Malaysia-Reisebericht :In knapp zwei Jahren durch Malaysia, Neuseeland und Australien

Malaysia: MAL 3 (West Küste) ab 09.11.2015 500km

Ziel: Mit einem Leihwagen wollen wir von Kuala Lumpur ausgehend innerhalb von 4 Wochen den Norden von Malaysia einmal umrunden
Hier: Nach einem Abstecher nach Langkawi fahren wir wieder Richtung Süden und besuchen die Insel Penang mit der UNESCO geschützten Altstadt von George Town.
Wetter: In Malaysia ist es angenehm warm, mit täglichen Wolkenbrüchen / Gewittern muss gerechnet/gelebt werden, >30º.

Wir schauen in Kuala Perlis noch kurz an der Al-Hussain Moschee vorbei,

bevor wir uns von einem der etwa stündlich verkehrenden Schnellboote nach Langkawi bringen lassen.

Hier auf dieser Ferieninsel-(gruppe), neben der Hauptinsel gibt es noch weitere 98 größere und kleinere Inseln die teilweise auch als UNESCO GEO Park geschützt sind, vom Betrieb / Besucherandrang aber sicher mit dem von uns bisher erfolgreich vermiedenen Mallorca vergleichbar, wollen wir die nächsten Tage unserer Reise verbringen. Vorbei am Eagle Square (zum Gedenken an die Adler, die auf einigen der Inseln draußen leben),

wandern wir erst mal gemütlich zu unserem Hotel, um anschliessend Kuah, die ‚Hauptstadt‘ hier etwas näher zu erkunden. Was uns als erstes auffällt, sind die unzähligen ‚Einkaufsparadiese‘ hier,

dazu noch ‚Duty Free‘ Läden, mit einer Auswahl, die vom ‚Erdinger‘ bis zu exquisiten Whiskey und Cognac Sorten reicht, irgendwie ist man(n) hier ‚völlig losgelöst…..‘.
Vom Stadtbild her dazu noch eine bunte Mischung aus alt und neu,

kaum angekommen, haben wir uns in diese Insel bereits verliebt - und jetzt schau mer mal, ob diese Liebe die nächsten drei Tage auch noch überdauert.
Auf dem Weg zurück zur Jetty kommen wir am ‚Legend Park vorbei,

der tiefe Einblicke in die (geologische) Vergangenheit dieser Inselgruppe bietet, besuchen erneut den Eagel Square.

und versuche uns dann über die ‚Inselvergnügungsangebote‘ zu informieren. Das Schnorchelangebot hier – mit dem Boot raus zur ‚Korallen Insel und dann schnorcheln vom Strand aus (RM 150) oder von einer Plattform aus (RM 250) entspricht weniger unseren Vorstellungen und auch für das ‚Island Hopping‘ (RM 50) = per Boot an drei Inseln vorbeifahren können wir uns nicht so richtig begeistern, also mieten wir uns kurzentschlossen einen Motorroller (MR 40/Tag)

und erkunden die Insel hier auf unsere Art. Wir ‚entdecken‘ Cenang Beach, einen der best besuchtesten Strände hier, Resorts und Hotels in allen Preisklassen und dazu die übliche Strandunterhaltung wie Jetski, Parasailing und

Sonnenbaden,

sicher ein toller Platz um mal ein paar Tage auszuspannen. Wir fahren weiter der Küste entlang, treffen auf ein paar Wegelagerer

und erreichen schliesslich Oriental Village,

Disney lässt grüssen und die Duck Tours sind auch schon da.

Wir begnügen uns mit dem SkyCab Combi Pass (MR 35), dürfen so nach Besuch des Sky Domes, einer 5 minütigen 3D Movie Achterbahnfahrt mit der SkayCab Seilbahn auf dem höchsten Berg der Insel (680m) hochfahren,

von ‚droben auf dem Berg‘ die wunderbare Aussicht geniessen

und dann noch für weitere RM 5 die Sky Bridge begehen,

eine Hängebrücke, die angeblich mehrere Weltrekorde aufgestellt hat.

Wieder drunten im Tal besuchen wir noch den Seven Wells Waterfall,

der von mehreren geheimnisvollen Geschichten umwittert ist – irgendwie müssen wir einer der Feen hier nicht genug unserer Achtung gezollt haben, denn kaum machen wir uns auf den Heimweg, bricht eines dieser tropischen Gewitter los, das uns doch für etwa 15 Minuten in einen Unterschlupf zwingt. Pitschnass erreichen wir schliesslich unser Hotel, aber bei immer noch >30° stört uns das eigentlich wenig, wir gehen noch zum Abendessen und beschliessen auch den morgigen Tag per Motorroller zu verbringen.
Heute haben wir uns schwerpunktmäßig den Nordteil der Insel vorgenommen, schon nach wenigen km erreichen wir den Lucky Temple,

ein Thai Tempel in dem neben Buddha auch der Schlangengott in Gestalt einer riesigen Kobra verehrt wird. Ein Stück weiter am Strassenrand dieser Hindu Tempel,

in dem bereits für das Feuerlaufen am 21.11. geworben wird. Wir erreichen die Perdana Gallery

in der die Staatsgeschenke ausgestellt sind, die der ehemalige Premier Minister Mahathir Mohamad während seiner 22jährigen Regierungszeit bekam

und die er so dem Volk, dem sie seiner Meinung nach gehören, wieder zurückgegeben hat.
Am Kilim River werden Mangrovendschungel Besichtigungstouren angeboten, die aber nur ‚per Boot‘ verkauft werden (1h zu MR 250, 4h zu MR 500).

Sicher eine gute Idee für Gruppen, Grossfamilien aber nur für uns zwei ist uns das einfach zu viel. Wir begnügen uns damit mal kurz auf dem Dschungelpfad etwas in den Sumpf vorzudringen,

entdecken dabei diese etwa 1m lange Echse beim Sonnenbad

und fahren weiter zum Durian Wasserfall.

Im Air Hangat Village schauen wir kurz an der Salt Water Hot Spring vorbei,

E=RM5 für ein ‚Fussbad‘, RM 200 für 1 Std, private Jacuzzi und erreichen dann den Tanjung Rhu Beach, von namhaften 5* Resorts eingerahmt und mit den üblichen Strandabenteueranbietern reichlich dekoriert.

Einige km weiter am Black Sand Beach scheint der schwarze Sand doch negativen Einfluss auf das Badevergnügen zu haben, der liegt absolut verlassen da, dafür ist der Zugang aber so gut eingezäunt, dass man ohne die Durchquerung von mindesten 10 T-Shirt Shops da nicht hinkommt – auch ein Geschäftsmodell
Im Langkawi Craft Complex dagegen wird absolut hochwertiges Kunsthandwerk angeboten,

Man hat auch Gelegenheit mit den Künstlern / Handwerkern zu plaudern, sicher ein empfehlenswerter Ort für diejenigen, die hochwertige Souvenirs von hier mitnehmen wollen.
Wir besuchen noch den Temurun Wasserfall,

mit 200m der höchste hier auf der Insel und dann ist es auch schon wieder Zeit, dass wir uns auf den Heimweg machen. Trocknen Hauptes erreichen wir heute unser Hotel, erst bei Abendessen brich das bereits erwartetet Gewitter los, muss der Nachtmarkt eben ohne uns stattfinden, wir ziehen uns ins Zimmer zurück, verschwinden im Netz,…
Am nächsten Morgen ‚düsen‘ wir mit unserem Roller zurück zum Fähranleger (macht viel mehr Spass als zu Fuss gehen ), bekommen unsere Kaution (MR 50) wieder und fahren dann mit der Fähre zurück aufs Festland, holen unseren Leihwagen aus seinem schattigen Parkplatz, die Reise kann weiter gehen. Unser erstes Ziel, die hochgepriesene ‚Kristall Höhle‘ Gua Gunung Keriang,

aber die ist zur Zeit geschlossen, alles im Umbau begriffen für die Provinz – Touristen –Werbekampagne 2016, soll bis Januar besser, schöner, leichter zugänglich, fertig umgebaut sein. Am Ortseingang von Aloe Setar besichtigen wir dafür zwei etwa 100 Jahre alte, im traditionellen Stil erbaute Holzhäuser,

die wir, nachdem wir uns mit Name und Adresse ins Besucherbuch eingetragen haben, auch noch von innen besichtigen dürfen.

In der Stadt selbst einige sehr schön erhaltene ‚offizielle Gebäude‘

und dicht beieinander die grosse Moschee, der Uhrturm und der Fernsehturm,

der der zweithöchste Malaysias sein soll (E für die Fahrt mit dem gläsernen Aussenaufzug=MR16).
Wir fahren durch endlose Reisfelder wieder Richtung Berge und besichtigen in Sungai Sedim noch den Tree Top Walk,

einen 925m langen Baumwipfelpfad,

dessen Eisenkonstruktion schon beinahe überdimensioniert wirkt. In Butterworth, der letzten grösseren Stadt vor der Insel Penang beenden wir den heutigen Tag.
Wir fahren über die 13,5km lange Brücke (MR 7) hinüber auf die Insel Penang,

besichtigen dort in der Umland von George Town den Waterfall Hilltop Temple,

einen, wie der Name so schön sagt, ‚droben auf dem Berg‘ gelegenen Hindu Temple. Zusammen mit noch ein paar hundert Besuchern heute steigen wir barfuss bergauf und geniessen von dort droben die Aussicht auf George Town,

bevor wir dann im Tempel miterleben dürfen, wie heute auf Grund besonderer Feierlichkeiten (Heiligen-)Statuen mit Milch und Wasser übergossen werden.

Immer noch barfuss geht es wieder bergab, wir fahren weiter Kok Lek Si Tempel,

einem der grössten chinesischen Tempel hier in Malaysia. Auch dieser, etwas am Berg gelegen bietet eine herrliche Aussicht auf die Skyline von George Town.

Seine 3 stufige Pagode ist im unteren Teil chinesisch gehalten, der Mittelteil im Thai Stil und oben eine burmesischen Spitze.

Von dieser Pagode aus, die bis zur Spitze begangen werden kann (E=MR2),

hat man einen fantastischen Ausblick auf das Dächermeer dieser enormen Tempelanlage,

erkennt man erst liebevolle Details wie diese zwei Drachen, die eines der Tempeldächer zieren. Wir wenden uns nun George Town zu, dessen Altstadt als UNESCO Weltkulturerbe geschützt ist. Am Rande des Schutzgebietes, Komtar, der 64 Stockwerke hohe Maiskolben

und mitten im Schutzgebiet China Town mit der Lebuh Campell, einer Einkaufsmeile die sich mit der 5th Avenue vergleichen möchte,

am Wasser gelegen die Clan Jetties,

Palisaden Siedlungen, die seit Jahrhunderten von Familienclans bewohnt werden und auch das Ess- und Einkaufsparadies Little India darf nicht unerwähnt bleiben.

Erinnerungen an die reiche alte Zeit werden wach, wenn man Gebäude wie das Penang Peranakan Mansion besichtigt,

Heim eines reichen chinesischen Handelsherren, oder Fort Cornwalls,

eine Festung, die niemals bedroht war. Noch schnell an der viktorianischen City Hall vorbei,

zum Chinesen zum Abendessen und schon wieder ist ein Reisetag geschafft.
Für heute haben wir uns die Besichtigung der Nordküste von Penang vorgenommen. Bereits nach wenigen km liegen zwei wichtige Tempel am Strassenrand, der ‚Liegender Buddha Tempel‘,

ein Thai Tempel, dessen Eingang von zwei riesigen Drachen bewacht wird und der im Innenraum den mit 60m Länge drittlängsten liegenden Buddha weltweit beherbergt.

Genau gegenüber an der Strasse der Burma Tempel,

einer der ältesten Tempel von Penang, von dessen Pagode man einen schönen Überblick über beide Tempelanlagen hat

und in dessen Haupttempel neben dem mächtigen stehenden Buddha

noch etwa 20 Kopien von stehenden Buddhas weltweit zu bewundern sind. In der Umgebung wieder einmal das Zusammenspiel alt und neu, das für George Town so markant ist. Schön gepflegte viktorianische Häuser

neben modernsten Einkaufszentren, wie hier das Gurney Shopping Center, in dem Weihnachten bereits seine Schatten vorauswirft

und riesige Appartementkomplexe in Strandlage.

Wir fahren die Nordküste entlang, vorbei an der ‚schwimmenden Moschee‘ und erreichen den NP Penang, bekannt als der kleinste NP weltweit, den wir heute durchwandern wollen. Eintritt ist kostenlos, aber Registrierung am Parkeingang notwendig. Wir wandern etwa 4km weit auf rutschigen Lehmwegen bergauf- und ab quer durch den Park bis zur Westküste und erreichen dort den Meronictic Lake,

das ist ein Süsswassersee mit Salzwasserzufluss,

dessen Wasser sich aber nicht vermischt sondern schichtet. Weltweit soll es davon 19 Stück geben, mehr dazu bei Wikipedia. Wir verzichten darauf, uns per Boot (RM 80) zum Parkeingang bringen zu lassen und machen uns auf den Rückweg mit einem Abstecher zum derzeit geschlossenen Baumwipfelpfad

und zum zumindest heute affenfreien Monkey Beach,

bevor wir nach insgesamt 3 ½ Stunden wieder den Parkeingang erreichen. Unser letztes Ziel für heute Batu Ferringhi, der Strandort von Penang, in dem täglich ab 19:00 ein Nachtmarkt stattfindet. Wir gehen aber zuerst mal zum Abendessen, finden das Golden Thai Restaurant in dem Fische verkaufsbereit in den Tanks schwimmen,

finden, dass dieser doch etwas zu gross für uns zwei ist,

dafür sehen diese blauen australischen Hummer (eigentlich ja Langusten) aber echt lecker aus.

Auf dem T_Shirt, Batik-Kleidchen etc. Nachtmarkt haben wir dann aber nichts kaufwürdiges gefunden, also rein ins Auto und zurück nach George Town ins Hotel zum Reisebericht schreiben.
Was kann es an einem Sonntagmorgen schöneres geben als ein leckeres Dim Sum Frühstück in der Chinatown? Die verschiedensten kleinen Leckereien, mal gedämpft, mal gebraten werden am Tisch vorbeigefahren

und man wählt sich das aus, nach dem einem gerade der Sinn steht. Unser Frühstück heute war von Auswahl und Qualität wohl mit Abstand das beste Dim Sum, das wir je genossen haben. Deshalb wollen wir ganz gegen unsere sonstige Gewohnheit mal eine direkte Restaurant Empfehlung in den Bericht stellen:

Reisender, bist du Sonntags in George Town 
und dich gelüstet nach einem leckeren Dim Sum, 
dann besuche doch in Nr. 45, Lebuh Cintra, das Tai Tong Restoran.

Reisender, bist du Sonntags in George Town
und dich gelüstet nach einem leckeren Dim Sum,
dann besuche doch in Nr. 45, Lebuh Cintra, das Tai Tong Restoran.

Frisch gestärkt, bereit zu neuen Taten, fahren wir über die bekannte Brücke zurück aufs Festland um dort die Malaysia Highlands zu besuchen. Davon mehr im nächsten Kapitel.

© Anja & Wolfgang, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nachdem wir die letzten 2 Jahre auf dem amerikanischen Kontinent verbracht haben, zieht es uns diesmal wieder gegen Osten. In den nächsten 22 Monaten wollen wir Malaysia, Neuseeland und Australien erkunden.
Details:
Aufbruch: 15.10.2015
Dauer: 22 Monate
Heimkehr: 14.08.2017
Reiseziele: Malaysia
Singapur
Neuseeland
Australien
Live-Reisebericht: Anja & schreibt diesen Reisebericht live von unterwegs - reise mit!
Der Autor
 
Anja & Wolfgang berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt. Anja & über sich:
Weltreisende aus Leidenschaft
Aus dem Gästebuch (3/25):
Mark Clark 1487888910000
Let me com­pli­ment you on the quality of your photos. As my own SE Asia tour is winding up, I am com­pa­ring my poor photo efforts with yours and now realize how good your photos are.
Evelin Hornemann 1486378676000
Hallo ihr bei­den,­

im­mer wieder toll, eurer Route auf eurer Web­sei­te und auf Google Earth zu folgen. Schön, dass man zu­min­dest mal Wol­fgang auf einigen Fotos sehen konnte (toll braun geb­rannt). Eure Fotos sind wir­klich spitze. Was für eine Kamera benutzt ihr? Ich muss mir un­be­dingt einen neuen Foto kaufen, weiß jedoch nicht, ob ich auf Spie­gel­ref­lex gehen soll oder bei guter Kom­pak­tka­mera bleiben sol­l.Lasst es euch weiter gut ge­hen.­
Gruß Evelin
Mark Clark 1485847621000
Be­au­ti­ful sce­nery. I loved the Koala bears!