Vietnam-Reisebericht :Claire und Maxim auf Reisen

Viet Nam: Mekong-Delta

86. und 87. Tag, Montag und Dienstag, den 31. Oktober und 1. November 2005

Nach unserer nächtlichen Ankunft aus dem Norden Vietnams mit dem Flugzeug von Ha Noi nach Sai Gon, kommen wir wieder in die vertraute Umgebung des Backpackerviertels (De Tham St) an.

Zusammen mit Doerthe, die schon in Sai Gon auf uns wartet, planen wir eine Tour ins Mekong-Delta. Aus der grossen Anzahl der Angebote suchen wir TNK-Travel aus.

88. und 89. Tag, Mitwoch und Donnerstag, den 2. und 3. November 2005

Um acht Uhr fährt der Tourbus vor dem TNK-Reisebüro ab. Bald werden die Strassen schlecht und die Rampen der vielen Brücken über die unzähligen Flussarme versetzen dem gesammten Bus jedesmal einen Stoss. In Mytho angekommen besteigen wir ein Motorboot, das uns den ganzen Tag zu verschiedenen Besichtigungspunkten bringt. Auffällig im Mekong-Delta ist das sehr trübe Wasser.
Der erste Halt ist ein typischer Strassenmarkt am Ufer. Hier können wir viele tropische Früchte erstehen, bevor wir wieder auf's Boot müssen.

Mekong-Delta: Das Leben mit dem Wasser

Mekong-Delta: Das Leben mit dem Wasser

Zum Mittagessen legen wir auf der Tortoise-Island (Schildkröteninsel) an. Ein Weg führt uns ueber eine ungepflegte Obstplantage zur "Touristenverköstigung" (bzw. -abfertigung). Es gibt Nudeln mit Gemüse und Schwein, obwohl uns gerade noch erklärt wurde, wie gut (und günstig) der Fisch hier sei; haha. Mit dem grossen Motorboot werden wir zur Kokosnussinsel gebracht. Hier heisst es umsteigen auf kleine Boote, die uns auf einem kleinen Kanal ins Herzen der Insel schippert. Eine Spezialität sind die Coconut-Candies, deren Herstellung uns vorgeführt wird. Frisch und warm schmecken sie besonders lecker.

Frische Coconut-Candies

Frische Coconut-Candies

Nebenan probieren wir den dort gewonnen Honig in grünem Tee und Reiswein, begleitet von vietnamesischer Livemusik. Vom Reiswein enthemmt, trauen wir uns sogar zum Phototermin mit einer (zahnlosen) Phytonschlange.

Keine Angst...

Keine Angst...

... sie ist nicht (mehr) giftig

... sie ist nicht (mehr) giftig

Durch die nächste Insel fahren wir in kleinen Booten auf einem von Palmen gesäumten Kanal. Zwei Frauen sitzen an den Enden des Bootes und rudern vier Touristen bei schwül-heissen Temperaturen.

Bootsfahrt unter Palmen

Bootsfahrt unter Palmen

Das grosse Motorboot bring uns zurück zum Hafen von Mytho wo uns der Bus aufgabelt und nach zweistündiger, holpriger Fahrt zum Hafen bringt, um mit der Faehre nach Can Tho ueberzusetzen.

Bezaubernder Blick aus der Faehre

Bezaubernder Blick aus der Faehre

Wir haben Glueck, denn die Transferzeit dauert nur 30 Minuten. Manchmal muss man zwei Stunden anstehen.
In Can Tho endet die Busfahrt vor den Hotel. Wir haben jedoch eine Bungalowuebernachtung gebucht und so holt uns ein Gefaehrt ab. Diese Motorbikes haben einen Anhaenger zum Personentransport. Drei Personen plus Gepaeck werden draufgepackt. Ganz schoen eng!

Claire und Doerthe sitzen schon, Maxim nimmt den freien Platz vor ihnen ein...

Claire und Doerthe sitzen schon, Maxim nimmt den freien Platz vor ihnen ein...

Eine rasante Fahrt bringt uns an ein Flussufer. Hier warten wir im Dunkeln auf die Ankunft eines fuer das Mekong Delta typischen Bootes, bei dem der Motor ueber ein langes Rohr die Schiffsschraube direkt antreibt. Mit lautem Geknatter brausen wir durch die Dunkelheit ueber das Wasser. In den Baeumen am Ufer leuchten rote und gelbe Punkte: "Fireflies" = Gluehwuermchen.

Wir landen in einer neuen Bungalowanlage. Nach einheimischem Essen und einem netten Gespraech mit dem vietnamesischen Hausherr, fallen wir unter dem Moskitonetz auf unser Bett.

Die schönen Bungalows...

Die schönen Bungalows...

... liegen direkt am Wasser

... liegen direkt am Wasser

Morgens um 4:30 setzt der Verkehr auf der Wasserstrasse direkt vor unserem Fenster ein, was wir deutlich hoeren und den Schlaf etwas unruhiger werden laesst.
Nach dem Fruehstueck fuehrt uns der Hausherr durch das Dorf. Vorbei an Bombenkratern aus Kriegszeiten, die sich mit Wasser angefuellt, zu kleinen Teichen umwandeln, erreichen wir die Schule.

Vor der Schule

Vor der Schule

Am Bootsanleger:

Danke fuers Anschieben!

Danke fuers Anschieben!

Dort wartet das kleine Boot auf uns, dass uns auf dem Kanalgewirr zum "Floating-Market" von Cai Rang bringt.

Auf dem Weg zum Markt

Auf dem Weg zum Markt

Mitten auf dem Fluss ankern hier und da einzelne Boote. An einer langen Stange befestig haeng jeweils das Angebot an Obst und /oder Gemuese, gut aus der Ferne zu erkennen. Das Handeln und Leben auf den Booten ist gut zu beobachten.

Floating Market

Floating Market

Wieder an Land, besuchen wir eine Reisnudelmanufaktur. Der Brei aus 30% Reis- und 70% Maniokmehl wird auf einem dicken Stoff ueber der Glut aus Reiskornschale erhitzt, um Wasser zu entziehen (siehe Bild im Vordergrund).
Dann wird der grosse, aber sehr duenne Fladen zum Trocknen auf Bambusmatten bis zum Nachmittag in die Sonne gelegt (siehe Hintergrund). Eine Maschine schneidet spaeter daraus sehr duenne Nudeln.

Reisnudelherstellung

Reisnudelherstellung

Eine weitere Attraktion des Tages ist die Monkey-Bridge. Um zur anderen Uferseite zu gelangen, muessen wir ueber eine wackelige Holzkonstruktion "Bruecke" balancieren.
Allen schlottern die Knie und keiner kommt so locker rueber wie Maxim, der einen ausgesprochenen Gleichgewichtssinn hat!

Monkey on the bridge

Monkey on the bridge

Auf der anderen Seite der Bruecke angekommen, besichtigen wir einen Reismattenmanufaktur. In einer Stunde wird eine Matte gewebt und fuer 2 USDollar verkauft.

Die Mädels sind ganz schön fix

Die Mädels sind ganz schön fix

Letzte Station der Tour ist eine Reismuehle. Hier wird der Reis geschaelt, polliert und sortiert.

In der Reismühle

In der Reismühle

Die Fahrt nach Sai Gon dauert vier Stunden zurueck, ueber all die unzaehligen Bruecken mit ihren Huppeln, die uns wieder auf der letzten Sitzreihe hochhuepfen bzw. dotzen laessen.

Auf dieser Fahrt lernen wir Noemie aus Frankreich kennen. Sie lebt seit zwei Jahren in Neuseeland, und wir werden sie in Wellington besuchen.

© Claire M., 2005
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ein halbes Jahr vorwiegend auf der Südhalbkugel unterwegs: - Südafrika - China - Hong Kong - Vietnam - Neuseeland - Australien - Brasilien - Peru - Chile
Details:
Aufbruch: 05.08.2005
Dauer: 7 Monate
Heimkehr: 15.03.2006
Reiseziele: Südafrika
China
Hongkong
Vietnam
Halong Bucht
Neuseeland
Australien
Brasilien
Peru
Chile
Der Autor
 
Claire M. berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Claire sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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