Vietnam-Reisebericht :Kambodscha und Vietnam - auf ein Neues

Vietnam - Sapa

Sapa - Anreise und Wanderung durch Dörfer der Black Hmong

Nach einer kurzen Nacht in Hanoi sind wir um 7:00 Uhr morgens mit dem Sapa Express Richtung Sapa aufgebrochen. Die Fahrt war sehr komfortabel, da die Sitze eher der Business Class im Flugzeug als klassischen Reisebussitzen gleichen. Wir sind die Tour ja letztes Jahr schon mal gefahren und hatten uns eigentlich geschworen, unser Glück nicht nochmal so heraus zu fordern, denn die Fahrt war aufgrund eines sehr leichtsinnigen Busfahrers mehr als nervenaufreibend und ziemlich gefährlich. Da meine Eltern jedoch nach unseren Erzählungen Sapa gerne besuchen wollten, haben wir trotz unserer Erfahrung die Tour nochmal gebucht. Dieses Mal hatten wir jedoch einen wirklich guten Fahrer erwischt, sodass wir wohlbehalten und zumindest einigermassen stressfrei in Sapa gelandet sind. Manchmal muss man den Dingen wohl eine zweite Chance geben.

Wie auch letztes Mal wohnen wir im U Sapa Hotel, was einfach superzentral gelegen ist und sehr schöne Zimmer hat. Nachdem wir ein fensterloses Familienzimmer gegen zwei Doppelzimmer getauscht hatten, fühlten sich auch alle wohl und die Zimmer sind echt klasse.

Sapa ist tagsüber noch annehmbar warm (trotzdem in langer Kleidung) wird abends jedoch richtig kalt. Nachdem wir bei unserem letzten Besuch im Mai 2016 ca. 30 Grad hatten, habe ich dieses Mal auf Jeans verzichtet und nur 3/4-Hosen dabei - das war keine meiner besten Ideen. Die anderen sind jedoch gut ausgestattet mit warmer Kleidung, sodass sich hoffentlich niemand erkältet.

Als wir aus dem Bus ausstiegen sahen wir direkt Song, unsere Wanderführerin, die uns auch letztes Jahr durch die Berge und die umliegenden Dörfer geführt hat. Eigentlich wollten wir die Tour mit ihr telefonisch vorab vereinbaren, haben sie jedoch vom Hanoier Hotel aus nicht erreicht. Umso glücklicher waren wir, als sie, wie viele, viele andere Black Hmong, an unserem Bus wartete. Somit haben wir direkt die für den zweiten Tag geplante Wanderung mit ihr vereinbart.

Anschliessend haben wir es ruhig angehen lassen, haben uns den völlig wolkenverhangenen Ort angeschaut, waren essen (das Essen im Le Gecko war wirklich super) und haben uns massieren lassen. Meine Fussmassage war wirklich richtig schlecht, Andreas' Ganzkörpermassage hingegen super - es ist eine Glückssache. Da die Nacht zuvor sehr kurz war, lagen wir auch sehr früh im Bett.

Heute Morgen hat uns Song dann, wie vereinbart, um 10:30 Uhr vor dem Hotel abgeholt und wir haben eine lange Tour mit ihr durch die Berge und Dörfer gemacht. Es war erst extrem neblig, jedoch lichtete sich der Nebel je tiefer wir kamen. Wir haben auch dieses Mal wieder einen Zwischenstop bei ihrem Haus eingelegt und sie hat uns erklärt und gezeigt, wie sie leben. Es war auch beim zweiten Mal sehr spannend, denn dieses extrem einfache Leben ist für uns schwer nachvollziehbar und ganz fremd. Ihr Sohn hat sich riesig über die grosse Tüte Chup a Chups-Zungenmaler gefreut, die wir für ihn und seine Schwester mitgebracht haben. Ihre Tochter musste heute ausnahmsweise nicht zur Schule, weil Song ja heute die Tour mit uns gemacht hatte und jemand auf das Baby aufpassen musste. Songs Mann war heute damit beschäftigt, Freunden zu helfen, Holz von den Bergen in ihr Dorf zu tragen, um ein Haus zu bauen. Der Weg auf den Berg dauert zu Fuss 2 Stunden und ist mit dem schweren Holz sicherlich noch langsamer zu meistern. Wir haben ihn trotzdem noch kurz getroffen, als er gerade zurück gekommen ist. Die Männer sammeln nun erst mal das gesamte Holz ein und wenn alle Baumaterialien zusammen sind, wird mit dem Bau begonnen.

Unsere Wanderung war lang, zum Teil sehr rutschig und steil aber richtig, richtig toll. Am Ende angekommen hatte Song für uns ein Taxi organisiert, das uns zurück nach Sapa gefahren hat. Hier liegen wir nun völlig fertig im Hotelzimmer, haben uns an einem kleinen Strassenstand noch Banh Mi gekauft, ganz tolle und ausgefallen belegte Baguettes (vermutlich ein Relikt der Franzosen) und werden uns heute wohl nicht nochmal raus bewegen. Aber toll wars!!

Morgen haben wir mit Song nochmal eine Wanderung vereinbart. Wir werden in ein Dorf laufen, in dem sie ein Neujahrsfest feiern und anschliessend zu den CatCat-Wasserfällen und dann wieder zurück gehen. Eigentlich wollten wir morgen mit der Gondel rauf auf den Fansipan, den höchsten Berg Vietnams. Allerdings macht es bei dichten Wolken keinen Sinn, denn wir würden nichts sehen - weder in der Gondel noch am Gipfel. Daher hoffen wir, dass der Wetterbericht stimmt und es Sonntag vor unserer Abreise aufklart, sodass wir dann ggf. noch die Gondelfahrt machen können.

Für Sapareisende ein Tip: Song als Wanderführerin ist ganz grossartig. Sie spricht wirklich sehr gutes Englisch und geht sehr auf ihre Wandergruppe ein. Wenn ihr Lust habt, eine Tour mit ihr zu machen, könntet ihr dies telefonisch vorab mit ihr vereinbaren unter 01656687491 (bei Anruf aus Vietnam heraus). Wir hatten sie vorgestern zwar nicht erreicht, jedoch richtete uns unser Hotel aus, dass sie versucht habe, uns zurück zu rufen.

Wasserbüffel sind sehr teuer aber wenn man es sich leisten kann, kauft man einen für die Arbeit auf den Reisfeldern

Wasserbüffel sind sehr teuer aber wenn man es sich leisten kann, kauft man einen für die Arbeit auf den Reisfeldern

Kleiner Dorfladen auf unserem Weg

Kleiner Dorfladen auf unserem Weg

Riesiger Bambus

Riesiger Bambus

Dorftoilette

Dorftoilette

Song vor ihrem Haus

Song vor ihrem Haus

Songs Küche - selbst ich mit meinen 1,63 m konnte in der Küche nur geduckt stehen

Songs Küche - selbst ich mit meinen 1,63 m konnte in der Küche nur geduckt stehen

Die Tour haben wir bei Song gebucht, aber Ku hat uns ebenfalls den gesamten Weg über begleitet und präpariert mit ihren Gummistiefeln über so manche Wasserstelle geholfen

Die Tour haben wir bei Song gebucht, aber Ku hat uns ebenfalls den gesamten Weg über begleitet und präpariert mit ihren Gummistiefeln über so manche Wasserstelle geholfen

Einmal falsch aufgetreten und man wäre in den Matsch gefallen

Einmal falsch aufgetreten und man wäre in den Matsch gefallen

Du bist hier : Startseite Asien Vietnam Vietnam-Reisebericht
Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir waren im Mai 2016 zuletzt für 4 Wochen zu zweit in Kambodscha und Vietnam unterwegs und werden nun Teile der damaligen Route (Siem Reap, Hanoi, Sapa, Ninh Binh, Halong Bay und Hoian) noch einmal im Rahmen eines Familienurlaubes zu fünft besuchen. Wir wohnen durchweg in den uns bereits bekannten und als super befundenen Hotels und wollen uns so vieles erneut ansehen, was uns bei unserer letzten Reise so gut gefallen hat - und hoffentlich auch noch vieles Neues.
Details:
Aufbruch: 03.02.2017
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 25.02.2017
Reiseziele: Kambodscha
Vietnam
Der Autor
 
Paula & Andreas Soundso berichtet seit 15 Monaten auf umdiewelt.