Vietnam-Reisebericht :Eine Weltreise

Vietnam 20.01.-05.02.07: Hanoi II 05.02.07

Hanoi zum Zweiten, hiess es nach den traumhaften Tagen in der Halong Bay. Schnell holte uns die Hecktik der Grossstadt wieder ein und die Ruhe der letzten Tage war vergessen.
Wir feierten gebuehrend unseren gelungenen Trip. Schon nach einer Stunde sassen an unserem Tisch in der 10cent-Bier-Kneipe, zahlreiche weitere Traveller. Viele Biere und interessante Gespraeche spaeter, fanden wir uns in dem einzigen Club in Hanoi, den die allgemeine Sperrstunde(24Uhr) nicht zu kuemmern schien, wieder.
Am naechsten Tag besuchten wir das entaeuschende Ethlologie Museum und schlenderten planlos durch die Stadt, was dank der von Motorraedern blockierten Buergersteige und ueberfuellten Strassen ziemlich anstregned sein kann.
Hanoi ist tatsaechlich noch verrueckter als Saigon und eine Fahrt auf einem Motorradtaxi ist ein Muss. Jedesmal wenn ich schon fest mit dem Crash rechnete, fand sich wie durch ein Wunder eine 30cm Luecke zwischen einem Jeep und einem Bus.
Auf den ueberfuellten Strassen gehen Fussgaenger, Haendler verkaufen ihre Ware, Eisen wird zusammengeschweisst und einen Meter weiter uebt sich ein Kind im Seilhuepfen. Dazu muss man sich den Gestank der Abgase und das niemals endene Hupkonzert der Mopeds, die einen immer wieder mit aberwitzigen Konstruktionen zum Transport auf ihren kleinen Maschinen erstaunen. 13 Korbstuehle oder bis zu 6 Pesonen auf einem Moped war ich schon aus Kambodscha gewoehnt, aber drei Schweine, einen Wasserbueffel oder einen Mandarinenbaum ist dann doch noch eine Stufe haerter! Leider hat man in solchen Momenten nur selten die Kamera zur Hand und ist zu sehr mit dem Nichtuberfahrenwerden beschaeftigt.
Am Ende hiess es dann natuerlich wieder Abschied nehmen - besonders von Erika, Jose und Ivana, mit denen ich jetzt schon laenger unterwegs war. Mit Lynn und Noreen hingegen kann ich die gemeinsame Reise nach Laos fortsetzen.

Waehrend das Fass leerer wird, setzen sich immer mehr Traveller zu uns

Waehrend das Fass leerer wird, setzen sich immer mehr Traveller zu uns

Kommt einem doch bekannt vor, oder?

Kommt einem doch bekannt vor, oder?

Spaeter im Club
Ivana, Erika, ich, Jose, Pablo, Martin und der vietnamesische Kellner

Spaeter im Club
Ivana, Erika, ich, Jose, Pablo, Martin und der vietnamesische Kellner

Das beste am Ethologie Museum

Das beste am Ethologie Museum

Waum auch immer, waren im Museum mehr als 10 Brautpaare anzuteffen, die allesamt zum Fotoshooting gekommen waren

Waum auch immer, waren im Museum mehr als 10 Brautpaare anzuteffen, die allesamt zum Fotoshooting gekommen waren

Ein Bild, dass man hier oft sieht.

Ein Bild, dass man hier oft sieht.

Wenigstens den Mandarinenbaum konnte ich - wenn auch unscharf - einfangen

Wenigstens den Mandarinenbaum konnte ich - wenn auch unscharf - einfangen

Trotz den grandiosen Tagen in der Halong Bay und all der netten Leute, die ich vor allem seit ich alleine untewegs bin treffe, hat mich Vietnam enttaeuscht. Ich war mit grossen Erwartungen an das Land gekommen. Am Ende muss aber feststellen, dass sich fuer mich Vietnam den letzten Platz dieser Reise mit Indonesien (und Singapur)teilt, was es vor allem seiner so unfreundlichen Bevoelkerung zu "verdanken" hat. Ein "Bitte" oder "Danke" habe ich nur sehr selten aus dem Mund eines Vietnamen gehoert, den Satz "You pay now!", "Money!" oder einfach nur ein lautes "Noooooooooo!!!", dafuer all zu oft. Dazu kommen Erlebnisse, die von einer Vietnamesin, die ohne Grund unser Glas Wein auf den Boden schmiss, bis zu dem Taxifahrer in Saigon, der mir an meinem Geburtstag ein paar auf die Fresse gab.
Nichtsdestotrotz ist Vietnam ein Landschaftlich aeusserst schoenes Land und vor allem der Norden und die Gegend suedlich von Saigon, die wir aus Zeitdruck nicht sehen konnten, hat viel zu bieten. Des Weiteren ist es das guenstigste Land meiner Reise - bisher. Nur die Hoteluebernachtungen, die man allerdings oft um bis zu 50% runterhandeln konnte, kamen mich teurer zu stehen als in Kambodscha.
Eigentlich sollte nach Hanoi noch ein Aufenthalt in Sapa mit der Besteigung des Fansipan folgen, jedoch ist Sapa ein kostspieliger Ausflug und das Wetter momentan aeusserst schlecht. Aus diesem Grund und wegen der unfreundlichen Menschen, entschied ich mich dafuer, lieber vorzeitig mit Lynn und Noreen nach Laos aufzubrechen.
Auch hat mir an Vietnam nicht gefallen, dass es nur schwer moeglich ist abseits der Touristenpfade zu reisen und die konstante Propaganda vor allem in Museen ging mir schon nach einer Woche auf die Nerven.
Da ich in Vietnam wieder nicht besonders aktiv war und trotz langen Busfahrten eher wenig Strapazen auf mich nehmen musste, konnte ich wieder Reise- und Abenteuerhunger fuer Laos sammeln. Einen Plan zum groessten Abenteuer meiner Reise gibt es schon, allerdings muss ich erst mehr Informationen einholen, bevor ich zu viel versprechen kann.

Tip:
Little Hanoi Hotel im Old Quarter von Hanoi(Hang Ga Street)
Extrem freundliches und hilfsbereites Personal (nicht besonders haeufig zu finde in Vietnam!), gute Lage und saubere, guenstige Raueme.

© Morris B., 2006
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Die geplante Reiseroute: Argentinien - Peru - Ecuador(+Galapagos) - Peru - Bolivien - Chile - Argentinien - Neuseeland - Australien - Indonesien - Singapore - Kambodscha - Vietnam - Laos - Thailand
Details:
Aufbruch: 12.07.2006
Dauer: 8 Monate
Heimkehr: 06.03.2007
Reiseziele: Argentinien
Peru
Ecuador
Cuzco
Bolivien
Salar De Uyuni
Neuseeland
Australien
Indonesien
Singapur
Kambodscha
Vietnam
Laos
Thailand
Der Autor
 
Morris B. berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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