Myanmar-Reisebericht :Ich bin dann mal weg - 3 Monate Südostasien und 3 Monate Zentralamerika

Myanmar

Am 6.12. ging dann mein Flieger nach Rangun. Auf Myanmar hatte ich mich am Meisten auf meiner Reise gefreut. Mein Plan war, das 28 Tage Visum voll auszuschöpfen.
Schon auf dem Flughafen in Rangun hat mich die Freundlichkeit der Burmesen überrascht. Selbst die Zollbeamtin hat mich angelächelt, das ist mir noch nie passiert. Bis in die Stadt habe ich mir ein Taxi mit zwei anderen deutschen Mädels geteilt und wir sind im Daddys Home abgestiegen. Da musste ich dann feststellen, das Preis und Leistung in keinem Verhältnis stehen. Für ein winziges dreckiges Loch ohne Fenster mit Toilette auf dem Gang habe ich hier 8 $ bezahlt. Am ersten Tag habe ich mich in das Getümmel der Stadt geworfen und nach einem neuen Hotel gesucht. Leider waren die anderen günstigen Hotels ausgebucht und 20 $ wollte ich nun auch nicht ausgeben. Beim Moneyexchangecenter habe ich dann einige Dollar in Kyat getauscht, da ich schon einige Storys über den Tausch auf der Straße gehört hatte. Der Kurs war ähnlich wie auf dem Schwarzmarkt und man bekommt eine Quittung. Später lernte ich Christa kennen, die auf der Straße um 200 $ betrogen wurde. Sie hatte in der Sulepagoda einen sehr netten Burmesen kennengelernt, mit dem sie am nächsten Tag eine Tour unternehmen wollte. Kurzerhand habe ich mich angeschlossen und wir erlebten einen sehr schönen Tag.

Am Morgen holte uns unser Guide ab und wir fuhren mit einem Localbus raus aus der Stadt. Im Bus lernte unser Guide einen Fischer kennen, der uns spontan in sein Dorf eingeladen hat. Also machten wir uns auf den Weg in dieses Dorf. Mit einem Pickuptaxi ging es weiter. Mitten auf der Strecke war eine Polizeisperre und wir mussten anhalten. Es wurde den Ausländern nicht erlaubt, das Gebiet zu betreten. Nucleare Sicherheitszone. Ha ha na klar.

Also machten wir kehrt und fuhren einen anderen Weg. Irgendwo hielt der Pickup an und wir stiegen aus, um in das nahe Kloster zu gehen. Dort wurde quasie die Erlaubnis der Mönche eingeholt, dass wir weiterreisen konnten. Danach mussten wir über einen dünnen Baumstamm über einen Fluss balancieren und weiter ging es quer feld ein zu Fuß. Vorbei an einer kleinen Siedlung von Reisbauern weiter zum Fluss. Dort sind wir dann in eine kleine Jolle eingestiegen, die uns zum Dorf brachte. Während der Fahrt sollten wir ständig Tücher über uns decken. Ich denke, die haben uns wirklich geschmuggelt und hätten Ärger bekommen, wenn wir erwischt worden wären.

Angekommen im Fischerdorf haben uns alle bestaunt, ich denke, wir waren die ersten Ausländer dort. Uns wurde die Schule gezeigt und dann wurden wir eingeladen, bei dem Fischer und seiner Familie zu essen. Es gab Trockenfisch, Reis, gebratenen Fisch und Gemüse. Zu guter Letzt wurde noch der hier allseits beliebte Coffemix (Instantcaffee mit ganz viel Zucker und Trockenmilch) serviert. Die ganze Family stand um uns rum, während wir aßen. In Myanmar ist es üblich, dass erst der Besuch isst. Für mich war das unangenehm, da wir es in Europa ganz anders handhaben

Der Fischer erzählte dann noch von seinem Dorf und seiner Arbeit. Dann wurde es Zeit, den Rückweg anzutreten. Dieser führte uns vorbei an Reisfeldern, wo gerade geerntet wurde, an einem Platz, wo das Korn gedroschen wurde hinein ins nächste Dorf. Der Fischer begleitete uns aus Gastfreundschaft etliche Kilometer. Unglaublich, da er den ganzen Weg im Dunkeln zurücklaufen musste. Irgendwann kamen wir auf eine Straße und nahmen ein Taxi zurück.

Um den Fluss zu überqueren, nahmen wir die Fähre. Hier mussten wir unsere Pässe vorlegen und unser Guide hat für uns gebürgt. Crazy Myanmar. Unser Guide führte uns dann durch die Straßen von Rangun und hat uns erklärt, was da so alles in den Töpfen der Garküchen blubbert. Zum Abschluss dieses wunderbaren Tages führte uns unser Guide in ein chinesisches Lokal, wo es die beste Nudelsuppe (seiner Meinung nach) in ganz Rangun gibt. Bei einem Bier ließen Christa und ich den Tag ausklingen. Dabei wurden wir von den Kellnern verwundert beäugt. Zwei Frauen alleine, die auch noch Bier trinken, das hatten sie wohl noch nicht gesehen.

© Sandy Maletschek, 2011
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Thailand, Myanmar, Laos, Vietnam und Zentralamerika Getreu dem Motto "Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deinen Traum!" werde ich mich nach SOA aufmachen, um mir meine Träume zu verwirklichen. Ich lade Euch ein, mir dabei Gesellschaft zu leisten. Ich freue mich auf Eure Gästebucheinträge. Sandy
Details:
Aufbruch: 05.10.2011
Dauer: 7 Monate
Heimkehr: Mai 2012
Reiseziele: Thailand
Laos
Vietnam
Myanmar
Deutschland
Mexiko
Der Autor
 
Sandy Maletschek berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt.
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