Vietnam-Reisebericht :Quer durch Südostasien statt nur drum rum

Vietnam

Saigon 10. - 18.01.2008

Die Fahrt mit dem Bus verlief ausnahmsweise mal problemlos und auch die Ueberquerung der Grenze hatten wir recht unbuerokratisch hinter uns gebracht. Vietnam konnte also kommen!

Ho Chi Minh City ist eine Riesenstadt!
Der Verkehr ist moerderisch (oder sollen wir besser asiatisch sagen...). Auf der Suche nach einem passenden Gaestehaus schlackerten wir mit den Ohren. Die Preise fuer Unterkuenfte waren hier doppelt so hoch wie in Kambodscha... das fing ja gut an!
Am Ende landeten wir in einer Schneiderei, die neben dem Textilhandwerk als 2. Standbein ein paar Zimmer vermietete. Der erste Preisschock legte sich schnell, nachdem wir die Menuekarten einiger Restaurants studiert hatten! Das Essen hier ist echt guenstig und somit wurde unsere Befuerchtung, wieder mit dem Budget in Konflikt zu kommen, schnell zerstreut!

11.01.08

Den ersten Tag verbrachten wir im Krankenhaus. Nachdem wir von unserer Versicherung ein paar Hospitaeler empfohlen bekamen, zerrte Steffi mich dort hin, da meine Probleme keine Anstalten machten zu verschwinden!
Die Aerztin hoerte sich meine Krankengeschichte geduldig an, bekam noch ein Proebchen von mir und untersuchte es auf der Stelle unter dem Mikroskop. Sie konnte nichts feststellen, weswegen eine Kultur angelegt werden musste, deren Ergebnis in 5 Tagen Aufschluss geben sollte wie es um mich steht!
Bis dahin zollte ich erstmal diese und jene Medikament nehmen.

12.01.08

Mit zwei Motorrollertaxis liessen wir uns nach einigem verhandeln heute zum Palast des Jadekaisers fahren. Dieser Tempel ist einer der schoensten der Stadt. Er wurde von der kantonesischen Gemeinde Saigons um die Wende zum 20. Jahrhundert errichtet. Im Inneren befinden sich verschiedene Gottheiten der daoistischen und buddhistischen Religion. Der Tempel ist mit vielen schoenen Holzschnitzereien verziert. Auf einigen der Holztafeln wird sehr anschaulich die Hoelle dargestellt . Ueber dem zentralen Altar in der Haupthalle thront der Jadekaiser hoechstpersoenlich. In Form einer riesigen Statue steht er da mit seinem langen Schnurrbart, und wacht ueber den Zugang zum Himmel.
Wir waren von der Anlage sehr angetan, da sie eine gelungene Abwechslung zu den Tempeln darstellte, die wir die Monate zuvor zu Gesicht bekommen hatten.

Der Palast des Jadekaisers

Der Palast des Jadekaisers

so sieht die Hoelle aus!

so sieht die Hoelle aus!

Flotten Schrittes ging es weiter zum Kriegsmuseum.
Wir starteten unseren Rundgang in einer Fotogalerie, die sich mit dem internationalen Widerstand gegen diesen brutalen und unmenschlichen Krieg auseinander setzte. Bilder zeigten Demonstrationen von jedem Winkel der Welt... wir waren ueberrascht wo ueberall gegen den Vietnamkrieg demonstriert wurde. Um so betroffener macht es einen, das der Krieg damals doch nicht verhindert werden konnte.

Internationale Proteste

Internationale Proteste

Fotogalerie

Fotogalerie

und nochmal.

und nochmal.

Neben ausfuehrlichen Informationen ueber den Krieg, den Einsatz von Napalmbomben, der Folter und den Verstuemmelungen der Opfer, befasst sich ein Teil der Ausstellung mit dem exzessiven Einsatz von "Agent Orange", dem Entlaubungsmittel DDT.
Die Amerikaner liessen 75 Millionen Liter davon ueber den Dschungel Vietnams niederregnen, um dem Vietcong die Deckung zu nehmen. Neben einer kahlen Landschaft die der Einsatz des Gifts hinterliess, zeigt die Toxizitaet der Chemikalie noch heute seine Folgen! Im ehemaligen Einsatzgebiet kommen immernoch sehr viele Kinder mit schwersten Missbildungen und Behinderungen auf die Welt.
Da das Entlaubungsmittel auch nicht so schnell verschwindet, wird dieses schreckliche Phaenomen auch in Zukunft anhalten!

Die Opfer von Agent Orange

Die Opfer von Agent Orange

Auf dem Gelaende wurden auch die beruechtigten "Tigerkaefige", kleine Gefaengniszellen in denen Menschen im Dutzend eingepfercht wurden, nachgebaut. Im Sommer wurden die Zellen mit Gefangenen vollgestopft, um die Hitze noch unertraeglicher zu machen, waehrend im Winter nur ein Gefangner der eisigen Kaelte ausgeliefert wurde. Man kann sich nicht vorstellen was die Menschen erleiden mussten, die hier eingesperrt waren.

Tigerkaefige

Tigerkaefige

Im Hof des Museums steht noch einiges Kriegsgeraet der Amerikaner. Man kann hier Panzer, Hubschrauber, einen Kampfjet und Bomben diverser Groesse und Zerstoerungskraft zu Gesicht bekommen.

Amerikanisches Kriegsgeraet

Amerikanisches Kriegsgeraet

Nach dem Besuch bleibt nur die innere Leere in einem zurueck, da die Fragen, die man sich unweigerlich stellt sowieso von niemanden beantwortet werden koennen.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Eine Reise mit Open End..... Bald ist es soweit und wir lassen alles hinter uns Nach mehreren Monaten Planung brechen wir auf um unsere persönlichen Grenzen zu überschreiten
Details:
Aufbruch: 11.03.2007
Dauer: 14 Monate
Heimkehr: 16.05.2008
Reiseziele: Indien
Nepal
Tibet
Thailand
Kambodscha
Vietnam
Laos
Der Autor