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Während meiner ersten Australienreise arbeitete ich auf verschiedenen Farmen im Outback von Queensland und reiste an der Ostküste entlang von Cairns nach Sydney.
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Wer sich jetzt nicht regt, wird ewig warten. Es gibt keine Wahl und kein zweites Mal. Die Zeit bereit, nicht zu vertagen. Du fühlst, du träumst... Du fühlst, du glaubst, du fliegst... (Herbert Grönemeyer)
29.10.06
Nun ist es noch eine Woche, bis ich nach Australien fliege und auch wenn ich keine Angst habe, so bin ich doch aufgeregt und ein wenig nervös.
In den letzten zwei Monaten hatte ich eine aufregende Zeit.
Planungsstress, tausende von wichtigen Einkäufen, Formularen, Sachen, die bedacht werden mussten...
Die Liste wurde einfach nicht kürzer, denn mit jeder Erledigung, die ich abhaken konnte, kamen neue Dinge hinzu. Kaum zu glauben, was man vor so einer Reise alles organisieren muss!
Außerdem noch eine OP und Vorbereitungen für die "Zeit danach"...
Mit jeder Zeile, die ich in Büchern oder im Internet über Down Under las, wuchsen mein Interesse und meine Neugier. So beschloss ich auch, meine Reise noch ein wenig zu verlängern, so dass sie nun fast elf Monate dauern wird. Nach der Farmarbeit werde ich also ca. 130 Tage auf meiner Route unterwegs sein.
Die Vorfreude wuchs beinahe mit jedem Tag und in Phasen, in denen die Zeit nur so dahin zu schleichen schien, hatte ich das Gefühl, einfach nicht mehr warten zu können.
Und doch ist die Zeit vor einer solchen Reise nicht nur von Stress und unbändiger Vorfreude geprägt.
Denn auf so eine Reise gehen heißt auch: Abschied nehmen von den Menschen, die man liebt, für eine lange Zeit. Es bedeutet, einen ganz neuen Lebensabschnitt zu beginnen, und auch, wenn man sich auf diesen freut, so ist es nicht immer leicht, das alte Leben hinter sich zu lassen.
Zudem schwirren tausend Fragen in meinem Kopf herum: Wo werde ich in Australien arbeiten? Wie werde ich mit den Menschen und der Arbeit zu Recht kommen? Wie ist es, meist auf sich alleine gestellt zu sein? Wird meine viermonatige Rundreise so klappen, wie ich es mir vorstelle? Diese letzten Fragen kann mir niemand beantworten, denn sie können sich erst klären, wenn es soweit ist.
Doch trotz allen Stresses und aller zu organisierenden Dinge habe ich es geschafft, eines nicht zu vergessen: Ich bin dabei, meinen Traum zu verwirklichen! Nicht jeder hat diese Chance und daher mache ich mir immer wieder klar, welches Glück ich habe, dieses Abenteuer erleben zu dürfen.
Die letzten Tage in Deutschland werde ich nun mit allerletzten Vorbereitungen verbringen und hoffentlich noch ein wenig ausspannen, bis es dann endlich losgeht in mein neues Leben im Outback. Ich kann es kaum fassen, dass es nun wirklich bald soweit ist!
Um in Australien nicht zum ersten Mal seit zehn Jahren auf einem Pferd zu sitzen, fuhr ich mit meinem Onkel und meiner Kusine zu Freunden in die Eifel, die zwei Isländer besitzen.
Gar nicht mal so leicht dieses Satteln, wenn das Pferd keine Lust hat!
Eine schmierige Angelegenheit: Hufe einfetten!
Das Wahrzeichen meiner Heimatstadt Detmold: Der Hermann, im typisch lippischen Wetter...
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