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Während meiner ersten Australienreise arbeitete ich auf verschiedenen Farmen im Outback von Queensland und reiste an der Ostküste entlang von Cairns nach Sydney.
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Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben. (Anonym)
03.01.07 - 05.01.07
Mackay ist die größte Stadt in der Whitsundays-Region. Ich kam jedoch hauptsächlich wegen des Eungella National Parks hierher, zu dem man von einem Hostel in Mackay aus eine Tour machen konnte. Der Eungella National Park ist der älteste subtropische Regenwald Australiens und außerdem gibt es dort den Broken River, in dem Schnabeltiere leben.
Zunächst erkundete ich jedoch Mackay und fühlte mich in dieser Stadt sehr wohl. Bereits im Bus des Hostels, der mich vom Greyhound abholte, hatte ich eine lustige Begegnung. Ich traf einen Melbourner, der in meiner Heimatstadt Detmold aufgewachsen war - die Welt ist klein!
Mackay war wirklich hübsch mit seinen bunten Art Déco-Häusern und dem Pioneer River. Interessant war auch das Artspace Mackay, ein Kunstmuseum.
Der Pioneer River
Das Hostel war klein und gemütlich und abends konnte man wunderbar zusammen relaxen und fernschauen. So fanden wir uns in einer angenehmen Gruppe zusammen: Der Melbourner aus Detmold, der Schotte Fergus, den ich aufgrund seines Akzents kaum verstehe konnte und der wie ich wegen der Schnabeltiere hier war, ein Deutscher, der von Sydney nach Darwin mit dem Fahrrad (!!!) fuhr und ich.
Mein Hostel in Mackay
Nach einem entspannenden Tag in Mackay stand dann die Tour an. Mit acht Leuten aus dem Hostel fuhren wir los. Nach ca. einer Stunde machten wir eine Pause in einem Pub, wo es Pies und Getränke gab. Danach ging es endlich zum Nationalpark. Zunächst stand eine Wanderung auf dem Programm. Ich war beeindruckt von dem undurchdringlichen Grün um mich herum.
Der Wanderweg schlängelte sich einige Zeit durch den Wald und endete an einem Wasserfall. Hier machten wir eine längere Pause und konnten die wunderschöne Dschungel-Kulisse auf uns einwirken lassen.
Und dann ging es endlich zum Höhepunkt der Tour: Broken River und die Schnabeltiere! Wir fuhren zu einem Parkplatz, von dem aus ein kleiner Weg zum Fluss führte. Hier gab es verschiedene Aussichtspunkte: Eine Holzplattform und mehrere natürliche Orte, Steine am Ufer des Flusses. Es hing also auch ziemlich vom Glück ab, am richtigen Ort zu sein, ob man ein Schnabeltier zu Gesicht bekam. Zunächst begaben wir uns alle zu der Plattform. Hier befanden sich außer uns ca. zwanzig Leute, die alle still und erwartungsvoll aufs Wasser starrten. Nach ca. zwanzig Minuten Warten auf der Holzplattform kam der Tourguide zu unserer Gruppe und sagte, wie sollten woanders hinkommen, dort zeigte sich ein Schnabeltier! Alle hasteten freudig zu dem großen Stein am Ufer und tatsächlich: Hier tummelte sich das begehrte Objekt im Wasser!
Es war wirklich faszinierend, dieses seltene, urtümliche Tier live in der Natur beobachten zu dürfen.
Allerdings waren die besonderen Momente, in denen sich das Tier zeigte, rar: Es tauchte jeweils für nur wenige Sekunden auf, um dann wieder minutenlang komplett unter Wasser zu sein und an einer völlig anderen Stelle wieder aufzutauchen. Da blieb kaum Zeit, die Kamera auf den richtigen Ort zu richten, zu warten, bis sie scharf gestellt hatte und dann abzudrücken. Dies lag nicht nur an der Schnelligkeit des Tieres, sondern auch daran, dass es sich oft viele Meter weit entfernt vom Ufer zeigte - so konnte man es mit gutem Auge noch gut sehen, aber selbst wenn ich es sehr stark heranzoomte, war es auf meiner Kamera nur als kleiner Fleck zu sehen. So verlegte ich mich nach einigen Fotoversuchen lieber darauf, einfach den Anblick des Tiers zu genießen, wovon ich letztendlich viel mehr hatte. Es war ein einmaliges Erlebnis, dieses Tier in der freien Natur beobachten zu können.
Broken River
Fergus wartet auf die Schnabeltiere
Der kleine Punkt in der Mitte ist es... Auf dem Foto schwer zu erkennen, live jedoch einmalig!
Nach einer Stunde entzückten Beobachtens ging es dann wieder zurück zum Hostel - der Bus voller glücklicher Touristen, deren Traum in Erfüllung gegangen war, ein wildes Schnabeltier zu sehen.
Auf dem Weg hielten wir noch einmal am Straßenrand, um diesen Ausblick auf die Gegend um Mackay zu genießen
Am nächsten Tag machte ich mich auf den Weg zur Mackay Marina, wo man sich in einem der unzähligen Cafés beim Blick aufs Wasser und die Schiffe erholen konnte. Ganz in der Nähe befand sich auch Town Beach.
An der Mackay Marina
Town Beach
Am Abend begann dann die nächtliche Fahrt nach Noosa - vierzehn Stunden lang im Greyhound Richtung Süden.
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