Vietnam-Reisebericht :Bilderbuch Indochina

der Norden Vietnams : Halong Bucht II

Ulrike hat die schwächelnde Klimaanlage auch noch ausgemacht in unserer tollen Kabine, so dass ich den ersten Teil der Nacht der Hitze wegen nicht ruhig schlafen kann, nehme ich die Decke weg, wird mir kalt, lege das Tuch über mich fange ich an zu schwitzen – hat das etwas mit Fieber zu tun? Ich nehme einfach sicherheitshalber ein Paracetamol und schlafe tatsächlich ein. Am Morgen als ich wach werde, ist es noch sehr dunstig, wegen eines möglichen Sonnenaufganges stehe ich eine halbe Stunde vor dem Wecker auf, mache mir einen Kaffee und beobachte die Helligkeit hinter den Bergen. Ulrike wird auch wach und benötigt auch einen Kaffee, da ihr der aromatisierte nicht gefällt.

"Die archaische Schönheit der Bucht ist bei jedem Wetter faszinierend. Gerade im Nebel scheint alles um einen herum zu schweben - steter Wellenschlag hat
die Fundamente der Inseln unterspült, jeder Felsen wirkt wie ein Eis am Stiel, und die wie aus dem Nichts auttauchenden Menhire und Solitäre sehen wirklich wie Geister, Feen und Drachen aus." (s.o.)

Bald nach dem Duschen und Bemalen ertönt sie Durchsage des Schiffsoberen zum Frühstück zu erscheinen. Selbiges ist allerdings etwas mickrig (2 Scheiben Toast ungetoastet, 1 x Butter, 1x Marmelade, ein Würstchen und eine kleine Portion Rührei).
Danach werden die anderen Gäste mit dem Beiboot zum Schwimmen oder Kajakfahren gebracht und wir haben das Schiff am Ankerort zwei Stunden für uns

Die anderen geankerten Schiffe legen allmählich ab. Für Interessierte gibt es noch die Vorführung von Frühlingsrollen-Rollen und sodann verkürzt man die Rückfahrzeit durch ein Lunchbuffet, das m.E. wieder bessere Sachen enthält. Während wir dann unseren nicht vorhandenen Hunger stillen, fahren wir in die Marina.

Wir verabschieden uns allerherzlichst von Jackie und Cliff und ‚normal’ auch den anderen. Zunächst wird dann das Gepäck ausgeladen, dann die Passagiere mit dem Beiboot incl. Schwimmwesten anlegen 200 m weiter an Land gebracht. Dort angekommen begrüßt uns schon unser Guide.

Austern aus der Halong-Bucht

Austern aus der Halong-Bucht

Austernbänke

Austernbänke

Und schon sind wir auf dem Rückweg, der im Prinzip – sagen wir es deutlich stinklangweilig ist - und nur durch eine technische Pause an einem anderen großen Verkaufsladen einer Töpferei unterbrochen wird, wo man uns mangels Masse an Touristen hinterher läuft, so dass wir ihn bald nach dem Toilettengang wieder verlassen.
Kurz vor Erreichen des Flughafens halten wir plötzlich an, eine Mama mit zwei netten Kindern steht am Straßenrand, der Fahrer springt raus und übergibt ihr den Beutel mit 5kg. Austern, die er an der Bay gekauft hat. Es ist nämlich seine Frau.

ein Stück ist mautpflichtiger Freeway

ein Stück ist mautpflichtiger Freeway

Am Flughafen checkt der Guide für uns ein, und dann sind wir ausnahmsweise mal allein. In der Wartezeit nutze ich das freie WLAN um vergessene Mails und Whats Apps zu schicken. Die Laos Airline Maschine ist eine Turbo-Prop des Typs ATR 72-500, die rasant geflogen wird, sowohl die Kurven beim ‚taxing’ als auch nachher bei der Landung, das Aufsetzen geschieht mit Brachialgewalt.

Die Visaformulare bestehen aus einem weißen Blatt mit Platz für ein Paßfoto, das man sich gegen Zahlung von einem Dollar für eine Paßkopie auch sparen kann, und einem zweigeteilten langen Formular, dessen einer Teil für die Ein- und der andere für die Ausreise gilt. Alles hat man also dreimal auszufüllen. Das weiße Blatt wird dann einkassiert und den Paß mit der zweiten Hälfte des anderen Formulars erhält man gegen Zahlung von 30+1 US$ für die eigentliche Paßkontrolle an die man auch als Ehepaar getrennt antereten muß. Dort hat man inzwischen wohl auch Fotoapparate – wozu dann das Paßfoto? – ich soll meine Brille abnehmen, ich weigere mich und geht es. Draußen wartet dann unser neuer Guide ‚Johnny’, sehr unterwürfig , wir wissen noch nicht ob Mann oder Frau und bringt uns mit einem großen Transitbus zum Hotel, das nun einen ganz anderen Charakter als die bisherigen hat. Etwas altmodisch, könnte ein ehemaliges Kolonialhaus gewesen sein. Das Zimmer ist groß, das Bad ok. Aber halt alles etwas antiquierter wie auch der Fernseherkasten mit SAT-Anschluß.

© Herbert S., 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir wollten keine vorgefertigte Reise, aber aufgrund unseres Alters auch nicht als backpacker vor Ort alles organisieren müssen. Nach längerer Suche fand ich eine Adresse in Hanoi, die ein individuelles Programm nach unseren´Vorstellungen zu 'stricken' in der Lage war.
Details:
Aufbruch: 07.11.2016
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 27.11.2016
Reiseziele: Vietnam
Kambodscha
Laos
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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Herbert über sich:
Bin begeisterter Reisender - teils mit Leihwagen in Mexiko, USA, Indonesien, Thailand, Arabien, Namibia, Südafrika, Türkei,... teils mit kleinem Wohnmobil in ganz Europa, aber besonders in Großbritannien und Skandinavien. Es gibt also noch viel zu berichten. Aber es kommt soviel hinzu.