Philippinen-Reisebericht :Katja und Joerg around the world

Philippinen (Palawan)

Hallo Zusammen!

Von KL aus flogen wir auf die Philippinen. Der Inselstaat mit 7.107 Inseln ist das 24. Land, das wir auf unserer Weltreise besuchen. Die Philippinen (88,5 Mio. Einwohner) liegen im westlichen Pazifischen Ozean und gehoeren zu Suedostasien. Das Suedchinesische Meer trennt die Inselgruppe von Vietnam im Westen, die Celebessee von Indonesien im Sueden.

Wir landeten auf dem Clark Airfield, etwa 2,5 Busstunden von der Hauptstadt Manila entfernt. Auf diesem Flughafen, einer ehemaligen, amerikanischen Militaerbasis, landen viele asiatische Billigairlines.

Manila liegt auf der Hauptinsel Luzón. Sie ist eine von 16 weiteren Staedten und Kommunen, die zusammen die 636 Quadratkilometer grosse Region Metro Manila bilden. In der Stadt Manila leben 1,7 Millionen Menschen, in Metro Manila 11,6 Millionen.

Auf der Busfahrt von Clark durch Manila spuerten wir direkt den starken amerikanischen Einfluss. Reklamen und Schilder waren mit geringen Ausnahmen nur auf Englisch. Die philippinische Sprache war kaum existent. Ein Phaenomen, das wir bisher noch in keinem Land so gesehen haben. Die Amerikaner loesten die Spanier als Kolonialherren ab. Offiziell beeinflussten sie gute 40 Jahre die Geschichte des Inselstaats. Inoffiziell haben sie auch heute noch einen sehr grossen Einfluss. Dieser zeigt sich unter anderem auch in unendlich vielen Filialen amerikanischer Fastfoodketten. Die erste wahrnehmbare positive Begleiterscheinung der Kolonialzeit ist ein fast akzentfreies und sehr gut verstaendliches Englisch, das in Asien (Hong Kong und Singapur ausgenommen) sonst nicht zu finden ist.

Unsere Unterkunft "Biancas Garden" ist sehr empfehlenswert und eine kleine Oase inmitten Manilas. Bei zwei kleineren Spaziergaengen erkundeten wir die naehere Umgebung unseres Hotels. Die Kuestenpromenade war ganz nett, ansonsten fanden wir aber nicht viel Sehenswertes. Architektonisch fuehlten wir uns sehr an Suedamerika erinnert. Viele Betonkloetze, gepaart mit ein paar moderneren, aber auch eher haesslichen Gebaeuden. Alles eher sehr funktionell und weniger schoen. Im Gegensatz zu Suedamerika fehlten aber die Kolonialgebaeude. Das Leben der Philippinos spielt sich, wie in vielen anderen asiatischen Staaten, hauptsaechlich auf der Strasse ab. Viele kleine Verkaufs- und Essenstaende saeumen die Strassen. Leider leben hier viele Menschen auch komplett auf der Strasse. Als wir abends zu unserem Hotel zurueckkehrten, machten sich viele Einwohner am Strassenrand schlaffertig oder schliefen schon auf dem Buergersteig.

Es war gut, einen kleinen Eindruck von Manila zu bekommen. Wie erwartet sahen wir aber keine groessere Notwendigkeit, diesen zu intensivieren. Neben wenig Sehenswertem fuehlt man sich in der Stadt auch nicht sonderlich sicher. Demnach waren wir nicht traurig, am naechsten Morgen direkt zu unserem eigentlichen Ziel, der Insel Palawan, aufzubrechen. Bereits am Vormittag landeten wir in Puerto Princesa, der Hauptstadt Palawans. Palawan ist die Hauptinsel der gleichnamigen Provinz und die drittgroesste Inselgruppe der Philippinen. Puerto Princesa liegt etwa in der Mitte der Suedkueste an der Sulusee, 500 km suedwestlich von Manila. Die Provinz ist die am duennsten besiedelte Inselgruppe des Landes, mit gerade einmal 755.412 Menschen.

Palawan ist touristisch noch laengst nicht so erschlossen wie andere Inseln der Philippinen. Der Pauschaltourismus ist hier zum Glueck noch nicht angekommen. Am Flughafen wurden wir von einer Band begruesst und mit einem hoffnungslos ueberladenen Tricycle (dreiraedriges Motorrad mit Kabine) fuhren wir zu dritt und mit sechs Rucksaecken zu unserem Guesthouse, dem Banwas Arthouse. Das ganz aus Holz gebaute Haus war mit vielen Kunstwerken lokaler Kuenstler verziert, und in der grossen Lounge lernte man direkt viele andere Reisende kennen. Nachmittags machten wir einen Spaziergang durch den Ort, der uebrigens von einem deutschstaemmigen Buergermeister regiert wird und als sauberster Ort der Philippinen ausgezeichnet wurde. In der Naehe des Hafens bewunderten wir einen riesengrossen Tannenbaum, besuchten eine grosse katholische Kirche und streiften durch die Strassen und ueber einen kleinen Markt. Die Geschaefte sind hauptsaechlich auf Grundversorgung (Lebensmittel, Baumaterialien und einfache Kleidung) ausgerichtet. Modernere Einfluesse findet man in der auf Touristen ausgerichteten Gastronomie. Der Strassenverkehr in der Stadt wird von den bereits erwaehnten Tricycles dominiert. Autos sieht man eher selten und der Ueberlandverkehr wird ueber Jeepneys (zu Kleinbussen umgebaute und reichlich verzierte Jeeps) abgewickelt.

An unserem zweiten Tag in Puerto Princessa fuhren wir zur Honda Bay. In dieser Bucht liegen ein gutes Dutzend unbewohnter Inseln mit sehr schoenen Straenden und guten Schnorchelplaetzen. Mit uns auf dem Ausflug war auch ein philippinisches Paaerchen aus Manila. Sie arbeiten dort in einem Callcenter fuer Sony, bearbeiten Kundenbeschwerden und koennen dadurch ein recht luxurioeses Leben fuehren. Durch das bereits erwaehnte akzentfreie Englisch gibt es in Manila viele Callcenter, in denen sich die Mitarbeiter um die Beduerfnisse amerikanischer Endverbraucher kuemmern, und das, ohne dass diese einen Verdacht schoepfen nicht mit einem Landsmann irgendwo in den USA verbunden zu sein.

Unser naechstes Ziel "El Nido" erreichten wir nach einer sechsstuendigen, teilweise recht abenteuerlichen Busfahrt. Die Haelfte der Fahrt fuehrte ueber eine sehr staubige und maessig ausgebaute Piste ueber die Huegel und durch den Dschungel Palawans. El Nido war einmal ein kleines Fischerdorf und ist mittlerweile das touristische Zentrum Palawans. Dies auessert sich in einer Vielzahl von Hotels und Restaurants. Der Ort wird von bis zu 600 Meter hohen Felsformationen eingerahmt und direkt davor liegt das Bacuit Archipel. Diese traumhaften Inseln werden nicht umsonst mit der Halong Bay in Vietnam und Krabi in Thailand verglichen. Wir besuchten die Inseln Miniloc und Cadlao im Rahmen von Tagesbootstouren mit mittaeglichem BBQ am Traumstrand und gingen tauchen.

Miniloc wird wegen seiner wunderschoenen Lagunen, die man zum Teil nur schwimmend erreichen kann, von den meisten Touristen besucht. Bei unserem sehr empfehlenswerten Ausflug nach Cadlao waren wir fast allein, und die Schnorchelgebiete sind in einem viel besserem Zustand. Der Tauchausflug mit Palawan Divers wird uns immer in positiver Erinnerung bleiben. Einen perfekteren Tauchtag haben wir bisher noch nicht erlebt. Zum einen lag dies an den sehr guten Tauchbedingungen, zum anderen aber auch an der perfekten Vorbereitung und Durchfuehrung durch die Tauchschule.

Nach einer weiteren ca. fuenfstuendigen Minivanfahrt kamen wir in Port Barton an. Dieser Ort ist viel ruhiger und noch unberuehrter als El Nido. Wir haben das faule Strandleben genossen und die Abende mit einem englischen Paar aus der Naehe von London verbracht. Mike, der in der Filmindustrie arbeitet, ist privat und im Rahmen seines Jobs schon sehr viel gereist und Sarah betreibt einen eigenen Pub. Gemeinsam machten wir auch hier einen Tagesausflug in die Inselwelt. Die Straende waren noch schoener und die Schnorchelreviere besser als in El Nido.

Auf dem Dach eines ueberfuellten Jeepneys fuhren wir von Port Barton nach Roxas. Wir mussten dem einen oder anderen Ast ausweichen und uns gut festhalten, hatten aber grossen Spass dabei. Da Sarah und Mike sich spontan entschlossen hatten mit uns Weihnachten zu feiern, waren wir mittlerweile zu fuenft unterwegs. Am Hafen von Roxas kamen noch Goenuel und Felix dazu, zwei Deutsche, die in Peking leben, und mit denen wir uns gleich sehr gut verstanden. Gemeinsam setzten wir auf Coco Loco ueber. Die Insel mit ihrem weissen Strand, vollkommen intaktem Hausriff und kristallklarem Wasser war der perfekte Rahmen fuer ein sehr entspanntes Weihnachtsfest unter Palmen. Im Laufe der Tage lernten wir hier noch viele andere Reisende kennen. Vor allem Eva und Markus aus Oesterreich waren sehr nett und Markus, der selbst schon viel gereist ist, konnte uns wertvolle Tipps fuer unsere bevorstehende Reise nach Vietnam geben.

Vollkommen ausgeruht und voller Tatendrang flogen wir am zweiten Weihnachtstag von Puerto Princesa nach Manila.

So viele Traumstraende wie auf den Philippinen haben wir noch in keinem anderen Land gesehen. Die Menschen waren sehr freundlich und aufgeschlossen und die Kommunikation durch das gute Englisch sehr einfach. Lediglich kulinarisch und kulturell war der Aufenthalt etwas ernuechternd. Kulturell soll dies in anderen Teilen der Philippinen anders sein. Das Essen betreffend haben die Philippinen leider nur eine sehr westlich gepraegte und eher fettige Kueche zu bieten, die man mit dem haeufigen Verzehr von Fisch ganz gut umgehen kann. Unser Lieblingsessen war Haehnchen Cordonbleu . Wer Asien bereisen moechte, ohne auf eine voellig fremde Religion zu treffen, (80 % der Einwohner sind katholisch) und asiatisches Essen nicht sonderlich schaetzt, ist hier gut aufgehoben. Fuer alle anderen lohnt sich der Aufenthalt vor allem wegen der Straende und Tauchreviere.

Wir hoffen, Ihr hattet auch ein besinnliches und entspanntes Weihnachtsfest und wuenschen Euch Gesundheit, Glueck und Erfolg fuer 2010.

Liebe Gruesse aus der Ferne!

Katja und Joerg

Strasse vor unserem Hotel in Manila

Strasse vor unserem Hotel in Manila

Baywalk, Manila

Baywalk, Manila

PALAWAN

PUERTO PRINCESA

Tricycle

Tricycle

Jeepney

Jeepney

Der teuerste Reis kostet unter 1 EUR/kg.

Der teuerste Reis kostet unter 1 EUR/kg.

Takraw, auch Sepak Takraw, nennt man das Mannschaftspiel mit dem Takraw Rattanball. Der schnelle und harte Sport erscheint wie eine Mischung aus Fussball, Kung-Fu und Akrobatik und ist seit rund 500 Jahren eine der beliebtesten Sportarten in ganz Suedostasien. 
Ziel des Spiels ist es, den Ball so lange wie moeglich in der Luft zu halten, hierzu setzt man den ganzen Koerper, ausser der Haende, ein. Im 19. Jahrhundert wurde von den Englaendern in Malaysia der Grundstein fuer Takraw als Wettkampfsport gelegt, man benutzte Badmintonfelder als Austragungsort fuer Takraw Turniere und die Sportart bekam die offizielle Bezeichnung Sepak Takraw. Seit 1984 benutzt man offiziell geflochtene Kunststoffbaelle bei Turnieren. Das beste nichtasiatische Takraw Team stellt Deutschland. Beim King´s Cup 2008 in Bangkok konnte sich das deutsche Takraw Team eine Goldmedaille erkaempfen.

Takraw, auch Sepak Takraw, nennt man das Mannschaftspiel mit dem Takraw Rattanball. Der schnelle und harte Sport erscheint wie eine Mischung aus Fussball, Kung-Fu und Akrobatik und ist seit rund 500 Jahren eine der beliebtesten Sportarten in ganz Suedostasien.

Ziel des Spiels ist es, den Ball so lange wie moeglich in der Luft zu halten, hierzu setzt man den ganzen Koerper, ausser der Haende, ein. Im 19. Jahrhundert wurde von den Englaendern in Malaysia der Grundstein fuer Takraw als Wettkampfsport gelegt, man benutzte Badmintonfelder als Austragungsort fuer Takraw Turniere und die Sportart bekam die offizielle Bezeichnung Sepak Takraw. Seit 1984 benutzt man offiziell geflochtene Kunststoffbaelle bei Turnieren. Das beste nichtasiatische Takraw Team stellt Deutschland. Beim King´s Cup 2008 in Bangkok konnte sich das deutsche Takraw Team eine Goldmedaille erkaempfen.

Cheerleader

Cheerleader

Unser Guesthouse Banwas.

Unser Guesthouse Banwas.

HONDA BAY

Hummerfischerin

Hummerfischerin

EL NIDO

Innenstadt

Innenstadt

Lecker Hummer!

Lecker Hummer!

INSELTOUR CADLAO

BBQ AM STRAND

INSELTOUR MINILOC

Eingang zur geheimen Lagune

Eingang zur geheimen Lagune

...das Innere.

...das Innere.

TAUCHTOUR MINILOC

GROSSE LAGUNE

PORT BARTON

Isobellas.

Isobellas.

Jeden Abend Weihnachtslieder...

Jeden Abend Weihnachtslieder...

Sarah und Mike

Sarah und Mike

INSELTOUR

JEEPNEYFAHRT NACH ROXAS

COCO LOCO ODER WEIHNACHTEN UNTER PALMEN

Unsere Huette

Unsere Huette

Fruehstuecksaussicht

Fruehstuecksaussicht

Unser Lieblingsplatz

Unser Lieblingsplatz

Barracuda. Ein Teil unseres Weihnachtsbuffets.

Barracuda. Ein Teil unseres Weihnachtsbuffets.

Goenuel und Felix aus Peking

Goenuel und Felix aus Peking

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Für ca. 17 Monate ist der Weg unser Ziel!!! Am 29.11. geht es mit einem RTW-Ticket einmal um die Welt. Gestartet wird in Suedafrika. Dann geht es weiter Namibia, Botswana...Rio de Janeiro,Argentinien, Feuerland, Chile, Peru, Ecuador.... Costa Rica, Mexiko,Hawaii,Neuseeland, Australien, Hongkong, Peking, RAWA, Indonesien, Indien, Nepal,andere Teile Südostasiens....
Details:
Aufbruch: 29.11.2008
Dauer: 17 Monate
Heimkehr: April 2010
Reiseziele: Südafrika
Namibia
Brasilien
Argentinien
Bolivien
Peru
Ecuador
Costa Rica
Mexiko
Vereinigte Staaten
Neuseeland
Samoa
Australien
Hongkong
China
Malaysia
Indonesien
Indien
Nepal
Thailand
Kambodscha
Philippinen
Vietnam
Bahrain
Laos
Der Autor
 
Katja und Joerg Fockenberg berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Katja und Joerg über sich:
Katja hat bisher als MTA in der Mikrobiologie gearbeitet. Zudem ist Katja Heilpraktikerin mit dem Spezialgebiet Akkupunktur.

Jörg hat bisher als Expansions Manager bei Jack Wolfskin gearbeitet.

Seit 2005 sind wir verheiratet und haben bisher zusammen im Ruhrgebiet, genauer in Bottrop, gelebt.

Zusammen habe wir unsere Leidenschaft für weite Reisen und ferne Länder entdeckt. Unser bisheriger Schwerpunkt war dabei Asien. Wir freuen uns schon sehr auf den Rest der Welt!