Vietnam-Reisebericht :Ich bin dann mal weg - 3 Monate Südostasien und 3 Monate Zentralamerika

Vietnam

06.11.2011
Morgens um halb 6 standen wir am Hafen und warteten auf das Boot, welches uns auf die andere Seite des Flusses zum Boot bringen sollte. Es war noch stockduster und der Ort erwachte langsam aus dem Schlaf. Das hieß für uns keinen Kaffe und erst recht kein Frühstück, aber wir hatten uns mit Keksen und Wasser eingedeckt. Ich konnte Mouang Khoua nicht viel abgewinnen. Der Ort ist ein schmutziges Dorf mit null Charme. Die Einwohner sind unfreundlich und gegessen habe ich auch schon besser. Also ging es dann kurz nach 6 los mit dem Boot auf die andere Seite. Dort stand auch schon der "Bus". Für 50000 Kip durften sich die Falang ganz hinten im Bus zwischen das Gepäck der Locals quetschen, während das Gepäck der Falang auf das Dach geknallt wurde. In Laos hatte ich oft das Gefühl, von den Einheimischen nur als geduldeter Abschaum betrachtet zu werden. Ich denke nicht, dass es nur daran liegt, dass schon zu viele Falang hier waren und sich daneben benommen haben. Mit von der Partie war noch ein Pärchen aus der Schweiz. Auf dem Dach fuhr dann auch das obligatorische Huhn mit.

Trotz des vorhandenen Visa mussten wir eine Stempel-Gebuer nebst Sonntagszuschlag zahlen.

Trotz des vorhandenen Visa mussten wir eine Stempel-Gebuer nebst Sonntagszuschlag zahlen.

Nach 6 Stunden im Bus angekommen in Dien Bien Phu entschlossen wir uns, gleich weiter nach Lai Chau zu fahren. Also ab in den naechsten Bus fuer 4 Stunden. Der Ort wird im LP angepriesen, um dort zu uebernachten auf dem Weg nach Sapa. Dort angekommen wurden wir am Busbahnhof abgeladen und machten uns auf die Suche nach einem Guesthaus. Aber in Lai Chau gibt es kein Guesthaus, so wie es auch niemanden gibt, der auch nur 1 Wort englisch versteht. Mit den Vokabeln aus dem Reisefuehrer und Haenden und Fuessen haben wir unser bestes gegeben, uns verstaendlich zu machen, aber ernteten nur verstaendnislose Gesichter. Zu guter letzt sind wir zurueck in die Busstation und haben dort in einem Schlafraum fuer die Busfahrer uebernachtet. Ich habe in meinen Sachen geschlafen, da das Bett alles andere als sauber war. Dass die fies grinsenden Busfahrer auch noch einen horrenden Preis haben wollten versteht sich von selbst. Auf der Suche nach Essen konnten wir beobachten, wie auf offenner Schlammpiste ein Schwein geschlachtet wurde. Aus Verzweiflung kauften wir uns 2 Bier und setzten uns an das Wasser, um wenigstens den angepriesenen Sonnenuntergang zu geniessen. Da die Sonne sich hinter dicken Wolken versteckt hielt, wurde daraus auch nichts. Selbst die Hunde scheinen hier unfreundlich. Waehrend in Thailand und Laos ueberall Hunde rumliegen und von den Menschen gar keine Notitz nehmen, wurden wir hier von jedem Hund agressiv angebellt. So verbrachten wir den Abend mit Trockennudeln aus der Tuete in unserer Busfahrerunterkunft und hofften auf den naechsten Morgen.

Am naechsten Morgen ging es dann halb 7 weiter Richtung Sapa. Unser Busfahrer war nett, konnte aber ebenso kein Wort englisch. Aber er war gewillt, unsere Zeichensprache zu verstehen und so waren wir gluecklich, am ersten Stop einen Kaffe trinken zu koennen. Ein Maedchen schenkte uns ein paar Kekse und weiter ging die Fahrt in der wunderschoenen Landschaft von Nordvietnam Richtung Sapa.

© Sandy Maletschek, 2011
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Thailand, Myanmar, Laos, Vietnam und Zentralamerika Getreu dem Motto "Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deinen Traum!" werde ich mich nach SOA aufmachen, um mir meine Träume zu verwirklichen. Ich lade Euch ein, mir dabei Gesellschaft zu leisten. Ich freue mich auf Eure Gästebucheinträge. Sandy
Details:
Aufbruch: 05.10.2011
Dauer: 7 Monate
Heimkehr: Mai 2012
Reiseziele: Thailand
Laos
Vietnam
Myanmar
Deutschland
Mexiko
Der Autor
 
Sandy Maletschek berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt.
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