geht es zum Fort Cornwallis am Meer. Das schauen wir uns jedoch nur von aussen an. So spannend ist es wohl auch nicht und es ist auch am Meer immer noch so heiß, dass wir alle froh sind, wieder in den klimatisierten Van steigen zu können, um zum nächsten Stop zu fahren. Chew Jetty, ein auf Stelzen ins Meer gebautes ehemaliges Fischerdorf und aktuelles Weltkukturerbe.

Gegenüber vom Fort Cornwallis

Gegenüber vom Fort Cornwallis

Erstmal bleiben wir jedoch an einem kleinen chinesischen Tempel direkt vor der Plakette des Stelzendorfs stehen. Unser Penang Guide erklärt, mit welcher Zeremonie man Krankheiten, die auf Flüche oder böse Geister zurückzuführen sind los wird. Man braucht ein Medium, das nach Gebeten und Meditation einen speziellen Spruch aufschreibt, über dem man dann betet. Anschließend wird u. a. das Pergament verbrannt und getrunken. Das fand ich mit am spannendsten heute, denn er berichtet aus eigener Erfahrung.

Keine Ahnung wie er hieß

Keine Ahnung wie er hieß

Wieder so eine tolle Türwache

Wieder so eine tolle Türwache

Am Eingang zum Stelzendorf interessieren wir uns erstmal vor allem für das angebotene Wassereis. Dann folgen wir unserem Führer durch das ehemals nur von Fischern bewohnte nun als Touristenattraktion betriebene Dorf.

Hier endet unsere Tour auch und wir verabschieden uns von unserem Führer. Alle zusammen fahren wir noch zum Komtar, dem zentralen Busbahnhof. Hier wollen wir erst mittag essen und uns dann ggf. für eine Tour in die Altstadt wiedertreffen. Es entspannt sich eine längere Diskussion. Ich bin ein wenig genervt, da ich das Problem nicht verstehe, eine Uhrzeit und einen Treffpunkt auszumachen. Wer nicht kommen will, kann sich ja separieren.
Hendrik, Samira und ich gehen zusammen essen und schauen noch 10 Minuten zwischen den Geschäften umher.

Nur Felix, Simone, Samira, Hendrik und ich sind übrig geblieben und Pong bringt uns bis zu den ersten Straßen von Goergetowns Altstadt. Dort verabschiedet er sich.
Als erstes fällt mir ein Bild aus Metallstreben an einer Häuserwand auf. Diese gibt es über die ganze Altstadt verteilt, sie schildern die alten Handwerkskünste und wie das lokale Leben früher war.

Hier war früher die Straße der Friseure

Hier war früher die Straße der Friseure

Dann sehe ich ein wirklich gutes Graffito, auch wenn es keins von den offiziellen ist. Samira und Simone haben währenddessen das Selfie Kaffee gesichtet.

Das Graffito hat mir am Besten von allen gefallen

Das Graffito hat mir am Besten von allen gefallen

Taking a Selfie

Taking a Selfie

Da die anderen eher gemütlich schlendern wollen und ich mir noch ein paar Gebäude und vor allem so viel Streetart wie möglich anschauen will, bevor wir zum Penang Hill fahren, beschließe ich, mich von den anderen zu trennen. Samira und Hendrik schließen sich mir an. Gemeinsam gelangen wir relativ schnell zur Church of the Assumption, die aber eher heruntergekommen aussieht. Da lohnt die St. Goerge's Church schon eher ein Foto.

Dann besuchen wir den Sri Maha Mariamman Tempel. Hier sehe ich zum ersten Mal große Räucherstäbchenspiralen von der Decke hängen.

Am Straßenrand

Am Straßenrand

Um die Kapitän Keling Mosque zu betreten, verhüllen wir uns mit unseren Tüchern.

Dann fangen wir an nach streetart zu suchen. Stattdessen finde ich erstmal einen kleinen chinesisch hinduistischen Tempel, den ich schön finde und deshalb fotografiere.

Witzige Strassennamen hatten sie in dem Viertel

Witzige Strassennamen hatten sie in dem Viertel

Straßenbild

Straßenbild

Das erste Streetart in der Straße finden wir nicht, sondern stoßen auf das zweite, den kleinen Jungen auf dem Stuhl.
Wir kehren um und werden von einem freundlichen Café Besitzer hereingebeten. Das streetart befindet sich in seinem Lokal.
Weiter geht's, offizielle und nicht offizielle Strassenkunst finden. Nach den berühmten Kindern auf dem Fahrrad gebe ich auf. Hendrik und Samira sind ohnehin mittlerweile schon apathisch.

hehe

hehe

Passt, wackelt...

Passt, wackelt...

So sahs da auch manchmal aus

So sahs da auch manchmal aus

Auch eins der berühmten Kunstwerke

Auch eins der berühmten Kunstwerke

Wir nehmen ein Taxi zum Penang Hill. Der Fahrer des ersten Taxis, das wir anhalten, entschuldigt sich, er macht jetzt Feierabend und will nicht mehr so weit fahren. Der zweite Taxifahrernennt einen fairen Preis. Er fragt während der Fahrt eine Menge, gibt aber auch Informationen. Ich verstecke dennoch lieber mal das meiste von meinem Geld, da ich mal wieder extrem misstrauisch bin. Er bietet uns an, uns morgen zum Butterfly Garden zu fahren. Das wäre ganz praktisch, da wir den mit dem Zug vermutlich nicht schaffen, denn wir fahren schon mittags weiter. Am Ende setzt er uns ganz genau da ab, wo er es versprochen hat und gibt uns noch Tips für die Rückfahrt mit dem Bus. Nach etwas "verhandeln" durch Samira bekommt er für morgen genau den Preis, den er wollte.

Wir fahren mit der Bahn auf den Penang Hill. So schrecklich viel zu sehen gibt es hier nicht. Einen schönen indisch buddhistischen Tempel, eine Moschee, eine blaue Hummel und einige Spiders auf der einen Seite. Auf der anderen Seite hat man die spektakuläre Aussicht auf die Stadt für die der Penang Hill berühmt ist und wir treffen die anderen, die hier ihren Nachmittagstee mit scones getrunken haben. Wir setzen uns etwas zu ihnen, aber es kommt nicht wirklich ein Gespräch zustande. Irgendwie trennt die Sprachbarriere die Gruppe in zwei Teile. Zu Essen gibt es am Foodcourt leider jetzt nichts mehr. Also warten wir mit etwas grummelnden Mägen bis die Sonne untergegangenen ist, um das Lichtermeer vor uns genießen zu können. Auch Felix und Simone trudeln irgendwann ein.

Fun with gun

Fun with gun

Der Thirumurugan Tempe

Der Thirumurugan Tempe

l

l

Während ich besichtige...

Während ich besichtige...

..streiten sich draußen die Kinderchen

..streiten sich draußen die Kinderchen

Blaue Hummel

Blaue Hummel

Blauer Sonnenuntergang...

Blauer Sonnenuntergang...

Wir fahren alle in zwei Taxis zurück zum Hotel und gehen zum Foodcourt, wo wir Pong treffen. Ich esse heute einen Wrap
Hendrik, Samira und ich gegen gemeinsam heim. Ich entdecke eine Straße voller Kneipen und so landen wir auf ein Geburtstagsbier auf Hendrik in einer chinesischen KaraokeBar. Witzig, es geht reihum durch die Tische, es werden viele chinesische Lieder gesungen und die Sänger sind wirklich gut. Ich traue mich natürlich wieder nicht und die anderen singen auch nicht. Samira beschwert sich den ganzen restlichen Weg bei Hendrik darüber.Die beiden dissen sich mal wieder Non-Stop. Sie werden am Ende noch ein Paar, wenn das so weitergeht.

© Stefanie Förster, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ich habe nie von einer Weltreise geträumt. Schockierend, ich weiß. Überraschenderweise unternehme ich jetzt aber eine. Wie es dazu kam, wo ich lande und wie es da so ist, das berichte ich Euch hier... Wer mag, darf mitlesen. Mein Blog richtet sich vor allem an meine Familie und Freunde, sowie an Ex Kollegen. ...naja und natürlich an mich selbst: eine Weltreise ist ein tolles Abenteuer liebe Steffi! ...nur Mut und einfach mal machen, wird schon schiefgehen ;)
Details:
Aufbruch: 11.01.2015
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 28.05.2015
Reiseziele: Sri Lanka
Thailand
Indonesien
Australien
Neuseeland
Fidschi
Vereinigte Staaten
Mexiko
Deutschland
Malaysia
Singapur
Der Autor
 
Stefanie Förster berichtet seit 33 Monaten auf umdiewelt.
Reiseberichte von Stefanie sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!