Vietnam-Reisebericht :Südostasien und mehr....2016/2017

16.11.2016 Hanoi

Heute ging es also in die Halong Bucht. Neben Sa Pa wohl DER Touristenmagnet im Norden. Ich hatte mich (aus den bereits aufgeführten Gründen) für eine Tagestour entschieden und musste daher früh aufstehen. Um 8 Uhr wurde ich abgeholt: von einem Fahrer mit Motorroller – der mir die Gelegenheit gab, einmal durch den chaotischen Verkehr Hanois (mit) zu fahren. Wobei morgens noch kaum etwas los ist und es insofern entspannt und locker war. Dennoch interessant mal mitzufahren und nicht nur am Straßenrand zu stehen und darauf zu warten, dass sich eine Lücke in dem endlos erscheinenden Fluss an Autos, Rollern und Mopeds (und manchmal auch Fahrrädern) ergibt…

Es war ein kleiner Bus mit 24 Sitzen (glaube ich). Ich war eine der Ersten, die einsteigen durften und nach und nach wurden die übrigen Gäste in den engen Straßen Hanois eingesammelt.

...und unfassbar eng darin.. (und ich bin schon nicht sonderlich groß!)

...und unfassbar eng darin.. (und ich bin schon nicht sonderlich groß!)

Kurz nach 9 Uhr fuhren wir dann los. Die Fahrt dauerte 3,5 Stunden. Unterwegs hielten wir zu einer Pipi-Pause an einer „Fabrik“ mit Stein- und Holzwaren, Bildern, Kleidern, Schmuck und Snacks an. Es war eine „Werkstatt“ für „eingeschränkte“ Menschen. Eigentlich ne gute Sache. Alle Touristen mussten dann auch zum WC und den Snacks komplett durch den Verkaufsraum und die Busse warteten dann auf der anderen Seite…..pfiffig von denen.

...ich wollte eigentlich die große schwarze Skulptur kaufen - passte aber nicht mehr in den Rucksack...

...ich wollte eigentlich die große schwarze Skulptur kaufen - passte aber nicht mehr in den Rucksack...

...und das sind nur die Bilder usw.

...und das sind nur die Bilder usw.

Am Ziel angekommen erwartete mich ein relativ neues und modernes Gebäude, vor dem bereits etliche Busse standen. Wir wurden mit unseren Tickets versorgt und dann ging es kurze Zeit später an Bord.

Ein kleines Boot mit einem Innenraum für ca. 30 Personen oder so und einem kleinen Sonnendeck mit Sitzgelegenheiten, 2 Liegen und einer teilweisen Überdachung. Ganz hübsch. Bei Ankunft gab es erst mal Lunch. Da ich eine bessere Kategorie gebucht hatte, (35 $), erhielt ich (hoffentlich) das bessere Boot mit dem besseren Essen. Es waren 6-er Tische und ich fand mich an einem Tisch mit 3 Japanern und einem Amerikaner wieder. Das Essen war tatsächlich gut!

Von Pommes über Reis, Fisch, Oktopus, lustige Röllchen, noch lustigere Ei-Scheiben bis hin zu Muscheln und Salat....es wurde alles probiert

Von Pommes über Reis, Fisch, Oktopus, lustige Röllchen, noch lustigere Ei-Scheiben bis hin zu Muscheln und Salat....es wurde alles probiert

Während des Essens legten wir ab und anschließend strömte alles nach draußen um die Aussicht zu genießen und Fotos zu machen…..inklusive mir.

Der Anblick der Karstfelsen war mir nicht neu – wir hatten das bereits seinerzeit in Thailand in der Phang Nga Bucht gesehen – was aber deren Schönheit in keinster Weise minderte.

Nach einer relativ kurzen Zeit legten wir an einem Steg an und alle konnten in Kajaks oder Bamboo-Boote umsteigen und durch eine Höhle fahren. Als ich die Menge an Booten sah, lehnte ich (zur Verwunderung meines Guides - schließlich hatte ich dafür bezahlt ) diese Aktivität ab. Mich reizte das so gar nicht. Also blieb ich „an Land“, unterhielt mich mit Sid, dem Amerikaner, und machte Fotos.

Als wieder alle zurückgekehrt waren, ging es weiter zu einer großen Höhle. Sie war eigentlich wirklich schön, doch für meinen Geschmack waren einfach zu viele Menschen in dieser Höhle. Es wimmelte nur so und man konnte kaum flüssig die Wege entlanglaufen und Fotos machen…..und jaaaaa, ich bin auch eine von denen gewesen….ich weiß das wohl! Allerdings bereitet es mir nur bedingt Vergnügen unter diesen Massen zu wandeln – ein Genuss ist das nun einmal nicht besonders…..aber so ist das halt.

Danach ging es an die Rückfahrt. Sie gab uns nur einen Bruchteil der Schönheit der Bucht wieder. Na klar, wenn man für die komplette Bucht wohl ca. 5-6 Tage benötigt, sind 4 Stunden halt weniger als ein Wimpernschlag….

3,5 Stunden wieder zurück und um 20:30 Uhr landete ich wieder am Hostel.

Mein Fazit: ich kann die Ratschläge nur bestätigen – es lohnt sich nicht wirklich, die legendäre Halong Bay an einem Tag zu besuchen. Es ist einfach zu kurz. Mir war das vorher bekannt und so will ich mich auch nicht beschweren. Meine Empfehlung ist jedoch, dass sich jeder Alleinreisende entweder eine Reisebegleitung suchen und zumindest einen 2-Tages-Trip mit Übernachtung buchen sollte.

© Uta Kühne, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Singapur - Vietnam - Thailand - Malaysia - Kambodscha ...... und wohin es mich womöglich sonst noch verschlägt...
Details:
Aufbruch: 09.11.2016
Dauer: 4 Monate
Heimkehr: 03.03.2017
Reiseziele: Singapur
Vietnam
Malaysia
Thailand
Kambodscha
Indonesien
Der Autor
 
Uta Kühne berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt. Uta über sich:
There are no strangers, just a world of people you haven´t met....