13.11.07: Noch 3 Wochen und dann geht's los, wow. Höchste Zeit für die letzten Vorbereitungen. Und auch ein Online-Tagebuch soll her - für alle, die ab und zu mal schauen möchten, wo wir gerade stecken. Herzlich Willkommen!
Unser Weg hat uns meist nachts per Schlaf-Bus weiter die Kueste entlang in die Mitte Vietnams gefuehrt. Diese Busse sind klasse, man kann sich nicht ganz ausstrecken, aber doch annaehernd. Gesponsert von den Hotels, sind die Fahrten sehr guenstig im Gegensatz zu den Zuegen. Der Nachteil ist, dass alle Touristen aus Kostengruenden quasi nun die selbe Route abklappern - den "Lonely Planet" Reisefuehrerempfehlungen entlag. Aber das war in Laos im Prinzip auch schon so. Es ist halt schwierig und langwierig, ganz auf eigene Faust zu reisen, wenn man das Land noch nicht kennt. Aber es soll unser Schaden nicht sein, wir hatten tolle Stationen beim Kaiserpalast und den MySon-Ruinen. Mittlerweile liegen wir mal wieder an einem Strand - bei strahlendem Himmel, juchu.
Der erste Eindruck hat sich gefestigt: Vietnam geht es recht gut - das freut uns. Die Armutsgrenze soll nach der Marktoeffnung auf 30% bereits gesunken sein. Die Kriegsschaeden sind weitgehendst behoben, wir sehen eigentlich kaum noch etwas diesbezueglich. Jedoch sollte man auf keinen Fall nur einfach mal so querfeldein in abgelegenen Gebieten gehen: jaehrlich sterben immer noch Hunderte durch nicht hochgegangene Bomben und Minen.
Als wir vorgestern in Nha Trang um 6:30 Uhr ankamen, war der Strand bereits voller Menschen, die sich in Morgengymnastik uebten. Vietnam wuselt - schon ganz frueh. Abends toent aus mancher Bar Karaoke, kaum eine private Familienfeier geht ohne ab, wie uns ein Vietnamese bestaetigt. Witzig. Dafuer ist schon frueh Schluss, ab 22:00 schliessen die ersten Lokale, um 23:00 Uhr ist kaum noch einer unterwegs.
Nach all der Kultur haben uns die umliegenden Berge gelockt. Es war erst etwas schwierig, einen Zugang zu finden, die meisten Berge scheinen ohne Wege zu sein. Ja, und querfeldein ist ja ausgeschlossen. Aber dann fuehrte uns doch noch eine Strasse durch ein wunderschoenes Tal. Zunaechst. Immer hoeher hinauf ging es dann. Ein Ort namens Hon Ba war in 25 km ausgeschildert, den wollten wir anfahren. Es wurde kaelter und kaelter und nebeliger, wir troesteten uns mit dem Gedanken an einen warmen Tee im Ort und vielleicht haben die ja auch Pullis, ich brauche eh fuer Australien noch einen. Wir sahen viele kleine Erdrutsche aus vergangenen Zeiten. Und dann in 1500 m kam endlich die letzte Kurve.... aber was war das? Nichts. Einfach nichts. Die Strasse hoerte einfach auf. Ein kleines unbewohntes Holzhaus stand da noch. Huch. Ok. Warum bauen die eine wirklich recht gute Strasse den Berg rauf und dort ist - nichts? Wir haben es leider nicht aufklaeren koennen. Vielleicht war der Gipfel in der Vergangenheit wichtig?!
Jo, so haben wir also kraeftig Gymnastik gemacht, um uns wieder aufzuwaermen und sind zurueck getuckert. Und wir sollten noch toll belohnt werden. Da waren doch tatsaechlich im Nebel Affen zu sehen. Einer war so richtig gross, sah fast nach Menschenaffe aus. War leider aber nicht genauer zu definieren und auch nicht zu fotografieren. Bis wir die Kamera in zeitlupe rausgefischt hatten, waren die Affen in grossen Saetzen durch die Baumkronen weiter gesprungen. Ein irrer Anblick!!