tja, in einem knappen bis guten Jahr über Düsseldorf, Asien, Ozeanien und Lateinamerika zurück nach Hause - mehr in Kapitel 1...
Ja Dicker, da liegst wohl richtig, die Pausen werden laenger. Ich habe nicht mehr so wirklich Lust zu Schreiben und bin auch immer seltener im Internet. Jetzt lade ich zum Sichern grade mal n paar Bilder hoch, sodass ich nebenbei was texten kann. Dauert hier ja alles etwas laenger 
Nach langem hin und her hat es mich dann doch zuerst mal nach Kambodscha, hier nach Kampot, verschlagen. Daher ist der (erste von vielleicht auch mehreren, noch hab ich keine Ahnung) Aufenthalt in Vietnam dann doch sehr kurz ausgefallen. Drei Naechte Saigon, zwei in Can Tho im Mekongdelta und eine letzte in Chau Doc an der Grenze. Ich hab hin- und herueberlegt, in welche Richtung ich denn weiterreisen soll. Die Entscheidung ist dann gegen Party und Strand im Suedosten von Vietnam und fuer Richtung Westen gefallen. Zum einen wollte ich nicht wie es hier alle zu tun scheinen die Busroute in den Norden von Vietnam fahren, zum anderen dacht ich mir, dass ich ja gar nicht weiss, ob ich nicht irgendwo unterwegs an schoenstem Ort "zu lange" haengenbleibe und es dann gar nicht mehr nach Kambodscha und Angkor schaffe. Ausserdem musste das Delta ja auch mit. Und ich waer bestimmt nicht nur dafuer nochmal nach Suedvietnam gereist...
Wie auch immer, nach nur einem Fruehstueck auf dem Flug von Cathay Pacific in Saigon gelandet gings erstmal mit dem public bus in die Stadt ins Backpackerviertel. Musste fuer meinem Rucksack gleich mal auch einen Sitzplatz mieten, sodass ich dann auf immerhin 25 Eurocent. Hab das aber eher gelassen gesehen, da die Taxen 7 Dollar haben wollten und ich fand, damit immer noch recht gut zu fahren. Fuer 3US wurde sich dann erstmal die letzte Absteige gesichert und ich bin zwecks Aufklaerung erstmal rumgeschlendert. Abends hab ich dann mit Barbara, Dani und Michel kennengelernt. War echt toll, mal wieder richtiges Deutsch zu SPRECHEN 
Am naechsten Tag gings frueh morgens auf zu den Chu Chi-Tunneln aus dem Vietnamkrieg. Ein Bild habt Ihr ja schon gesehen. Ich kam echt komplett rein und konnte den Deckel schliessen, nur weiter gings dann nicht. Ich steckte fest. Ging aber nicht nur mir so, auch fuer die weniger muskuloes gebauten Koerper der westlichen Touristen gings nicht weiter. Da muss man halt Vietcong-Groesse haben.
Aber einige Tunnel hatten sie da was erweitert, sodass auch sogar ich durchpasste. Wenn auch mit deutlich spuerbarem Muskelkater als Folge in den naechsten Tagen. Mussten uns trotzdem noch ziemlich buecken.
Es war auf jeden Fall eine ziemlich interessante Tour, und zusammen mit dem Kriegsreliktemuseum doch ein erinnerungsreicher Tag. Auch wenn die Ausstellung ueber die Vietnamkriege dort sicher auch stimmungsmachend propagandistisch ist, zu sehen, was insbesondere all die Chemie, all die Bomben in diesem Land angerichtet haben, ist schon bedruekend. Dazu dann noch die Bilder von denen in diesem Krieg umgekommenen Kriegsfotografen. Wer mal nach Saigon kommt, darf das sicher nicht auslassen!
Die Stadt an sich ist gar nicht so besonders, aber irgendwie hat sie was. Da geb ich dir Recht, Herr Jones. Auch wenn ich mich am Anfang gefragt hatte, wie Du denn darauf kommst.
Nach drei Naechten (einer letzten in teurerem 7US Hostel) hab ich mich aufgemacht Richtung Mekong-Delta. Ich wollte nach Vinh Long, weil da weniger Touristen, es aber auch ganz schoen sein sollte. Hab mich dann von nem Moto zum vermeintlich billigsten Hostel meiner Reisefuehrer (mittlerweile hab ich sogar schon drei, da mir die abreisenden Oesis ihren vermacht haben) bringen lassen, dessen Preis ich aber nicht bezahlen wollt. Und da ich mich dann auf der Suche nach dem zweiten Hostel immer wieder verschieden Meinungen der fliessend vietnamesisch sprechenden Bevoelkerung ausgesetzt sah, hab ich - ich muss es zu meiner Schande gestehen - nach einer knappen Stunde in der Stadt das Handtuch geworfen. Aber wie soll man sich denn entscheiden zwischen 6 Meinungen fuer diese Richtung, 7 fuer jene und was weiss ich vielleicht 4 fuer die andere. Immerhin zum Busterminal zurueck konnte mich dann einer fahren. Und nach zwei Stunden Vinh Long, hiess es dann adieu. Es ging nach Can Tho, wo der wirklich gute Bus mit einer Faehre ueber diesen riesigen Mekong uebergesetzt hat. Es war schon dunkel und ueberall sind Faehren wild zwischeneinander hergefahren. Fahren koennen sie hier in ich glaube ganz Asien jedenfalls. Egal ob Wasser oder Land oder Stadt. Und ich hab noch keinen Unfall gesehen, dabei fahren die soo chaotisch. Halten nicht bei Rot, aber blinken. Zebrastreifen scheissegal, aber Du kannst einfach ueber die dickste Strasse gehen, keiner faehrt Dich um. Einfach gehen, es weichen alle aus. Wuerde mit geschlossenen Augen mit Sicherheit auch klappen, habs aber noch nicht probiert. Hier in Kambodscha ist dafuer aber nun auch viel zu wenig Verkehr...
Can Tho ist bekannt fuer die Ausfluege zu den schwimmenden Maerkten auf dem Mekong. Ich hab die Tour dann abends direkt nach Ankunft gebucht und war mit Majorline(?), ner Franzoesin, die in Hanoi ein Jahr studiert hat, auf einem kleinen Boot samt Skipper unterwegs. Sonnenaufgang auf dem Riesenfluss, insgesamt ueber 6 Stunden. Grosse Schiffe, kleine Schiffe. Die Kaeufer kommen mit ihren Boetchen dann zwischen allen hergefahren. Dann all diese kleinen Seitenarme. Und all der Muell, der in dem Fluesslein schwimmt. Was die hier alle immer mit ihrer Natur so machen. Aber ist halt so. Auf der Rueckfahrt dann direkt im Kielwasser eines Riesentransporters. Ne Schlange haben wir getroffen. Von der hat sich Paul aber kein bisschen beeindrucken lassen. Vielmehr Angst hatte glaube ich die Schlange. Zum Abschluss gabs dann noch nen Sonnenbrand fuer den Micha, weil er auf dem Boetchen eingenickt ist. Der sollte mir dann aber im folgenden die Entscheidung zwischen Traumstraenden samt Sonnenuntergang ueber dem Meer auf der Trauminsel Phu Quoc und der Weiterreise nach Kambodscha erleichtern. Weiss nicht, ob ich nicht immer noch dort waere und ueberlegen wuerde
Der Ausflug war echt ein toller, Paul und Majorline haben sich echt gern gehabt. Sie hat ein Foto mit ihm sogar bei Facebook reingestellt. Sonst war abends aber nix mehr los da. Alle Bars leer, Man merkt, dass hier LowSeason ist in der Gegend.
Am naechsten Tag gings ja nach getroffener Entscheidung nach Chau Doc, wo ich eigentlich nach einer Nacht direkt nach Kambodscha uebersetzen wollte. Die Amis die ich da getroffen habe (man trifft uebrigens nur Amis und Englaender und Iren und Oestereicher und Ozeanier, bis gestern hab ich noch keinen einzigen Deutschen getroffen!) haben mir aber dieses Staedchen Kampot, in dem ich grade meine Zeit vor Superinternet verpl(a)emper (der laed immer noch), empfohlen. Daher hab ich dann nochmal nach Ha Tien an der Kueste mich aufgemacht und da die Grenze ueberquert. In Chau Doc hab ich jedenfalls meinen zweiten Gipfel erklommen, wenn der auch ein bisschen niedriger war. Dafuer hatte ich dann auch meinen ersten schoenen Sonnenuntergang. Nicht ueber dem Meer, dafuer aber ueber ein paar Bergen ueber Kambodscha! Auch sehr toll.
An der Grenze wollte der Beamte von mir 25 US anstatt 20. Ich hab nach ner Quittung gefragt, woraufhin er rumsruckste und mir erklaerte, dass 20 fuer sein Government und fuenf fuer ihn sind, um da alles in Ordnung zu halten. Auch muesse er all den Kram selbst kaufen. Is klar! Ich konnt ihn runterhandeln. Er hat gesagt, ich solle 20 plus was ich will zahlen. Naja, da ich die vietnamesischen Dong loswerden musste, hab ich dann doch noch ein bisschen in getippt. Und mich nachher geaergert. Eigentlich durfte ich es ja nicht weitererzaehlen. Special price for me. Only for me. Am naechsten Schalter hiess es dann "Now pay 20000 Dong". Als ich fragte warum ich denn hier ueberall bezahlen muss, durft ich durch. Die hamm sie doch nicht mehr alle. Verdienen an anderen Touris schon genug dazu.
Hier in Kampot werde ich wohl noch ein bis zwei Naechte bleiben. Heut abend feiert in dem Hostel direkt an einem kleien Mekongseitenarm, in dessen braune Suppe ich heut schon gehuepft bin, noch seinen Abschied. Da wird mit den zwei Amis, die ich an der Grenze getroffen hatte, wohl noch das ein oder andere Bier gesueffelt. Auch wenn das hier unverschaemt teuer ist! Touristenware halt. Aber schlafen werd ich, wenn ich mir eben mal die Boxen, die die da angekarrt haben, angeschaut habe, sowieso nicht. Also versuch ich gar nicht erst, mich rauszuhalten. Morgen gehts dann eventuell noch mit Tobi aus Hamburg in die Umgebung. Uebrigens nicht in den tollen Nationalpark mit Berg von 1000 Meter Hoehe. Der ist zur Zeit grad zu. Ich frag mich, warum ich also nicht gelacht habe, als ich das erfahren habe. Der Bambustrain, wohl die einzige Bahn in ganz Kambodscha, faehrt auch nicht mehr. Naja, dann fahr ich halt mit dem Bus nach Sihanoukville oder Phnom Penh. Auch gut so.
Jaja, ich schau mal, ob ich heut jemanden fuer die Weiterreise finde. Bisher hab ich den Eindruck mich eher fuer die unguenstige Richtung (oder vielleicht auch gerade deshalb guenstigere?) entschieden zu haben. Alles kommt mir entgegen. Aber ich find schon noch wen.
So, Fotos und Videos sind oben. Ich versuchs jetzt mal hier. Viele Gruesse vom mir!