Georgien-Reisebericht :Rund ums Schwarze Meer

Mit der Faehre von Odessa nach Poti

Montag 21.07.2008 Batumi

Obwohl es auf der Internetseite der Schiffahrtsgesellschaft und unserem Ticket so schoen heist: "die Abfahrt der Faehre kann sich von Dienstag bis Mittwoch, Donnerstag oder Freitag verzoegern", ging es fuer uns doch schon am Dienstag los. Allerdings laeuft hier alles ein bisschen langsamer. Planmaessige Abfahrt sollte um 23 Uhr sein, aber wir sollten schon um 13 Uhr beim Agenten im Hafen sein. Um 14 Uhr ging's dann zur Zollhuette, die wir nach drei harten Kontrollen ("Habt ihr Drogen dabei?" - "Nein" - "Ok") bis 15 Uhr passiert hatten. Am Ende des Kontrollhauschens erwartete uns dann ein kleiner geschlossener Raum in dem sich nach und nach die Leute stauten und der immer heisser wurde. Gegen 16 Uhr hattte ein Grenzsoldat dann erbarmen und lies uns endlich ins freie wo wir dann von einem Bus zur Faehre gebracht wurden. Gegen 16.30 auf der Fahre dauerte es dann noch mal bis 18.30 bis wir endlich ein Zimmer bekamen. Ein Abendessen, drei Flaschen Vodka und ein paar Bier spaeter ging es dann um 2.30 morgens endlich los.
Die einzigen Touristen an Bord waren auser uns noch drei polnische Jungs, die, wohl um ihrem Klischee gerecht zu werden, mit ausreichend Vodka eingedeckt waren und uns auch zum drinken einluden.
Den Jungs hat der Verkaefer der Schiffahrtsgesellschaft auch von einem tollen deutschen Qualitaetsschiff vorgeschwaermt, was er bei uns unerwaehnt lies. Wahrscheinlich hat sich auch bis in die Ukraine rumgesprochen, dass Deutsche nicht so viel von Ostdeutscher Technik halten
Aber das Schiff mit dem schoenen Namen 'Greifswald', BAujahr 1988 in der DDR, war wirklich super in Ordnung. NUr der nicht in seiner lautstaerke regelbare LAutsprecher ueber unserem BEtt, der uns drei mal taeglich zum Essen rief, war etwas nervend.

Freitag morgen kamen wir dann auch puenktlich um 11 Uhr in Poti an, allerdings dauerte es auch hier noch mal bis 14 Uhr bis wir die Fahere verlassen konnten. Aber die LKW Fahrer mussten noch laenger warten und dann mit ihren GEspannen rueckwaerts aus der Faehre manoevrieren.
Zu fuenft machten wir uns dann auf den Weg nach Poti, wo uns Georgien so gleich mit voller Wucht traf.
Wir wollten nur kurz zu Mittag essen und gingen in ein kleines Cafe, wo wir sogleich die Attraktion der angetrunkenen Georgier wurden. Einer spielte fuer uns auf dem Klavier alles von "O sole mio" ueber "Beethoven" bis zum "Sirtaki" wozu auch eifrig gesungen wurde. Ein anderer bestellte nachdem wir schon eigentlcih gegessen hatte immer weiter lokale Spezialitaeten, die wir unbedingt probieren sollten. Und da man hier mit Bier nicht anstossen darf, bestellte er insgesamt noch drei Flaschen Vodka. Ein anderer, der kaum noch laufen konnte, kam immer wieder von draussen mit Fuechten herrein, die wir unbedingt probieren sollten. Gegen 6 Uhr waren unsere Gastgeber auf dem Weg nach Hause und wir versuchten uns auch gerade auf den Weg zu machen, als eine zweite Gruppe juengerer Leute zu uns kam und uns eine Flasche Vodka kaufen wollte.

Mit hundert entschuldigungen machten wir uns aber rechtzeitig aus dem Staub. MIt dem TAxi, ging es dann 10 Kilometer ausserhalb der Statd zu einem absolut schmutzigen, aber dafuer leeren Strand, an dem wir eine schoene Wiese zum Campen fanden.
Am Feuer verbrachten wir hier die naechsten zwei Naechte zusammen mit den polnischen Jungs. NAch der ersten NAcht stellten wir fest, dass unsere Wiese auch einige Einheimische zum Sonnenbaden anzieht, aber an uns stoerte sich keiner. EIn Mann kam sogar vorbei und fragte ob wir irgendetwas braeuchten, da er nicht weit entfernt wohne. Echt unglaublich. Am morgen wurden wir von einigen Kuehen geweckt, die uns kurze Zeit interessiert betrachteten, dann allerdings weiter ihren GEschaeften nachgingen (Vorne rein, hinten raus).
Gestern ging es fuer Ania und mich dann weiter nach Batumi und die Jungs machten sich auf den Weg nach Svaneti.
Nachdem wir vergeblich auf ein Ende des Regens gewartet hatten, packten wir dann unsere nassen Sachen zusammen. Wir wollten die 60 Kilometer nach Batumi unsere ersten VErsuche im trampen starten. Nach 5 Minuten an der Strasse stopte allerdings einer der hier ueblichen Minibusse (ein alter mit Sitzen voll gestopter Kleintransporter) mit dem wir dann schliesslich nach Batumi gelangten.
In Batumi angekommen wurden wir von Taxifahrern belagert, die nachdem sie merkten, dass wir kein TAxi wollten nur mit mir schimpften, dass ich nicht auch ANias Rucksack trage.
Kaum 5 Minuten mit dem Stadtplan in der Stadt wurden wir gleich von jemandem in Englsich angesprochen, ob wir hilfe braechten. Um es kurz zu machen. Er kaufte Bier und Snacks fuer uns und lud uns auf das Schiff ein auf dem er abrbeitet. NAch 4 Litern Bier und einigen Fotos im Schiff, bestand er dann darauf mit uns mit dem Taxi zum Hotel zu fahren, da er nicht mit ansehen koenne wie Ania einen so schweren Rucksack trage.
Nach einer NAcht in Batumi wollen wir uns heute nun auf den Weg nach Borjomi in den NAtionalpark machen.
Bilder gibt's leider schon wieder nicht. Letztes mal reichte die Zeit nicht und hier koennen wir keine Bilder auf den Computer laden.
Vielleicht klapt's ja beim naechsten mal.

Ankunft an der Faehre / Na przystani w Iliczewsku

Ankunft an der Faehre / Na przystani w Iliczewsku

Blick aus unserem Fenster / Widok z naszej kajuty

Blick aus unserem Fenster / Widok z naszej kajuty

Vodka gefolgt von saurer Gurke und Tomate. Passt wirklich gut zusammen. / Wodka i zagrycha na pokladzie (Od lewej strony: Alek, Marcin i Domi)

Vodka gefolgt von saurer Gurke und Tomate. Passt wirklich gut zusammen. / Wodka i zagrycha na pokladzie (Od lewej strony: Alek, Marcin i Domi)

Das On-Board Casino ...

Das On-Board Casino ...

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Direkt hinter der Zollabfertigung. / Tuz po zejsciu na lad w Poti

Direkt hinter der Zollabfertigung. / Tuz po zejsciu na lad w Poti

ImRestaurant in Poti. / Restauracja w Poti

ImRestaurant in Poti. / Restauracja w Poti

Vorfuehrung im traditionellen Vodkatrinken. (NAch Sirtaki und Auf-demT-Shirt-Tanzen) / Po szalonym tancu tradycyjny sposob picia wodki

Vorfuehrung im traditionellen Vodkatrinken. (NAch Sirtaki und Auf-demT-Shirt-Tanzen) / Po szalonym tancu tradycyjny sposob picia wodki

Ania dfarf sich LIeder wuenschen. / Maestro przy pianinie

Ania dfarf sich LIeder wuenschen. / Maestro przy pianinie

Am Strand findet man alles. Vom Fussball ueber Autoteile bis zur Toilettenschuiessel. / Plaza w Gregoleti

Am Strand findet man alles. Vom Fussball ueber Autoteile bis zur Toilettenschuiessel. / Plaza w Gregoleti

Unser Camp bei Poti / Nasze obozowisko w Gregoleti

Unser Camp bei Poti / Nasze obozowisko w Gregoleti

Man merkt hier, dass man sich zwischen Europa und Asien befindet / W Gruzji krowy maja specjalny status i chodza wolno prawie wszedzie, rowniez na plazy

Man merkt hier, dass man sich zwischen Europa und Asien befindet / W Gruzji krowy maja specjalny status i chodza wolno prawie wszedzie, rowniez na plazy

Ania beim Feuer machen / Urzadzamy ognisko

Ania beim Feuer machen / Urzadzamy ognisko

Sonnenuntergang / Zachod slonca

Sonnenuntergang / Zachod slonca

morgentlicher Besuch / Wizyta z samego rana

morgentlicher Besuch / Wizyta z samego rana

Ania darf Captain spielen / Na lodzi w Batumi

Ania darf Captain spielen / Na lodzi w Batumi

Krombacher / po gruzinsku

Krombacher / po gruzinsku

© Dominik J., 2008
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Route: Polen - Ukraine - Georgien - Türkei - Bulgarien - Serbien - Kroatien
Details:
Aufbruch: 08.07.2008
Dauer: 8 Wochen
Heimkehr: 29.08.2008
Reiseziele: Polen
Ukraine
Georgien
Türkei
Kroatien
Der Autor
 
Dominik J. berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
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