Thailand-Reisebericht :Auf Achse: 5 Monate Indien, Thailand, Vietnam und so

Resümee Indien

Indien - bunt und groß, eher riesig. 1,31 Milliarden Menschen, die alle leben wollen, glücklich, zufrieden, sicher. Indien ist voller Gegensätze: arm und reich direkt nebeneinander, modern und alt, fortschrittlich und konservativ.

Wir haben - trotz meiner anfänglichen Skepsis - die 71 Tage in Indien sehr genossen. Viel hat sich in den 30 Jahren - da wir zuletzt hier waren - geändert. Infrastruktur und Lebensverhältnisse sind besser, die Menschen - vor allem die Frauen - sind offener, zugänglicher.

Wir sind in Mumbay, der größten Stadt Indiens, gelandet (33 Grad, Kulturschock!!!) und sind dann gleich mit dem Zug nach Goa, 2 Wochen abhängen, dann nach Delhi und unsere 14tägige Rajasthan-Tour mit Auto und Fahrer. Höhepunkte sind das Taj Mahal, die Forts von Rajasthan, die Wüste Thar. Viel zuviel gesehen: Tempel, Museen, Forts, Städte, Landschaften, Menschen; viel zuviel erlebt und von Allem nur einen winzigen Teil.

Dann - entgegen unserer ursprünglichen Planung - wieder zurück nach Goa. Weihnachten. Neujahr am Strand mit Feuerwerk. Mit dem Zug in Richtung Südindien. Kochin mit seinen kleinen Gästehäusern, Alleppey der absolute Chillout (PS. Man hatte uns erzählt, daß im touristischen Kovalam Drogen etc. auf offener Straße verkauft werden - wenn dem so ist und das ist so, so geht das in Alleppey eimerweise über die Bühne), Varkala - hat uns sehr gut gefallen, Kovalam mit seinem schmucken Leuchturm (TIP. unbedingt besteigen), dann wieder zurück, allerdings mit diversen Bussen. Langsam, mit offenen Fenstern, mit viel Hilfe von netten Indern, um immer wieder den richtigen Bus zu erwischen. Dann nach Chennai und per Flug zu den Andamanen mit traumhaften Inseln und den dazugehörenden Stränden (PS. Die Schiffsidee von Chennai nach Port Blair haben wir aufgegeben, weil Komfort und Preis einfach nicht stimmig ist). Auf den Andamanen waren wir nur 9 Tage, das ist viel zu wenig. TIP. Mindestens 3 Wochen Zeit einplanen; viele Touristen, die wir gesprochen haben, nehmen sich "nur" die Andamanen vor, zu Recht (PS. Die Nikobaren sind i.A. für Touristen gesperrt).

Das indische Essen ist ausgezeichnet und vielfältig und überall anders. Hillo hat es immer geschmeckt. Bier trinkt man in allen Varianten:DoupleT (in Teekanne und Teetasse z.B. in Agra), SingleT (in Teekanne und Glas oder Krug z.B. in Varkala), HalfOpen (Flasche nicht auf den Tisch, sondern auf den Boden stellen, im allgemeinen so üblich) oder Open (Flasche und Glas auf den Tisch nur in Goa und Kovalam).

Vieles ist ungemein lustig (wenn man in Restaurants - ohne Kommentar, aber völlig bewußt - andere Speisen bekommt, als die, die man bestellt hat, weil gerade mal wieder was "ausgegangen" ist; wenn Frauen, ohne wirklich miteinander reden zu können, in Bezug auf "Männer" einer Meinung sind; wenn man am Straßenverkehr "teilnimmt"; wenn man Fragen stellt, von denen das Gegenüber keine Ahnung hat).

Aber am wichtigsten für uns waren die immer hilfsbereiten Menschen, die uns mit Ihrem Kopfnicken (von links nach rechts, von oben nach unten und seitwärts und immer alles gleichzeitig) den Weg durch Indien gewiesen haben. Danke. Wir kommen wieder.

Ausgegeben haben wir in den 10 Wochen knapp 5.000 Euro incl. aller Inlandsflüge und Flug nach BKK, Touren, Züge, Busse, Tuk-Tuks, Hotels, Essen, Trinken (!!!), Einkäufe, Eintritte, etc. etc. ohne wirklich zu sparen oder etwas zu vermissen - naja, außer Sauerkraut.

© Erich Backes, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Dez. 2016 bis April 2017: Mumbay, Goa, Rajasthan, Andamanen und Nikobaren, Südindien, Asien, neugierig sein, ausprobieren, wohlfühlen "Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen" (aus China)
Details:
Aufbruch: 26.11.2016
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 23.04.2017
Reiseziele: Indien
Thailand
Vietnam
Der Autor
 
Erich Backes berichtet seit 4 Jahren auf umdiewelt.
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