Thailand-Reisebericht :CARLA FERNWEH, wo bist du jetzt?

THAiLAND: Meditationskurs in Chiang Mai

in Chiang Mai angekommen, haben wir erst einmal ein herzlich-willkommen-Foto gemacht

und plötzlich sagte jmd "hallo" und blablabla und ich weiß das ich ihn aus Australia kenne, aber mir ist bis heute nicht eingefallen woher und ich war zu perplext um zu fragen
Dafür bestätigt sich das wieder: *man sieht sich immer 2x im Leben* auch wenn man manchmal nicht mehr weiß wo das erste Mal war, haha.

Haben uns dann mit einem Haufen Backpacker ein TukTuk in die City geteilt und uns dann auch zusammen auf den Weg nach ner Unterkunft gemacht. Sind eine gefühlte Ewigkeit hin und her gelaufen und Carola und ich haben dann einfach mal in einem Guesthouse, das versteckt lag, gefragt. Die waren super nett, das Zimmer schön und der Preis stimmte auch. Ich weiß manchmal echt nicht nach was andere so suchen.

Sind dann vor Hunger fast gestorben und haben uns auf den Weg nach nem schönen Restaurant gemacht. Und da ist mein Traum wahr geworden. Es hieß "Bierstube", wie ihr erkennen könnt war es deutsch und ich habe erstmal lecker Gulasch mit Nudeln bestellt und hat echt geschmeckt wie zu Hause. Herrlich!!

Als wir da so gemütlich saßen haben wir die anderen immer noch umherlaufen gesehen und mussten etwas lachen, da wir schon lecker am Essen waren

Die hatten eine riesen Wand voll Geldscheinen und da habe ich nen alten, alten 10 Markschein entdeckt. haha

Am nächsten Tag haben wir uns auf den Weg gemacht und die Stadt erkundet. In dem °Wat Phra Singh° haben wir einen alten Mönch gesehen, der da saß wie total versteinert. Wir sind nach Chiang Mai gekommen um an einem Meditationskurs teilzunehmen, aber ob wir es mal schaffen wir er ist wirklich fraglich. Er hat noch nicht mal gezwinkert, das kann doch auch gar nicht gut für die Augen sein und es ist etwas unheimlich mit anzusehen.

vll dachte er, er sei schon eine Statue

vll dachte er, er sei schon eine Statue

Sind am Flußufer entlang spaziert und haben diesen schönen Elefanten entdeckt. Ich liebe das Bild voll

Der Meditationskurs

Nach gefühlten Stunden sind wir am °*Wat Suan Dok*° angekommen. Hier haben wir uns nach dem Mediationskurs erkundigt und es waren noch Plätze frei. Dies ist immer Di+Mi und somit hatten wir Glück.
Nachdem ich das Buch *Eat, Pray, Love* gelesen hatte, hat es mich schon sehr interessiert und warum nicht mal was neues auf so einer großen Reise ausprobieren?!
Also alles wichtige ausgefüllt und am nächsten Tag gleich wieder hin.
Um 13.00 h ging es mit der Begrüßung los und dann haben wir etwas über den Buddhismus im Allgemeinen gelernt, was mich ehrlich gesagt noch mehr verwirrt hat als vorher. Das liegt aber denke ich daran, dass mein englisch noch nicht perfekt ist und das von dem Mönch auch nicht. Haha, also hab ich mir einfach teilweise meinen Teil gedacht und wenn ich Carola gefragt habe, hatte sie es total anders verstanden. Haha, egal, kann ich ja nochmal nachlesen.

Dann sind wir mit unserer Gruppe in einen anderen Tempel gefahren wo wir dann unsere Sachen gegen weiße Kleidung tauschen mussten.
Es hat mich etwas an meine Arzthelferinnen-Zeit erinnert, obwohl nun eher wir die Patientinnen sind, hihi.

wir haben 4 verschiedene Arten der Mediation gelernt:
1.) Einmal im Sitzen. Welches das typische ist, was man immer und überall sieht, aber ganz ehrlich, wenn man es nicht gewohnt ist in dieser Position zu sitzen kann es nach kurzer Zeit sehr unangenehm sein, denn es schmerzt überall und man kann sich nur noch darauf konzentrieren.

2.) dann die Meditation im Liegen, wobei ich dabei immer fast eingeschlafen wäre. Es ist so schwer an nichts zu denken und dabei noch nicht einmal einzuschlafen War zwar mega entspannt, aber könnte jez auch nicht bestreiten das ich nicht kurz weggenickt bin umso mehr man versucht an nichts zu denken umso mehr denkt man, ihr kennt das ja, ich sag nur "rosa Elefant" Und ausserdem habe ich nunmal einiges zu bedenken. Einen neuen Job, ein Rückflug-Ticket, die Umstellung wieder zu Hause zu sein und dann auch noch gerade im Winter. Zur Zeit machen wir so viel, dass man echt keine Zeit zum denken hat und nun sitzen oder liegen wir hier, haben Zeit und sollen an nichts denken. Hm....

3.) die Meditation im Stehen fande ich persönlich am Besten. Es tut nichts weh und man läuft auch nicht Gefahr einzuschlafen. Hatte zwar manchmal das Gefühl nach hinter zu kippen, aber denke daran könnte man sich gewöhnen. Nur das "nicht-denken" klappt einfach nicht. Habe aber gemerkt das ich schon viel ruhiger werde... Also hat es seinen Sinn und Zweck erfüllt!

4.) und zum guten Schluß kam noch die Gehende-Meditation, was ich persönlich als totalen Quatsch empfinde. Man geht so langsam und konzentriert sich immer nur einen Fuß vor den anderen zu setzen, aber mich macht es total wahnsinnig, wenn ich aber dann überlege wie manche in Asien sich so fortbewegen wird mir nun einiges bewusster.

Wir sollten versuchen die ganze Zeit über, egal ob auf dem Weg zur Küche oder zur Toilette, so langsam und bedacht zu gehen wie möglich. Oh mein Gott, nichts für mich, wirklich. Wenn ich mich da mal an manche Tage in der Arena erinner und darüber nachdenke ich wäre da so gelaufen, haha! Da hätte ich wohl nichts zuende bekommen!

Ausserdem war es uns nicht erlaubt zu reden und wenn nur gaaaanz leise und gaaaanz langsam.
Am ersten Tag war es auch noch ok, aber ich glaube am zweiten Tag war es uns schon fast egal.

Die Meditation an sich ist denke ich eine gute Sache um mal der hektischen Welt zu entkommen und sich ein paar Minuten Auszeit zu nehmen, aber es ist wirklich schwerer als ich dachte. Und was ich hier nicht mag ist das ganze beten, aber das mag ich ja auch in anderen Religionen nicht.

Es gab noch etwas, was ich persönlich super fande und zwar zählt man die Perlen der "Gebetskette" (sie haben auf englisch immer nur "Beans" gesagt, finde ich nicht so passend, ist wie ein Rosenkranz), es sind 108 und man muss sich halt in der Zeit beim zählen nur darauf konzentrieren. Da ich zählen liebe und sowieso immer alles und überall zähle ist das etwas gutes. Haben uns je eine zur Erinnerung gekauft und können dann auf langen Busfahrten immer mal wieder bis 108 zählen.

Wir haben da eine Nacht geschlafen und sind dann morgens um 5.00h aufgestanden und haben den Mönchen Reis "gespendet". Sie dürfen nichts eigenes haben oder kaufen und sind nur auf die Spenden der Gläubigen angewiesen. Welches aber auch immer nur Reis ist.
Ich dachte immer sie dürfen von Frauen nichts annehmen, aber das stimmt wohl nicht, oder kommt dann wieder darauf an in welchem Gebiet man ist.

Hatten dann später noch eine Stunde eine Diskussionsrunde, in der jeder mal sagen sollte wie es ihm ergeht. Hm, weiß auch nicht was ich davon halte. War aber auf jeden Fall eine Erfahrung wert. Ich glaube ich mag mich zu entspannen, wenn eine dieser tollen CDs laufen mit "dein Arm wird schwer" und Meeresrauschen im Hintergrund!

Und dann war die Zeit auch schon vorbei.
Es hat sich auf jeden Fall gelohnt und wir haben die ersten Schritte auf jeden Fall gut beigebracht bekommen. Also für alle, die sich dafür begeistern können, es ist wirklich der richtige Ort um es einmal auszuprobieren!
Die Leute waren sehr nett, wir konnten viele Fragen stellen, wobei ich noch eine Menge Carla-Fragen im Kopf habe und es war einfach auch mal etwas anderes!

Am Nachmittag ging es dann zurück in die Stadt und wir durften wieder reden und essen wann wir wollten

Alles Liebe vom weißen Engel,
Carla Fernweh

Mi., 17.10.2012

© Carla F., 2011
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Die Reise
 
Worum geht's?:
- sie kann nicht weit sein, auf der Liste stehen Asien, Australien und Neuseeland...
Details:
Aufbruch: 06.09.2011
Dauer: 18 Monate
Heimkehr: März 2013
Reiseziele: Deutschland
Vereinigte Arabische Emirate
Thailand
Singapur
Australien
Fidschi
Neuseeland
Indonesien
Malaysia
Laos
Kambodscha
Vietnam
Der Autor
 
Carla F. berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt.