Myanmar-Reisebericht :Auf Achse: 6 Monate Borneo, Australien, Asien

Unser zweiter Besuch in Myanmar : Abschied von Myanmar

Wir sind am 18. Januar mit dem Bus wieder zurück von ChaungThar Beach nach Yangon. Abfahrt zu ziviler Zeit um 10:00, Ankunft so gegen 17:00. Am nächsten Tag um 6:00 Uhr (ohne Frühstück) dann zum Flughafen und mit AirAsia nach BKK Don Munang. Von dort aus mit dem Bus A1 und Taxi zum Southern Busterminal Sai Tai in BKK und - wieder mal Glück - eine Viertelstunde später geht tatsächlich der einzige Bus nach ... zu Jane. Den nehmen wir. Hillo kauft noch Kaffee und für sich eine spicy Suppe im 7eleven. Ankunft gegen 18:00, herzlich begrüßt von Jane und ihrer Mutter - und wieder Glück - genau unser Häuschen (von 5) ist noch frei. Jetzt 1 Woche ausruhen. Beach, Fahrrad fahren und die zentrale Frage "Wo geht man abends zum Essen hin?"

Wir waren insg. 17 Tage ...

in Myanmar. Die Unterschiede zu Thailand und zu den anderen aiatischen Ländern sind schon deutlich. Das BIP pro Kopf liegt in Thailand bei 5.700 US$, in Vietnam, Laos und Kambodscha zwischen 1.000 und 2.000 US$ und in Myanmar bei 870 US$ (zum Vergleich in D bei 45.000 US$). Das sieht man, wenn man mit offen Augen durchs Land zieht.

Gebraucht haben wir 1.400 US$. Das ist etwa ein drittel weniger als vor 2 Jahren, was auf die Entwertung des MKyat gegenüber dem US$ zurückzuführen ist. Taxis sind preiswert und auch für Tagesausflüge zu empfehlen. Hotels werden preiswerter, bieten aber immer noch nicht so viel wie sonst in Asien. Die großen Städte wie Yangon und Mandalay sollte man auf eigene Faust selbst entdecken, Bagan ist schon sehr touristisch, die Bergwelt um Kalaw und Inle-Lake ist einmalig. Die Einfachheit und Zufriedenheit der Menschen, die Freundlichkeit und Neugier uns Ausländern gegenüber wird jeden bewegen, der Myanmar besucht. Manche sprechen dich einfach an, weil sie Englisch lernen wollen. Andere wollen sich unbedingt mit dir fotografieren lassen. Und immer ist man scheu lächelnd bemüht, dir zu helfen.

Eine Geschichte noch: Straßenbau in Myanmar

Mit Lastwagen angeliefert an die Baustelle werden Steine in Größe von ca. 2 Männerfäusten. Die werden zum Teil als Basis der Straße verwendet, der andere Teil wird von Birmesinnen in der glühenden Sonne auf etwa Kiesgröße zerkleinert. Die Frauen sind - wegen der Hitze - völlig verhüllt und natürlich verstaubt, zumal der normale Verkehr ja weitergeht. Einige haben kleine Körbe, sammeln den Kies ein und bringen ihn an die Ausbesserungsstelle, um sie dann über die größerern Steine zu verteilen. Dann kommen Männer ins Spiel. Angelieferte Teerfässer werden an Ort und Stelle auf Holzfeuern erhitzt, danach wird der flüssige Teer mit etwas größeren Kohleschaufeln über den Kies geschüttet - meist auf nackten Füßen. Der Teer wird verteilt und trocknet. Die Straßen sind demnach ein einziger Flickenteppich. Menschen sind hier immer noch billiger als Maschinen.

In Thailand wird gerade die Hauptstrecke zwischen BKK und dem Süden, die Nummer 4, saniert. Weite Strecken sind einseitig aufgerissen und werden mit reichlich vorhandenen, schweren Machinen ungemein schnell !!! wieder mit einem neuen Straßenbelag versehen. Dies geht ratzfatz, wohl weil auf Anwohner und anliegende Geschäfte wenig Rücksicht genommen wird. Die können dann eben mal ein paar Tage/Wochen nicht auf ihr Grundstück oder müssen sich halt was überlegen.

Noch eine Geschichte: Speisekarten in Myanmar

Speisekarten (Menüs) in Myanmar sind gewöhnungsbedürftig. Glücklich ist der, der eine mit englischer Übersetzung erwischt. Noch glücklicher, wenn man Bilder dazu im Menü hat. In Mandalay gabs zum eigentlichen 6-seitigen Menü in einem der wenigen Thai-Restaurants ein dickes Handbuch dazu mit Bildern der Gerichte. Verlinkt waren beide über Nummern. Naja. Wahrscheinlich. Meins sah jedenfalls so ähnlich aus nachher. Nur eins enthält das Menü normalerweise nicht: die Preise. Man bzw. Frau fragt also nach den Preisen, spaßeshalber die ganze Speisekarte runter und rauf, was der liebenswerten Kommunikation mit der Bedienung keinen Abbruch tut. Langweilig ist nur, das es dabei immer um 500 MKyat (also 35 cent) mehr oder wenig geht. Ich hatte zeitweise das Gefühl, ein System in den Preisen entdeckt zu haben, habe es dann aber wieder aufgegegen. PS. Geschmeckt hat es eigentlich ganz gut.

© Erich Backes, 2016
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Sept. 2015 bis März 2016: Borneo, Australien, Asien sehen, entdecken, staunen "In der Fremde erfährt man mehr als zu Hause" (aus Tansania)
Details:
Aufbruch: 16.09.2015
Dauer: 6 Monate
Heimkehr: März 2016
Reiseziele: Malaysia
Australien
Thailand
Myanmar
Der Autor
 
Erich Backes berichtet seit 4 Jahren auf umdiewelt.
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