Philippinen-Reisebericht :Für ein Tattoo um die halbe Welt

Ankunft in Manila

Also was tun ? Strandurlaub ist nicht so wirklich unser Ding, und die ganze Zeit wollte wir ja auch nicht in Manila rumhängen.
Da fiel mir die Legende von der 100jährigen Frau wieder ein, die mir auf den Philippinen schon von verschiedenen Seiten erzählt worden ist.
Angeblich lebt hoch oben in den Bergen von Nord-Luzon , in der Provinz Kalinga eine 100jährige Frau, die die letzte Tattoowiererin ihres Volkes ist und alte traditionelle Tattoos macht Das Dorf muß wohl sehr abgelegen sein und es ist auch nur zu Fuß zu erreichen. Wer den Weg zu ihr findet kann sich von ihr tattowieren lassen.
Nun habe ich weder Piercings noch jegliche Tattoos und hatte an so was auch kein Interesse. Philippinischen Freunden habe ich immer gesagt, sollte ich mich mal jemals tattowieren lassen, dann nur von dieser Frau, sollte sie den wirklich existieren und nicht nur eine Legende sein.
Also fassten wir folgenden Entschluß
Auf nach Manila und dann werden wir diese alte Frau suchen und herausfinden ob denn was wahres an dieser Geschichte dran ist und wenn wir sie wirklich finden sollte, dann lassen wir uns von ihr tätowieren !

Also los geht’s.
Am Frankfurter Flughafen schnell eingecheckt und dann ging es auch schon los, erst mal Richtung Riyadh , denn wir flogen mit Saudia , der Fluggesellschaft von Saudi-Arabien. Der Flug war zwar extrem billig, aber ob wir uns noch mal Saudia antuen, wage ich zu bezweifeln.
Das Getränkeangebot an Bord war außerordentlich übersichtlich, es gab A-saft, O-saft, Pepsi und Wasser. Logisch, kein Bier oder gar Wein, nein, wir flogen ja mit einer sehr muslimisch geprägten Airline. Vor dem Starten wurden noch ein paar Koransuren zitiert , die, so die englische Erklärung dazu, Mohammed immer gebetet hat wenn er auf Reisen war.

Im Heck des Flugzeuges gab es sogar einen kleinen Gebetsraum und anstelle eines Entertainment-Programmes war auf der Leinwand eine große Kompassnadel eingeblendet, die permanent den Weg nach Mekka zeigte. Es wurden dann aber Kopfhörer verteilt aber das Musikprogramm beschränkte sich auf Kanal 1 leider nur auf arabischen Männergesang und auf Kanal 2 lief, äh, ja richtig, arabischer Männergesang.
In Riyadh sollte es relativ schnell weiter nach Manila gehen. Aber der Flug nach Manila war DELAYED, so stand es ganz groß auf der Infotafel. Wie groß die Verspätung war, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen. Uns schwante aber nichts Gutes, als nach ca. einer Stunde das Flughafenpersonal anfing Lunchpakete zu verteilen. Als dann später noch Decken verteilt wurden, machten wir uns schon innerlich auf eine große Verspätung gefasst. Insgesamt sollten es 8 Stunden sein, und der Flughafen von Riyadh ist wirklich kein Platz, wo man gerne unnötig Zeit verbringt – da gibt es auf der Welt viel, viel interessantere Flughäfen. Auch hier war das Angebot der Duty-free shops äußerst übersichtlich. Natürlich gab es keine Zigaretten und Alkohol. Ein paar Regale mit Süßigkeiten, ein paar Regale mit Parfüm und dann noch ein Tresen mit Goldschmuck. Ach ja, eine kleine Ecke mit Spielzeug gab es noch. Dort gab es auch Barbie- Puppen. Sie hieß dort aber Fulla und statt diverser Kleider, die man ihr anziehen konnte verfügte Fulla über diverse Kopftücher ,wahlweise eine auch elegante Niqab und als modisches Accessoire gab es dazu den pinkfarbenen Gebetsteppich – kein Witz !

Schließlich kamen wir völlig verspätet in Manila an. Um 2:00 Uhr morgens waren wir dann endlich im Hotel , was unsere ursprüngliche Planung doch sehr über den Haufen warf.
Ursprünglich sollten wir gegen 16:00 Uhr in Manila ankommen, dann wären wir gegen 18:00 Uhr im Hotel gewesen und wäre dann mit Freunden noch in den Cowboy Grill (unsere Lieblingskneipe in Manila) gegangen. Im Cowboy Grill gibt es nicht nur kühles, frisch gezapftes San Miguel Bier sondern auch gutes Essen und richtig gute Live Musik.

© MimiandChris O., 2018
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Auf der Suche nach Wang-Od auf die Philippinen der wohl ältesten Tattowiererin der Welt
Details:
Aufbruch: 16.11.2014
Dauer: 17 Tage
Heimkehr: 02.12.2014
Reiseziele: Philippinen
Der Autor
 
MimiandChris O. berichtet seit 17 Tagen auf umdiewelt.
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