Malaysia-Reisebericht :sieht so aus, als flöge ich um die Welt...?

Penang : 31.01. Penang

Die Nacht war ganz okay und wir checken pünktlich um 8.20 aus. Hendrik stößt dazu und Jeffrey unser Taxifahrer kommt und nimmt uns mit. Er erklärt wieder viel rechts und links des Weges und hält an einem Markt, wo wir an einem Straßenstand unglaublich günstiges und leckeres Gebäck zum Frühstück kosten. An der Straße sehen wir leider einen tödlichen Rollerunfall. Das schockt mich ziemlich. Ich muss wohl nochmal über den Plan, in Bali einen Roller zu mieten, nachdenken. Dann sind wir auch schon bald am Butterfly Garden.

Ich spazieren alleine herum, mache unglaublich viele Fotos und komme mit ein paar Asiaten auf Tuchfühlung.

Der mochte meinen Schuh

Der mochte meinen Schuh

Später habe ich Glück und treffe bei den Tausendfüßlern dieselben Asiaten wieder. Wie das mit Asiaten (ich tippe auf Chinesen in dem Fall) so ist, umringen sie mich plötzlich und haben auch keinerlei Berührungsängste. Eine ältere Dame legt mir vertraulich die Hand auf die Schulter. Sie haben eine junge Frau dabei, die wohl Biologin ist. Sie nimmt mal eben einen kleinen und dann auch einen der großen Tausendfüssler aus deren Habitat und erklärt auch mir einiges auf Englisch, dabei gechillt mit dem Tausendfüßler in einer Hand gestikulierend.

Dann wollen wir eigentlich gehen, stolpern aber in die Show, when Bugs meet Humans. Die beiden anderen sind erst nicht so interessiert, aber nachdem ich mich freiwillig gemeldet habe, um ein Tier zu halten, lassen sie sich doch überreden in der ersten Reihe Platz zu nehmen.
Ich muss mich mit dem Rücken vor die große Leinwand setzen und der Moderator zählt Fakten über das geheimnisvolle Tier auf, um mich ein bisschen zu gruseln. Ich errate es dennoch richtig. A lizzard. Stimmt und ich bekomme die wirklich süßeste echte der Welt, um mit ihr durch die Zuschauer zu gehen und sie für Fotos zu präsentieren. Ich bin begeistert und das Tier klettert mir putzmunter über die Arme. Leider kommt Samira nicht so gut mit meiner Cam klar. Obwohl es sicher 1.000 Fotos von mir und dem Tierchen gibt, habe ich selbst kein einziges. Aber immerhin ein paar Videos.

Die Show endet und wir gehen. Nun sollten wir uns doch beeilen. Unser Taxifahrer hat wie besprochen auf uns gewartet. Er zeigt uns noch den Deich um die Ecke, da es der einzige in der Umgebung ist, dann brausen wir zurück nach Penang. An einem Straßenstand halten wir zum essen. Gut und günstig. Ich probiere Kuhzunge, die mir ganz gut schmeckt.
Wir stehen im Stau und die Zeit wird immer knapper. Aber der Taxifahrer fährt Schleichwege und drückt auf die Tube und wir kommen just in time an. Auch wenn er uns vermutlich über den Tisch gezogen hat, bekommt er noch 5 Ringgit von mir.
Nur Felix und Simone sind noch später dran als wir. Sie kommen erst, als wir schon abfahrbereit in den Vans sitzen. Es geht los. Später erfahre ich, dass mein Hut, den ich bei unsere Ankunft im Van vergessen habe, an der Rezeption hinterlegt wurde. Leider hat mir das niemand gesagt.

4 Stunden Fahrt bis in die Cameron Highlands. Ich nicke immer wieder ein und auch Simone rollt sich auf zwei Sitzen neben mir ein und liegt mit ihrem Kopf praktisch auf meinem Oberschenkel. So vergehen die 4 Stunden recht schnell.
In den Cameron Highlands ist es tatsächlich kalt, aber die Sonne scheint. Unser Hotel sieht diesmal auch richtig toll aus. Leider bekommen alle Zimmer in den oberen Etagen mit Balkon. Samira und ich allerdings müssen ins Souterrain, kein Internet, kein Balkon, keine Aussicht, die allgemeinen Toilette gleich nebenan und der Weg in die Lobby führt durch die Räumlichkeiten des Besitzers. Wir sind etwas enttäuscht.
Abends gehen wir Steamboat essen, was wirklich ein Erlebnis ist. Direkt auf dem Tisch bereiten wir selbst in zwei verschiedenen Suppen Fleisch, Fisch, Gemüse und auch Ei zu und alle bedienen sich dann aus den Töpfen.

Doch, es war lecker

Doch, es war lecker

Die zwei wieder...

Die zwei wieder...

Danach laufen wir durch den Ort Taha Ra, der ziemlich klein ist. Wir gehen noch auf ein Bier in die leider komplett leere traveller bar. Bevor ich meins halb aufhaben, brechen die Engländer schon auf. Felix und Simone fragen nach, ob es ok ist, wenn sie auch gehen. So bleiben nur Hendrik, der auch noch nicht ausgetrunken hat, Samira und Pong. Im Fernseher der Bar läuft u.a. Cher.
Zurück im Hotel sitzen wir noch eine Weile im kühlen, dunklen Frühstücksraum und ich versuche, meine verschwundenen Bilder vom Elefantenreiten wieder herzustellen. Aber nichts hilft. Irgendwann bin ich auch zu durchgefroren und gehe in unseren Raum, in dem wir leider kein Internet haben. Da der Besitzer mittlerweile die Zwischentür zu seinen Räumlichkeiten abgeschlossen hat, muss ich dafür das Hotel verlassen und zur Hintertür rein.
Es wird eine kalte Nacht, ich kann erst einschlafen, nachdem ich ein langärmliges Shirt angezogen habe.

Party Animals

Party Animals

© Stefanie Förster, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ich habe nie von einer Weltreise geträumt. Schockierend, ich weiß. Überraschenderweise unternehme ich jetzt aber eine. Wie es dazu kam, wo ich lande und wie es da so ist, das berichte ich Euch hier... Wer mag, darf mitlesen. Mein Blog richtet sich vor allem an meine Familie und Freunde, sowie an Ex Kollegen. ...naja und natürlich an mich selbst: eine Weltreise ist ein tolles Abenteuer liebe Steffi! ...nur Mut und einfach mal machen, wird schon schiefgehen ;)
Details:
Aufbruch: 11.01.2015
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 28.05.2015
Reiseziele: Sri Lanka
Thailand
Indonesien
Australien
Neuseeland
Fidschi
Vereinigte Staaten
Mexiko
Deutschland
Malaysia
Singapur
Der Autor
 
Stefanie Förster berichtet seit 33 Monaten auf umdiewelt.
Reiseberichte von Stefanie sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!