Vietnam-Reisebericht :Bilderbuch Indochina

die Mitte Vietnams: Hué - Thien Mu Pagode

Das Boot bringt uns danach durch Hué vorbei an der Zitadelle zur Thien Mu Pagode.( Mahaninna Buddhismus), die schön auf einem kleinen Hügel oberhalb des Flusses der Wohlgerüche liegt.

Kaiser Thieu Tri ließ den 21 m hohen achteckigen Phuoc-Duyen-Turm 1844 errichten, der mit seinen 7 Stockwerken heute als Wahrzeichen Hues gilt. Jede der 7 Etagen ist einem Buddha geweiht, der in menschlicher Gestalt erschienen ist.

Die auf einer Schildkröte ruhende Marmorstele von 1714 im Pavillon rechts erzählt von dem Bau der Pagode.

Die mehr als 2 Tonnen schwere, 2,50 m hohe Glocke links wurde 1710 gegossen. Für die Herstellung ihrer Gussmasse, berichtet eine Stele, waren 50 gleichzeitig brennende Schmelzöfen notwendig, ihr Klang ist über eine Strecke von 10 km zu hören.

Die Haupthalle erreicht man durch ein Torgebäude an furchterregenden Wächterfiguren vorbei.

Die Haupthalle Dai Hang mit dem lachenden, dickbäuchigen Buddha Di Lac wurde 1907 wieder aufgebaut, nachdem ein schwerer Taifun sie zerstört hatte. .

In einem Nebengebäude steht ein alter Austin, mit dem Thich Quang Duc 1963 nach Saigon aufbrach, um sich dort am 11. Juni aus Protest gegen das Diem-Regime mit Benzin zu übergießen und zu verbrennen, ein Ereignis dessen Fotos damals um die ganze Welt gngen.

Hier leben Mönche, die ganz jungen haben an der Stirn noch einen Haaransatz und graue Kittel, später haben Sie braune Kutten – sieht sehr lustig aus, wenn sie dann auf den kahlgeschorenen Schädel Motorradhelme aufsetzen. Noch höher im Rang sind die gelben und weißen Mönchsgewänder. Einen genauen Tagesablaufplan können wir einsehen – Pause ist von 12-14 Uhr.


Mit dem Boot fahren wir noch ein Stück weiter und werden auf der Seite der Ecolodge abgesetzt, wo wir ausnahmsweise ein Mittagessen haben, wir reduzieren es auf je eine Suppe und eine kleine Schale Beefcurry. Obwohl wir kein Dessert wollen, kommen zwei Passionsfrüchte, was mir natürlich besonders gefällt.

Auf dem Weg zurück zur Lodge, den wir zu Fuß absolvieren, können wir noch einmal kleine Tempel sehen, die herrliche Landschaft bewundern und auf der anderen Flußseite den Turm der Huyen Khong Pagode sehen.

Turm der Huyen Khong Pagode

Turm der Huyen Khong Pagode

In unserer Lodge angekommen, werden wir sofort zu unserem Fußmassagetermin gebracht, wo in Holzbottichen mit Pomeloblättern und anderen Kräuter versetztes warmes Wasser auf unsere Füße wartet, zusätzlich werden allerdings auch Nacken und Rücken noch massiert. Es ist sehr angenehm, aber besser wäre es gewesen, wenn dies nicht mit angezogenen verschwitzten Hemden geschehen wäre.

Ein Stündchen Pause und dann geht es ans Kochen. Diesmal dürfen wir mehr selbst machen, als im Homestay. Wir rollen zwar auch wieder kleine Hué Frühlingsrollen, machen danach allerdings jeder einen Hué Crêpe und pfannenrührenbraten dann eine Mischung aus Shrimps, Schwein und Feigen. Letztere sind recht groß und gekocht, lassen sich fast schneiden wir Champignons.

Für die drei Gerichte gibt es eine schriftliche Anleitung und zum Abendessen bekommen wir diese drei Gerichte und noch weitere 4 dann serviert. Nach dem Kochen bleibt uns dann noch etwas Zeit um mit einem Whisky und Kaffee zu lesen oder Bordbuch zu schreiben.

© Herbert S., 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir wollten keine vorgefertigte Reise, aber aufgrund unseres Alters auch nicht als backpacker vor Ort alles organisieren müssen. Nach längerer Suche fand ich eine Adresse in Hanoi, die ein individuelles Programm nach unseren´Vorstellungen zu 'stricken' in der Lage war.
Details:
Aufbruch: 07.11.2016
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 27.11.2016
Reiseziele: Vietnam
Kambodscha
Laos
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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Herbert über sich:
Bin begeisterter Reisender - teils mit Leihwagen in Mexiko, USA, Indonesien, Thailand, Arabien, Namibia, Südafrika, Türkei,... teils mit kleinem Wohnmobil in ganz Europa, aber besonders in Großbritannien und Skandinavien. Es gibt also noch viel zu berichten. Aber es kommt soviel hinzu.