Ab September gehts durch Suedostasien und hoffentlich auch durch Afrika, mit vielen Workcamps zwischendurch :)
Sapa :)
Das Hostel in dem ich landen sollte sah nicht so sehr einladend aus, aber ich lies mich nicht beirren schritt forsch zur Rezeption- dort war niemand.
So quatschte ich den einzigen Menschen an, der in der Lobby sass- er war Amerikaner, 24 und wartete ebenfalls darauf einzuchecken, hatte aber schon einen Raum zugesichert bekommen.
Nach erfolgloser Suche nach Personal setzte ich mich also auch erstmal an einen der PCs, bis dann auf einmal jemand kam und mich direkt in ein Zimmer fuehrte. Waehrend im Internet stand dass dieses Hostel Dorms anbot, schien es in Wirklichkeit ein Zimmer mit 2 betten als Dorm zu bezeichnen.
Und das, ohne dass alle der Gaeste das mitbekommen, denn mein neuer Mitbewohner hatte bis zu meiner Ankunft noch geschlafen.
Ihn wollte ich nun wirklich nicht weiter verwirren und so nahm ich das Fruehstuecksangebot vom Amerikaner an, um mich an Sapa zu gewoehnen 
Der Ersatz-Amerikaner in Sapa
Da es wirklich durchgehend zu nieseln bzw. regnen schien und ueberall die Trekkingausstatter ihre Shops hatten, kam ich dann doch nicht drumherum mir eine Regenjacke zu kaufen- es sollte sich herausstellen dass das eine wirklich gute Investition war 
Ian und ich erkundeten also den Ort, assen vietnamesischen Doener (lustige Geschichte) und versuchten in der Touristeninformation herauszufinden, wie teuer es sein wuerde, den Fansipan zu besteigen.
Erst der 3. Touranbieter sollte uns den netten Hinweis geben, dass der Trek durch den Matsch zwar evtl. erheiternd sein koennte (je nachdem wie man drauf ist), aber dass wir absolut nichts von der Besteigung des Gipfels hatten, wenn das Wetter so blieb.
Also strichen wir den Fansipan (hoechster Berg vietnams) von unserer To do Liste und beschraenkten uns fuer den ersten Tag auf einen Trip zum kleinen Wasserfall und in verschiedene Bars 
Fuer den naechsten Tag mieteten wir uns dann nach einem guten Fruehstueck (die Nudelsuppe mit Huehnchen auf diesem Markt-->)
ein Motorrad, um die umliegenden Doerfer zu erkunden.
Das mit dem Motorrad war dann doch nicht so schwierig wie ich es nach den ersten paar Kilometern auf den nassen Strassen (Ian ist noch nie vorher gefahren) befuerchtet hatte, und wir legten einige Kilometer zurueck, um zu einem groesseren Wasserfall zu kommen, bevor wir einen Vogel assen und dann 4km weiter entdeckten, dass wir einen Platten hatten 
Das mit dem Platten war dann vielleicht die Strafe dafuer, dass wir einen ganzen Vogel gegessen hatten, wer weiss 
Aber er war immerhin frisch gegrillt worden - vor unseren Augen 
(Wenn man per Motorrad zu diesem Silver Waterfall faehrt kommt man nicht umhin, das irgendwo zu parken, und dafuer gibt es dann Zelte am Strassenrand in denen man sie parken kann und Frauen darauf aufpassen und einem Snacks (ganze Voegel am Spiess, Huehnchen oder Kartoffeln) und Tee anbieten)
Man beachte meine ultratolle regenjacke!!!!!! 
und die sehr stark eingeschraenkte Sicht ;(
Sie grillte unseren Vogel
Nachdem wir erfolglos versucht hatten mit dem Platten weiterzufahren trafen wir auf 2 Frauen die uns halfen, jemanden anzurufen, der das ganze in 10 Minuten und fuer 2Euro reparierte. 
Danach machten wir uns dann auf den Weg durch die von Reisfeldern gepraegte Landschaft suedlich des Stadtzentrum Sapas, in dem Schlagloecher, Gras, Rinder und Huetten das Bild dominieren.
Die Sicht betrug mal wieder ca. 10m., aber trotzdem war es ein schoener bis lustiger Trip durch die Doerfer, auch wenn ich wahr. mehr Spass hinten auf dem Motorrad hatte als Ian, der mit den Schlagloechern und Wasserfaellen, die der Einfachheit halber ueber die Strasse gelenkt wurden, zu kaempfen hatte.
Als wir schon dachten, wir haetten alles wie die Profis gemeistert mussten wir dann auf dem Rueckweg noch einen wirklich tiefen See passieren (es war eine Pfuetze eig), und aufgrund des unebenen Untergrunds kippten wir dann am Ende um und standen knietief im Wasser, sehr schoen

Am Abend dann gingen tranken wir noch ein Glaesschen mit dem Hostelbesitzer (komischer ExHippie aber lustig) und gingen dann sehr sehr gut und fuer 5$ essen (4Gaenge
) 
alles beim Fahren aufgenommen, deswegen ein wenig verschwommen...
Reis
Die One-day-tour....
Fuer den naechsten Tag hatten wir dann eine Tour mit einem Fuehrer durch die Doerfer gebucht, auch wenn ich dem von Anfang an sehr skeptisch gegenuebergestanden hatte.
In einem Minibus fuhren wir mit 4 anderen in etwa die selbe Strecke ab die wir am Tag zuvor mit dem Motorrad zurueckgelegt hatten und trotteten dann durch 2 Doerfer, die mehr Souvenirshops als Huetten enthielten und Touristenfreundlich hergerichtet waren. Es war echt doof 
Die ganze Zeit folgte uns ausserdem eine Traube der Hill tribe Women, die zwar informativer als unser Guide waren und in den meisten Faellen echt gut Englisch sprachen, aber ihr Verkaufsdrang nervte mich ein wenig.
Nach dem Mittagessen (nicht gerade typisch, Instantnoodlesoup wuerde ich das nennen) ging es dann bergauf, im wahrsten Sinne des Wortes. Wir mussten eine schlammige Piste hochstiefeln und etliche Pfade passieren um zu einem Wasserfall zu kommen, der das Ende der Tour markierte. Nachdem ich einmal gestrauchelt war hatte auch ich direkt eine der Frauen neben mir, die meine Hand hielt, sich selbst mit dem Regenschirm gegen das Abrutschen absicherte und dafuer sorgte, dass ich heil dort ankam 
Und zwischendurch war ich ehrlich froh, sie neben mir zu haben- zum Beispiel als mein Schuh knoecheltief im Matsch steckte, und mein Fuss schon wieder draussen war 
Wir verstanden uns ziemlich gut und es war eindeutig der spassigste Abschnitt des ganzen Tages, weil es einfach so lustig war wie jeder aus unserer Gruppe strauchelte, taumelte, im Schlick feststeckte oder ganz einfach hinfiel 
Alles in allem hatte ich dann also doch Spass und kaufte meiner netten Frau natuerlich auch etwas ab... 
da wurde es schon schwieriger....
Sie rettete mich mehr als einmal vor einer totalen Matschkur
Unser Grueppchen