Thailand-Reisebericht :Auf Achse: 6 Monate Borneo, Australien, Asien

Unser Dorf

Es wird Zeit über unser Dorf zu berichten. Unser Dorf ist klein. Der Abzweig vom Highway No. 4 links runter zu unserem Dorf (wenn man ihn findet) endet nach 10 km im meist blauen Meer, im Thailändischen Golf. Das ist nicht schlimm, weil rechts und links die kleine Straße weitergeht (man nennt das hier eine "T-junction"), und zwar jeweils 25 km immer geradeaus direkt am Strand lang. Ideal zum Radeln oder besser Motorbike.

Es gibt einen schmucken Bahnhof, an dem täglich so 10 Züge auch halten. Praktisch: der 8:05 Uhr-Schnellzug aus BKK hält hier so gegen 14:00 oder 15:00 oder 16:00 oder so. Kurz bevor ein Zug hält (das ist normalerweise nicht die reguläre Abfahrzeit), werden auch Fahrkarten verkauft. Bei ORDINARY-Zügen kann man für 35 Baht (90 cent) in der 3. Klasse gut 3 bis 4 Stunden Zug-Fahren. 3 Klasse heißt: eher harte Sitze, offene Fenster, schön tagsüber, nachts kalt. Man sitzt einem netten thailändischen Mädchen gegenüber, hübsch, jung, sehr zart. Die langen schwarzen Haare wehen leicht im Zugwind; alles was sie macht, macht sie langsam, bedächtig, ohne Ungeduld, als wolle sie ewig mit dem Zug fahren. Sie döst, sie kauft von einem der vielen Händler im Zug ein buntes "Tütengetränk" (das ist eine Plastiktüte mit Eis, einer möglichst knalligen Flüssigkeit von zartrosa bis haselnussbraun plus Strohhalm), trinkt lange daran, ißt einen Cräcker dazu, alles ohne Hast - und wirft dann den ganzen Rest zum offenen Fenster raus - so wie es eben alle machen.

Das ist unser Garten. Im Hintergrund das Meer.

Das ist unser Garten. Im Hintergrund das Meer.

Der Garten wird gepflegt von Jane und ihrer Mutter. Hier wird gerade eine "Baumfrucht" oder "-samen" gepfückt und zu Bündeln geschnürrt. Das meiste wird auf dem Markt verkauft, aber ein Teil davon landet in einer Suppe, der von uns so genannten "Baumsuppe", die für uns leider völlig ungenießbar ist. Man probiert es aber immer wieder, sodaß uns dieser "Baumsuppentag" regelmäßig die Angst in den Nacken treibt.

Der Garten wird gepflegt von Jane und ihrer Mutter. Hier wird gerade eine "Baumfrucht" oder "-samen" gepfückt und zu Bündeln geschnürrt. Das meiste wird auf dem Markt verkauft, aber ein Teil davon landet in einer Suppe, der von uns so genannten "Baumsuppe", die für uns leider völlig ungenießbar ist. Man probiert es aber immer wieder, sodaß uns dieser "Baumsuppentag" regelmäßig die Angst in den Nacken treibt.

Das ist unser Häuschen. Der blaue Himmel fehlt (nur auf dem Foto). Der Innenraum besteht aus einem riesigen Bett, einem Kleiderständer, TV und Super-WiFi.

Das ist unser Häuschen. Der blaue Himmel fehlt (nur auf dem Foto). Der Innenraum besteht aus einem riesigen Bett, einem Kleiderständer, TV und Super-WiFi.

Dies die Haupt-Neben-Stromverteilung des Dorfes, wo auch unser Strom herkommt. Wenn man Glück hat, kommt der Elektriker auf einer Leiter und behebt einen Schaden. Also, wenn er Glück hat. Man kann stundenlang darunterstehen und ihm zusehen. Das macht ihm nichts. Nicht so, wie bei uns, wo jeder ein komisches Gefühl hat, wenn man ihm auf den Schreibtisch oder in den PC schaut. Wenn er den Fehler findet, ist er stolz. Und - das kann er auch sein!!!

Dies die Haupt-Neben-Stromverteilung des Dorfes, wo auch unser Strom herkommt. Wenn man Glück hat, kommt der Elektriker auf einer Leiter und behebt einen Schaden. Also, wenn er Glück hat. Man kann stundenlang darunterstehen und ihm zusehen. Das macht ihm nichts. Nicht so, wie bei uns, wo jeder ein komisches Gefühl hat, wenn man ihm auf den Schreibtisch oder in den PC schaut. Wenn er den Fehler findet, ist er stolz. Und - das kann er auch sein!!!

Hier wohnt Catwiesel. Bei uns gegenüber, ohne Strom übrigens. Catwiesel sieht aus wie Catwiesel und schneidet auch den Kids manchmal Grimassen. Catwiesel "arbeitet" 50m weiter in einem Eis- und Fischladen, füllt aber auch Kühlschränke auf und döst auch gern im Schatten, wenn nichts los ist. Und das ist fast immer so. Er hat immer die gleiche "weiße" Hose und Jacke an, darüber einen Sombrero. Natürlich ist er herzensgut, grüßt immer höflich, und brauchen tut er wahrscheinlich nichts.

Hier wohnt Catwiesel. Bei uns gegenüber, ohne Strom übrigens. Catwiesel sieht aus wie Catwiesel und schneidet auch den Kids manchmal Grimassen. Catwiesel "arbeitet" 50m weiter in einem Eis- und Fischladen, füllt aber auch Kühlschränke auf und döst auch gern im Schatten, wenn nichts los ist. Und das ist fast immer so. Er hat immer die gleiche "weiße" Hose und Jacke an, darüber einen Sombrero. Natürlich ist er herzensgut, grüßt immer höflich, und brauchen tut er wahrscheinlich nichts.

Das ist die Tankstelle. Der Preis für eine Flasche Benzin ist in den letzten Wochen von 40 Baht (ca. 1 Euro) auf 28 gefallen. An der "richtigen" Tankstelle ca. 22 Baht. Unser Mann verdient also an jeder Flasche 6 Baht. Darum liegt er von morgens bis abends auf dem zugehörigen Podest mit TV natürlich, meist mit Freunden, die ihm helfen.

Das ist die Tankstelle. Der Preis für eine Flasche Benzin ist in den letzten Wochen von 40 Baht (ca. 1 Euro) auf 28 gefallen. An der "richtigen" Tankstelle ca. 22 Baht. Unser Mann verdient also an jeder Flasche 6 Baht. Darum liegt er von morgens bis abends auf dem zugehörigen Podest mit TV natürlich, meist mit Freunden, die ihm helfen.

Und - das wichtigste Gebäude im Ort - der 7eleven Laden. Man kauft ein Eis und setzt sich davor und sieht ...

Und - das wichtigste Gebäude im Ort - der 7eleven Laden. Man kauft ein Eis und setzt sich davor und sieht ...

... gegenüber die Straßenverkäufer und den Tesco-Laden. Der ist seit 2 Jahren neu und wird noch nicht so akzeptiert.

... gegenüber die Straßenverkäufer und den Tesco-Laden. Der ist seit 2 Jahren neu und wird noch nicht so akzeptiert.

Rechts Strand.

Rechts Strand.

Links Strand.

Links Strand.

Mit dem Motorbike gehts flott...

Mit dem Motorbike gehts flott...

...an sonnige Strände.

...an sonnige Strände.

Und einer (genauer zwei von denen) schaut nach dem Rechten...

Und einer (genauer zwei von denen) schaut nach dem Rechten...

...während andere nur noch staunen.

...während andere nur noch staunen.

© Erich Backes, 2016
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Sept. 2015 bis März 2016: Borneo, Australien, Asien sehen, entdecken, staunen "In der Fremde erfährt man mehr als zu Hause" (aus Tansania)
Details:
Aufbruch: 16.09.2015
Dauer: 6 Monate
Heimkehr: März 2016
Reiseziele: Malaysia
Australien
Thailand
Myanmar
Der Autor
 
Erich Backes berichtet seit 4 Jahren auf umdiewelt.
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