Vietnam-Reisebericht :Bilderbuch Indochina

Ins Mekong-Delta: Ben Tre Homestay

Die Fahrt zu dem privaten Quartier (Homestay) ist kurz. Dort werden wir herzlich empfangen von den beiden Kindern und ihrer Mutter. Wir erhalten sogar ein Zimmer mit Klimaanlage, d.h. die Nacht dürfte mückenfrei bleiben, aber auf der Terrasse, auf der ich Bordbuch schreibe und ein kühles Bier genieße, trifft es mich schon am Daumen. (Die beiden Stiche an den Füßen jucken allerdings nicht mehr (sonderlich). Hoffentlich wird das Erlebnis des gemeinsamen Kochens nicht ein Mückenerlebnis.

Gegen 18.30 Uhr treffen wir im kombinierten Wohnzimmer auf ein österreichisches Paar mit denen wir Reispapierrollen herstellen sollen. Alle Zutaten sind schon vorbereitet: gehackte Shrimps, Hackfleisch, Sojasprossen, Eigelb, Gewürze. Die vietnamesische Frau mischt alles und wir dürfen die Füllung in das Reispapier rollen und mit Eiweiß verkleben.

Sodann werden die Rollen frittiert. Auf einer Platte werden Nudeln und die Rollen hübsch dekoriert; danach gibt es eine Mischung aus Fleisch und Shrimps, sowie eine Reismischung. Vorher noch eine leckere Suppe mit dünnen mit Hackfleisch gefüllten und aufgerollten Möhrenstreifen, die mit grünen Streifen zusammengebunden sind. Als Dessert gibt es Wassermelone. Wir nehmen wieder jeder ein Bier.

An der Decke sorgen vielleicht Geckos dafür, dass es keine Mücken mehr gibt, oder meine Einreibung mit Deet hilft. Mr. Hung reibt meinen einen Stich mit Eukalyptusöl ein, es soll sofort helfen. Trotzdem ist der Handballen geschwollen. Mutig nehmen wir auf der Terrasse noch einen Whisky und den letzten Schluck aus der Thermoskanne, die uns heute schon sehr nützlich war.

Auch Mr. Hung fand einen Schluck gut. Das Homestay ist recht einfach aber sauber, auch wenn wir an ein kleines Hotel in Italien erinnert werden, bei dem man auch den Toilettenkörper mit duschen mußte. Und wehe man mußte sie danach noch benutzen, denn der Raum stand unter Wasser.
Beim Checken der Mails muß ich feststellen, dass meine Mastercard schon wieder gesperrt ist und man eine Sicherheitsabfrage will – ich soll telefonieren, die spinnen. Wenn die Email nicht reicht, nehme ich Visa von der Ingdiba und bestelle die advanzia ab.

© Herbert S., 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir wollten keine vorgefertigte Reise, aber aufgrund unseres Alters auch nicht als backpacker vor Ort alles organisieren müssen. Nach längerer Suche fand ich eine Adresse in Hanoi, die ein individuelles Programm nach unseren´Vorstellungen zu 'stricken' in der Lage war.
Details:
Aufbruch: 07.11.2016
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 27.11.2016
Reiseziele: Vietnam
Kambodscha
Laos
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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Herbert über sich:
Bin begeisterter Reisender - teils mit Leihwagen in Mexiko, USA, Indonesien, Thailand, Arabien, Namibia, Südafrika, Türkei,... teils mit kleinem Wohnmobil in ganz Europa, aber besonders in Großbritannien und Skandinavien. Es gibt also noch viel zu berichten. Aber es kommt soviel hinzu.