Vietnam-Reisebericht :Kambodscha und Vietnam - auf ein Neues

Vietnam - Ninh Binh: Ninh Binh Tag 4

Verlobungsparty und Reise nach Hoian

Heute ging es nach dem Frühstück und dem Checkout aus unserem schönen Zimmer direkt mit 4 weiteren Vietnamesen auf zu Tommys Verlobungsparty. Diese fand in dem Zelt vor dem Haus von Tommys Eltern statt und war schon in vollem Gange, als wir kamen. Es waren bestimmt über 110 Leute bereits vor uns da. Bereits bei dem Gang durch die Tischreihen sprang ein Tisch junger Männer direkt auf und wollte mit Andreas Reisschnaps trinken (wir hatten gelesen, dass es manchmal ein Sport für Vietnamesen ist, Europäer unter den Tisch zu trinken). Das konnte Tommy gerade noch abwenden (für den Moment). Wir wurden mit den 4 anderen an einen 6er-Tisch gebeten (nachdem wir eine schnelle Begrüssungsrunde durch die Familie gemacht haben) und direkt wurde der ganze Tisch mit unterschiedlichstem Essen bestückt. Bis auf die frittierten Garnelen war für uns keine der Speisen direkt ersichtlich aber wir hatten vier tolle Tischnachbarn, die uns das Essen erklärten. Zwei von ihnen konnten sogar Englisch, mit den anderen beiden klappte die Kommunikation aber auch sehr gut - und von Reisschnaps zu Reisschnaps auch zunehmend besser. Es gab unter anderem einen Teller mit angemachtem Ziegenfleisch, Rindfleisch gekocht mit Pak Choi, Pho Bo (vietnamesische Nudelsuppe), süsse Reisklösse, gekochtes Huhn, einen Gemüse-Fleisch-Erdnusssalat, gekochten Kürbis, Reismehlmasse-Klösse gefüllt mit X, frische Kräuter und Feigenblätter, ganze frittierte Garnelen, Reispapier zum Einwickeln der Speisen und diverse Sossen zum Dippen. Wir waren zum.Einen noch satt vom Frühstück und zum Anderen waren uns die Speisen zum Teil etwas fremd aber wir haben natürlich gegessen und so ziemlich alles probiert. Es hat sogar richtig Spass gemacht und war wirklich lecker. Die anderen haben uns immer wieder neue Dinge zum Probieren in unsere kleinen Schälchen gelegt. Sogar die Garnelen mit Kruste und Beinen waren supergut. Ich fragte, ob man den Kopf mitesse - einer sagte ja, der andere nein. Dann lachten sie und meinten, ich könne es mir aussuchen und es wäre kein Problem, wenn ich den Kopf daneben lege. Das machte ich auch, stellte allerdings später bei einem Blick unter den Tisch fest, dass dort noch so mancher Garnelenkopf von anderen Gästen, die vorher an unserem Tisch sassen, lag.

Ein paar Männer kamen zu unserem Tisch um uns zu begrüssen (wir waren auch heute die einzigen Nicht-Vietnamesen und egal, wo man hinschaute, wir wurden beobachtet - beim Essen und besonders beim Trinken). Einige kamen, um mit Andreas einen Reisschnaps zu trinken (es gab übrigens an unserem Tisch nichts anderes zu Trinken, als Reisschnaps). Einer der Vietnamesen, die am Anfang direkt von ihrem Tisch aufsprangen, um den Reisschnapskontest mit Andreas aufzunehmen, kam freudestrahlend mit seiner Tasse an unseren Tisch und bedeutete, dass er und Andreas zusammen trinken mögen, aber randvolle (!) Tassen. Das machten sie zwei Mal.... dann kam der Nächste. Das Essen verging sehr schnell und da wir durch das Frühstück und das Essen dort eine gute Grundlage hatten, vertrugen wir und besonders Andreas die vielen Schnäpse (morgens um 10:30 Uhr) erstaunlich gut. Er hat sich nicht unter den Tisch trinken lassen. Da wir uns bezüglich unserer Verträglichkeit des uns doch recht fremden Essens etwas unsicher waren, waren wir sogar sehr glücklich über den Reisschnaps, der mit Sicherheit alles abtötet.

Nach dem Essen sind haben wir uns von Tommy verabschiedet und sind zurück zum Hotel gefahren, wo wir uns noch ein Weilchen mit David (der seine Krawatte zurück bekam) und Yen, der neuen Mitarbeiterin im Hotel unterhielten, bevor uns ein Taxi nach Hanoi zum Flughafen brachte. Dort warten wir nun darauf, dass meine Eltern und mein Bruder zu uns stossen und wir gemeinsam nach DaNang (Zentralvietnam) fliegen, von wo aus wir dann vom Hotel abgeholt uns ins schöne Hoian gebracht werden.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir waren im Mai 2016 zuletzt für 4 Wochen zu zweit in Kambodscha und Vietnam unterwegs und werden nun Teile der damaligen Route (Siem Reap, Hanoi, Sapa, Ninh Binh, Halong Bay und Hoian) noch einmal im Rahmen eines Familienurlaubes zu fünft besuchen. Wir wohnen durchweg in den uns bereits bekannten und als super befundenen Hotels und wollen uns so vieles erneut ansehen, was uns bei unserer letzten Reise so gut gefallen hat - und hoffentlich auch noch vieles Neues.
Details:
Aufbruch: 03.02.2017
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 25.02.2017
Reiseziele: Kambodscha
Vietnam
Der Autor
 
Paula & Andreas Soundso berichtet seit 17 Monaten auf umdiewelt.