Armenien-Reisebericht :Kiew/Georgien/Jerewan 2015

Jerewan

Die Nachtzugfahrt nach Jerewan war ok, mehr nicht. Erst war es schweineheiß (keine Aircon at all), später war es sogar zu kühl. In Jerewan angekommen benötigten wir nur eine Metrofahrt und einen Anderthalb-Kilometer-Fußmarsch zu unserem Hotel. Nachdem wir nun binnen weniger Tage drei verschiedene Metros gefahren sind und wir auch die Moskauer Metro kennen, merke ich an: wenn der Russe etwas kann, ist es eine schmucklose, dafür aber reibungslos funktionierende Metro für eine Millionenstadt hinzustellen. Alle drei Minuten scheppert eine neue Bahn aus dem Tunnel und nimmt die schon wartenden Arbeitermassen auf .

Nach kurzer Rast ging es auch schon ab in die Stadt. Während mir in Tiflis eigentlich nur die kleingassige Altstadt gefallen hat, nimmt sich Jerewan wie eine richtige Metropole mit großzügigen Plätzen und schicken Geschäften aus. Neben dem großen Platz (ich glaube "... der Republik") mit dem schönen Springbrunnen (s.u.) haben wir noch die berühmte Moschee besucht, die Oper passiert, waren in der Nationalbibliothek, haben die recht berühmten, neu angelegten Kaskaden bestiegen und Mutter Armenien gefunden. Sehr bewegend war dann eine Schülergruppe, die im Mahnmal zur Erinnerung an den Völkermord durch die Türken 1915 ein trauriges Lied sang.

Dann haben wir uns im Supermarkt mit etwas zu Essen eingedeckt (Wurst, in Salzlake gereifter Käse, salzig angemachter Krautsalat [sic], Bier, Brot) und sind erstmal in Richtung Hotel gemacht. Abends haben wir in einem Wettbüro noch das DFB-Pokal-Finale Wolfsburg gegen BVB gestreamt.

Fazit Tag 1: Die armenischen Frauen, mit ihren leicht gebogenen Näschen, sind deutlich hübscher als die georgischen Frauen. Und auch die Männer haben irgendwie "typisch armenische" Gesichtszüge; der Boxer "Artur Abraham" ist vom Aussehen eigentlich prototypisch für seine Landsleute. Wirklich angetan bin ich von der Freundlichkeit vieler Menschen hier. So eine angenehme Wesensart und tatsächlich spürbare Weltoffenheit habe ich wirklich nicht erwartet. Ich freue mich auf den Iran!

Moschee.

Moschee.

Eingang Nationalbibliothek.

Eingang Nationalbibliothek.

Mutter Armenien.

Mutter Armenien.

Genozid-Mahnmal.

Genozid-Mahnmal.

Am nächsten Tag besuchten wir bei Garni einen alten Tempel, der dem Sonnengott Mitra gewidmet war, genossen Armeniens schöne Landschaft und besichtigten bei Gegkhan (o.s.ä.) eine berühmte, halb in den Fels gehauene alte Kirche. Beides lohnenswert.

Don't dream your life, beat it!

Don't dream your life, beat it!

Platz der Republik des Abends. Viele junge Leute und Familien genossen hier den Sonntagabend - ohne Alkohol, ohne Verkaufsstände, ohne Pack - sehr schön.

Platz der Republik des Abends. Viele junge Leute und Familien genossen hier den Sonntagabend - ohne Alkohol, ohne Verkaufsstände, ohne Pack - sehr schön.

Vom Dach unseres Hotels konnte man sogar den Ararat sehen, schöner Abschluss für Armenien.

Vom Dach unseres Hotels konnte man sogar den Ararat sehen, schöner Abschluss für Armenien.

© Christian T, 2015
Du bist hier : Startseite Asien Armenien Armenien-Reisebericht
Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach einem Tag in Kiew waren wir fünf Tage in Georgien unterwegs und haben abschließend zwei Tage in Jerewan verbracht.
Details:
Aufbruch: 23.05.2015
Dauer: 10 Tage
Heimkehr: 01.06.2015
Reiseziele: Ukraine
Georgien
Armenien
Der Autor
 
Christian T berichtet seit 3 Jahren auf umdiewelt.